SONNTAG, 22.09.2019 17.00 H - KONSTANTIN-BASILIKA - Messe in h-Moll von J.S. Bach

Bachchor Trier

JOHANNA WINKEL - SOPRAN
SOPHIE HARMSEN - MEZZOSOPRAN
DAVID FISCHER - TENOR
RAIMUND NOLTE - BASS

TRIERER BACHCHOR
KAMMERORCHESTER DES KONSERVATORIUMS LUXEMBURG
(EINSTUDIERUNG: PIERRE NIMAX JR.)
BAROCKORCHESTER „L’ ARPA FESTANTE“ MÜNCHEN

LEITUNG: KMD MARTIN BAMBAUER

JOHANNA WINKEL bewies sich zunächst in der historischen Auffüh­rungspraxis barocker Musik und erweiterte ihr Repertoire stetig hin zur Romantik und Moderne.
Auf dem Konzertpodium sang sie mit musicAeterna und Teodor Currentzis (Purcell The Indian Queen), mit dem Beethoven Orches­ter Bonn und Christoph Prick (Britten War Requiem), dem Swedish Radio Symphony Orchestra und Peter Dijkstra (Martin Le vin herbe), dem WDR Sinfonieorchester und Simon Halsey (Mendelssohn Elias) und dem Konzerthausorchester Berlin und Ivan Fischer (Bach h-moll Messe).
Gleichzeitig ist Johanna Winkel regelmäßig auf der Opernbühne zu erleben. Nach Mimi, Donna Elvira und Micaela gestaltete sie mit großem Erfolg Alcina, Rosalinde, Agathe und Beethovens Leonore.
2017 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Osterfestspielen als Gerhilde in Wagners Walküre mit Christian Thielemann und gastierte mit dieser Partie mit dem Hong Kong Philharmonie Orchestra und Jaap van Zweden. Bei der Styriarte 2018 sang sie die Bee- thoven-Leonore unter Leitung von Andres Orozeo-Estrada.
Als Liedsängerin tritt sie zusammen mit dem Schauspieler Josef Hader und der Pianistin Yvonne Gesler auf. In einer reizvollen Melange aus Musik und Text erkunden die drei Künstler, wie litera­rische Motive der Schwarzen Romantik sieh in Liedern der Romantik bis heute widerspiegeln und eine spannende Verbindung eingehen. Das Programm war erstmalig im Konzerthaus Wien zu erleben.
Johanna Winkel ist als Solistin auf etlichen Aufnahmen zu hören. Es erschien u.a. Spohrs Die letzten Dinge mit der Kammerphilharmonie Bremen, Schönbergs Moses und Aron mit dem SWR Sinfo­nieorchester, Werke von Mendelssohn mit dem Chor des Bayrischen Rundfunks sowie Zemlinsky Lyrische Symphonie mit dem Polish National Radio Symphony Orchestra.

Weitere Informationen unter www.johanna-winkel.com

Als Kind deutscher Diplomaten schon früh weit gereist, studierte SOPHIE HARMSEN zunächst in Südafrika und anschließend in Deutschland bei Edith Wiens. Sie konzertiert mit Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem SWR Symphonieor­chester, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester sowie dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und Dirigenten wie Daniel Harding, Thomas Hengelbrock, Manfred Honeck, Adam Fischer, Ivan Fischer, Jeremie Rhorer und Markus Stenz. Sie gab gefeierte So­loabende mit Concerto Köln sowie mit der Capella Augustina. Zuletzt debütierte sie als 2. Sopran in Mozarts c-Moll Messe unter der Leitung Philippe Herreweghes bei der Salzburger Mozartwoche. In der kommenden Saison folgen Konzerte unter Leitung von Rene Jacobs, Justin Doyle, Kent Nagano, Pablo Heras-Casado, Nathalie Stutzmann, Howard Arman, David Aftham und Laurence Cummings. Im Mai 2019 sang sie erstmals Wagners Wesendonck Lieder, zusammen mit Concerto Köln unter der Leitung Kent Naganos in der Kölner Philharmonie.
Auf der Opernbühne war sie u.a. als Annio (La clemenza di Tito) am Teatro Real Madrid mit Christophe Rousset und als Dorabella (Cosi fan tutte) mit Rene Jacobs und dem Freiburger Ba­rockorchester zu erleben. An der Hamburgischen Staatsoper ist sie derzeit in einer Produktion des Hamburg Balletts (John Neumeier) mit Brahms Liebeslieder Walzer zu hören.
Es sind zahlreiche CD Aufnahmen erschienen, wie Händels Judas Maccabaeus mit Laurence Cum­mings, Bruckners Missa Solemnis mit der Akademie für Alte Musik Berlin und Lukasz Borowicz sowie Beethovens Missa Solemnis mit Frieder Bernius.

