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Kein Verzicht, sondern ein Gewinn - Kirchen und Kooperationspartner starten 23. Aktion Autofasten in Trier

Trier – Ihre aktuelle „Aktion Autofasten“ haben die Katholische und Evangelische Kirche im Südwesten am Aschermittwoch gestartet. Auch bei der 23. Aktion sind Autofahrer eingeladen, ihr Fahrzeug während der Fastenzeit so oft wie möglich stehenzulassen und andere Formen der Mobilität auszuprobieren, vom Öffentlichen Nahverkehr bis hin zu Carsharing, und so aktiv zum Klimaschutz beizutragen. In Trier wurde die Aktion, die im Zeitraum vom 4. März bis 4. April stattfindet, vor der Fahrradstation des Bürgerservice am Hauptbahnhof eröffnet. Mit dabei waren Superintendent Dr. Jörg Weber vom Evangelischen Kirchenkreis Trier, Judith Rupp, Direktorin des Bereichs Kommunikation und Medien des Bistums Trier, Andreas Ludwig, Beigeordneter der Stadt Trier sowie Gregor Schäfer, Geschäftsführer der BÜS-Bürgerservice GmbH.

(Vlnr.) Superintendent Dr. Jörg Weber vom Evangelischen Kirchenkreis, Judith Rupp, Direktorin des Bereichs Kommunikation und Medien des Bistums Trier, Gregor Schäfer, Geschäftsführer der BÜS-Bürgerservice GmbH, Andreas Ludwig, Beigeordneter der Stadt Trier

Das Autofasten habe sich zu einer "ökumenischen Tradition" entwickelt, betonte Weber. "Wir stehen als christliche Kirchen gemeinsam ein, um unseren Teil an Lösungsmöglichkeiten zu suchen, für die Bewältigung der Ursachen der Klimaveränderung. Es geht um die Bewahrung unserer Natur, die Bewahrung von Gottes guter Schöpfung." Er danke allen langjährigen oder neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktion. Er selbst habe durch die Erfahrung des Autofastens nachhaltig sein eigenes Verhalten umgestellt und pendle inzwischen jeden Tag mit dem E-Bike die 30 Kilometer Wegstrecke zur Arbeit. Das fördere nicht nur seine Gesundheit, so Weber, sondern er erlebe dadurch auch oft Dinge, die ihn dankbar machten, ob das nun die schöne Natur in trier Umgebung sei oder ein freundlicher LKW-Fahrer, der ihm bei einem Regenguss einen Schirm auslieh.

Das Thema Autofasten und Klimaschutz sei aktueller denn je, betonte auch Judith Rupp. Dieses Jahr feiere das Bistum Trier die 60-jährige Partnerschaft mit Bolivien - da stelle sich auch die Frage, welche Auswirkungen das eigene Mobilitätsverhalten nicht nur auf die eigene Umgebung sondern auch auf die Länder des Südens habe, die schon heute massiv die Auswirkungen des Klimawandels spürten. Auf der Homepage der Aktion www.autofasten.de könne jeder die eigene Ökobilanz ausrechnen und sich davon ausgehend informieren: Was kann ich persönlich tun? Wie kann ich zum Klimaschutz beitragen? Wie kann ich andere dafür begeistern? "Der freiwillige Verzicht auf etwas oder die Veränderung von Gewohnheiten kann uns doch helfen, freier, leichter zu werden, achtsamer für mich, die anderen, und für Gott", so Rupp.

Andreas Ludwig dankte im Namen der Politik den Trägern und Kooperationspartnern der Aktion für ihr langjähriges Engagement. Im Stadtrat habe man parteiübergreifend das Ziel verankert, den Autoverkehr reduzieren und gute Alternativangebote auf den Weg bringen zu wollen. Er selbst sehe vor allem das Fahrrad im Stadtverkehr und auf kürzeren Strecken als gute Alternative zum Auto.

"Viele kleine Schritte können helfen, einen aktiven Beitrag in eine schadstoffärmere Zukunft zu gehen und unsere Natur, unsere Lebensgrundlagen, unsere Erde besser zu bewahren", erklärte Bürgerservice-Geschäftsführer Schäfer. Zwar sei das Auto für die meisten Menschen mitnichten ein "Genussmittel" wie etwa Süßigkeiten oder Alkohol, sondern für viele ein existenzieller und unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens. Jedoch könne das Autofasten zumindest "ein Baustein gegen die immer dramatischeren Auswirkungen der Klimaerwärmung" sein. Die Fahrradstation des Bürgerservice am Bahnhof biete während der Aktion Autofasten daher für alle Teilnehmer kostenlose Fahrrad-Checks an und stelle nach Reservierung stundenweise E-Bikes zur Verfügung.

Mehr Informationen gibt es unter www.autofasten.de.


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