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Männertour 2019

Am ersten (Sommer-)Feriensonntag machten sich insgesamt 15 Männer der Evangelischen Kirchengemeinde Wittlich mit ihrem Pfarrer Johannes Burgard auf den Weg, den Pfälzer Wald sowohl geschichtlich als auch spirituell zu erkunden . Das Schuhmuseum in Hauenstein und die Burg Berwartstein waren neben dem Teufelstisch bei Hinterweidenthal die Hauptanlaufpunkte.

Unter dem Motto des alljährlich stattfindenden Ausflugs "Was Mann gut tut" war allerdings das Cafe Zürn in Hinterweidenthal die erste Zwischenstation, wo bei einer ausgezeichneten Jause Kraft und Energie für den langen Tag getankt wurde. Weiter ging es zum Deutschen Schuhmuseum in Hauenstein. Bei einer sehr interessanten Führung durch das im Bauhausstil errichtete Museum wurde der rasante Auf- und Abstieg der Schuhindustrie im Pfälzer Wald beleuchtet. Welch ein höllischer Lärm musste in den Fabriken geherrscht haben, wenn die Stanz- und Nagelmaschinen am Laufen waren.

Wieder im Freien, schloss sich eine kurze Andacht durch Pfarrer Johannes Burgard an, Nachdenklich geworden traten die Teilnehmer der Männertour die Weiterfahrt zur Burg Berwartstein bei Erlenbach an, Hoch über dem Talgrund ragte die best-erhaltene Burg auf einem Sandsteinfelsen in die Höhe. Tief in den Felsen gegraben spendeten viele Räume eine angenehme Kühle, wurden draußen doch Temperaturen weit über 35 Grad gemessen. Die Burg, die 1152 erstmals urkundlich erwähnt wurde, hatte eine wechselvolle Geschichte und ist heute in Privatbesitz, Restaurant und Hotel runden das Angebot ab. Geschichtlich ragt der frühere Marschall Hans von Trotha, auch Hans Trott genannt, besonders heraus. Er war recht grausam und hinterhältig, wie unser Burgführer berichtete. So ließ er bei einem Streit die das Tal durchfließende Wieslauter aufstauen und später schlagartig das talabwärts gelegene Städtchen Weißenburg fluten.

Letzter Besichtigungspunkt war der Teufelstisch bei Hinterweidenthal. Dieser markante Fels auf einer Bergkuppe wurde in Jahrmillionen zu seiner heutigen Form geschaffen, als der umliegende weiche Sandstein durch Erosion fortgespült wurde, der harte Fels an der Spitze diesen Umwelteinflüssen aber widerstand.

Bei einem gemeinsamen Abendessen im Brauhaus Ehrstein klang der Männerausflug mit interessanten Gesprächen aus, bevor die Heimreise angetreten wurde. Schön war es wie die Jahre vorher auch schon und wird bestimmt wiederholt. Nächstes Jahr am ersten Sommerferienwochende wird man sich wiedertreffen.


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