DAVID FISCHER wird ab der Spielzeit 2019/20 festes Mitglied im Soloensemble der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Seit der Spielzeit 2017/18 singt er im Soloensemble der Bonner Oper und gastiert zudem regelmäßig an der Oper Leipzig. Gleich in seiner ersten Spielzeit am Bonner Haus verkörperte David Fischer die Hauptrolle des John Whitcroft in der Ur­aufführung der Oper “Geisterritter“ von James Reynolds, die ihn im Sommer 2019 auch an die Deutsche Oper am Rhein führen wird. Weitere Rollen in Bonn waren Rev. Horace Adams (Britten, “Peter Grimes“), Remendado (Bizet, “Carmen“), Pang (Puccini, “Turandot“), Gherardo (Puccini, “Gianni Schicchi“), Don Basilio und Don Curzio (Mozart, “Le Nozze di Figaro“), Monostatos (Mozart, “Die Zauberflöte“) und einige mehr. Als Konzertsänger trat David Fi­scher letztes Jahr in Strawinskys “Pulcinella“ Ballett mit dem Rundfunk-Sinfo­nieorchester Berlin unter Leitung von Sylvain Cambreling in der Berliner Phil­harmonie auf und sang Bachs “Johannes-Passion“ mit dem NDR-Chor und der NDR-Radiophilharmonie in Hannover unter Andrew Manze. Im März ging er mit Rene Jacobs und dem Freiburger Barockorchester als Don Ottavio (Mozart, “Don Giovanni“) auf Asien-Tournee, um im April mit Frieder Bernius, der Deutschen Kammerphilharmonie Bre­men und dem Stuttgarter Kammerchor Mendelssohns “Walpurgisnacht“ aufzuführen, u.a. in der Stuttgarter Liederhalle und der Laeiszhalle Hamburg. Im Dezember folgt Händels “Messiah“ in der Kölner Philharmonie. Mit seiner Lied-Partnerin Pauliina Tukiainen gab David Fischer Liederabende beim Schweizer “Festival classique des Hauderes“, in Genf und beim “Bonner Schumannfest“. Das Jahr 2016 konnte er mit dem Sieg des großen internationalen Musikwettbewerbs “Concours de Geneve“ abschließen. Im Rahmen der 48. “Osterfestspiele“ der Berliner Philharmoniker gab David Fischer 2015 am Theater Baden-Baden sein Operndebut als Tremoloni (Offenbach, “La Princesse de Trebizonde“). Das Jahr darauf reiste er mit dem Ensemble der Oper Bonn als Jaquino (Beethoven, “Fidelio“) nach Daegu (Korea). Sein Gesangsstudium absolvierte David Fischer in Freiburg bei Re­ginaldo Pinheiro und besuchte zusätzlich Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender. Die musikalische Früherziehung begann im Alter von drei Jahren mit dem ersten Violinunterricht - mit 12 Jahren gewann er den Bundeswettbewerb “Jugend musiziert“ im Fach Violine Solo.

Weitere Informationen unter www.david-fischer.net

Der Bassbariton RAIMUND NOLTE absolvierte zunächst in Köln ein Mathematik-, Schulmusik- und Violastudium und war mehrere Jahre Bratschist im Ensemble musica antiqua Köln. Gesang studierte er maßgeblich bei Prof. Josef Metternich und Prof. Irmgard Hartmann, erwarb das Ge­sangs-Diplom an der Musikhochschule in Mainz und wird derzeit von Gundula Hintz betreut. Nach ersten Bühnenerfahrungen im Opern­studio der Deutschen Oper am Rhein, holte ihn Harry Kupfer 1996 an die Komische Oper Berlin, deren Ensemble er für vier wichtige Jahre angehörte. Weiterhin führten ihn Engagements an zahlreiche euro­päische Opernhäuser, zuletzt von 2005 bis 2009 an das Opernhaus in Halle. Dort war er nicht nur als ausgewiesener Händelspezialist gefragt, sondern auch in vielen anderen großen Partien seines Faches wie z.B. den Titelpartien in Eugen Onegin, Don Giovanni und Dallapic- colas "II Prigioniero". Nach seinen Debüts an den vergangenen Spiel­zeiten an der Opera national du Rhin in Strasbourg, den Staatsopern in Hamburg, Berlin und Dresden und der Pariser Opera Bastille ist er seit 2015 auch regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen zu hören. Als Konzertsänger arbeitete er mit namhaften Dirigenten, u.a. Nikolaus Harnoncourt, Trevor Pinnock, Rene Jacobs und Reinhard Goebel, unter deren Leitung er bei vielen der bedeutendsten europäischen Festivals sang (z.B. Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Ansbach, Prag, Paris, London, Graz, Ludwigsburg, Dresden, Kanarische Inseln, Flandern- und Hollandfestival, Händel­festspiele in Karlsruhe, Halle und Göttingen). Zahlreiche CD-Produktionen von Bach bis Bernstein dokumentieren seine Vielseitigkeit. Seine Gesamtaufnahme der italienischen Solokantaten von G.F.Händel für Bass erhielt höchstes Kritikerlob. Seit dem WS 2017/18 unterrichtet Raimund Nolte eine Gesangsklasse am Standort Aachen der Staatlichen Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Der TRIERER BACHCHOR ist ein interkonfessioneller Konzertchor mit überregionalem Einzugsbe­reich. Er wurde im Jahr 1969 von KMD Ekkehard Schneck gegründet und hat seitdem ein um­fangreiches Repertoire geistlicher Chormusik erarbeitet. Regelmäßige Aufführungen in der Trierer Konstantin-Basilika sowie Konzerte im In- und Ausland (u.a. Belgien, Frankreich, England, Italien) bilden den Schwerpunkt der Arbeit der Chorgemeinschaft, die seit Januar 1999 von KMD Martin Bambauer geleitet wird. Unter seiner Leitung führte der Bachchor in den letzten Jahren u.a. Bachs „Weihnachtsoratorium“, „Matthäus-Passion“, „Johannes-Passion", „Markus-Passion", „h-Moll-Mes- se" und „Magnificat", Händels „Messiah", Mozarts „Requiem" und „c-Moll-Messe", Beethovens „Missa solemnis", Schuberts „Messe As-Dur", Brahms' „Ein deutsches Requiem", Mendelssohns „Elias", Bruckners und Berlioz' „Te Deum", Regers „100. Psalm", Poulencs „Stabat mater", „The dream of Gerontius" von Edward Elgar, Durufles „Requiem" und das „Gloria" von Francis Poulenc auf. Die CD-Einspielung „Und was vom Geist geboren wird..." ist weitgehend der A-cappella-Musik vom 16. bis zum 20. Jahrhundert gewidmet, die der Bachchor in besonderem Maße pflegt. Die Aufführung der Bach'schen h-Moll-Messe findet anlässlich des 50jährigen Bestehens des Trierer Bachchores statt.

Der KAMMERCHOR DES KONVERSATORIUMS LUXEM­BURG wurde 2001 von Pierre Nimax gegründet. Er setzt sich aus Studenten und ehemaligen Studieren­den des Konservatoriums zusammen, die sich neben den wöchentlichen Proben zur Stimmbildung und punktuellen Workshops zur Weiterbildung treffen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die weltliche wie geistli­che A-cappella-Chormusik der verschiedenen Epochen bis hin zu Aufführungen von Kompositionen vor allem Luxemburger Komponisten. Aber auch große Werke der klassischen Chorsinfonik gehören zum Repertoire. So wurden unter anderem Werke aufgeführt wie Bachs "Weihnachtsoratorium”, „Magnificat" und "Johannes-Passion”, die "Cäcilienmesse” von J. Haydn, "Missa solemnis”, "9. Sinfonie” und "Chorfantasie” von L. van Beethoven, "Paulus” und "Elias” von F. Mendelssohn Bartholdy, "Messa da Requiem” von G. Verdi, "Requiem” von W.A. Mozart, M. Durufle, A. Lloyd Webber und K. Jenkins, "Te Deum”, von H. Berlioz, "Et la vie l'emporta” von F. Martin, "Messe in D-Dur” von A. Dvorak, "Messa di Gloria” von G. Puccini, "Chichester Psalms” und „Mass - Choir selections" von L. Bernstein, "Magnificat” und "Requiem” von J. Rutter, "The Hogboon” von P. M. Davies und in Erstaufführungen "The Lord is my shepherd” von L. Grethen, "Missa 1945-2005” von W. Civitareale, "Psalm” von A. Mullenbach, die Kantate "Ons Heemecht” von Pierre Nimax sen., das Musical "Melusina" von G. Kaas und Vokalwerke von I. Boumans. Der Kammerchor hat regelmäßig die Ehre mit anerkannten Orchestern, Chören und Dirigenten zu­sammen zu musizieren, wie unter anderen dem "Orchestre Philharmonique du Luxembourg”, dem "Orchestre de Chambre du Luxembourg”, den "Solistes Europeens, Luxembourg”, dem “Orchestre de Chambre de Metz”, dem "Trierer Bachchor”, dem „Ensemble Vocal du Conser- vatoire d'Esch-Alzette”, dem “Vokalensemble Wiedenbrück”, dem “Rand Afrikaans University” aus Johannesburg / Südafrika, dem “Choeur de Chambre de Strasbourg”, der “Chorale et Madrigal de la Cathedrale de Strasbourg”. Darüberhinaus unternimmt der Chor Konzertreisen in der Europäischen Gemeinschaft. Der Kammerchor hat verschiedene CDs und DVDs aufgenommen wie z.B. “Missa 1945-2005“ von W. Civitareale, Luxemburger Volkslieder (herausgegeben vom Carus-Verlag), “Paulus” und “Elias” von F. Mendelssohn Bartholdy und die Kantate “Ons Heemecht” von Pierre Nimax sen. 2011 stellte der Kammerchor, begleitet vom Organisten Martin Bambauer, beim Verlag Motette die CD mit der „Messe Solennelle cis-Moll“ von Louis Vierne und dem „Te Deum“ von Petr Eben vor.

„L'ARPA FESTANTE“ von Giovanni Battista Maccioni, das erste in München aufgeführte musikdra­matische Werk, steht symbolhaft für die künstlerische Arbeit und das musikalische Engagement des gleichnamigen Barockorchesters aus München. Bereits 1983 gegründet und damit eines der traditionsreichsten deutschen Ensembles für Alte Musik, wird das Orchester heute in zweiter Gene­ration von dem Geiger Christoph Hesse und dem Cembalisten Rien Voskuilen geleitet. Das Repertoi­re reicht vom Frühbarock bis zur Literatur der Frühromantik. „L'arpa festante“ ist bereits bei vielen Festivals und Konzerten im In- und Ausland aufgetreten. Regelmäßig arbeitet man mit namhaften Dirigenten, Solisten und Vokalensembles zusammen. Tonträger sind bei den Labels Bayer, Cascavel- le und CPO erschienen. Seit über 17 Jahren arbeitet das Orchester - nach Aufführungen der großen oratorischen Werke Bachs, Händels, Mozarts, Haydns und Schuberts - mit dem Trierer Bachchor zusammen.

Eintritt: 26 € / 13 € (ermässigt) zzgl. Vorverkauf unter www.ticket-regional.de