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Wut ist keine Lösung - Gewaltprävention am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Schweich

Das neue Schuljahr hat für die Schülerinnen und Schüler der 9a des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Schweich mit zwei Projekttagen zur „Gewaltfreien Kommunikation“ nach M.B. Rosenberg begonnen.

Mit Hilfe der Referentin Irene Stangl von der Fachstelle für Gewaltprävention in Konz, der Schulsozialarbeiterin Andrea Hüfner und dem Kletterlehrer Markus Halbach vom DBG lernten die Schülerinnen und Schüler das Handwerkszeug für einen respektvollen Umgang in Konfliktsituationen kennen. Es geht darum Beobachtung zu benennen, Gefühle zu äußern und eine Bitte zu formulieren. Der Verzicht auf Beschuldigungen, Unterstellungen, Beschimpfungen ist dabei eine grundlegende Voraussetzung.

Die Jugendlichen lernten in Theorie und vielen Rollenspielen, dass man Streitigkeiten besser auflösen kann, indem man ruhig bleibt, nachfragt, den anderen versucht zu verstehen und wertschätzend anzusprechen.

"Wenn man keine Vorurteile hat und akzeptiert, dass jeder Mensch einfach anders ist, muss man auch nicht ausrasten und kommt mit der sogenannten Giraffensprache, der Sprache des Herzens, viel weiter", so die Referentin Irene Stangl. Die Jugendlichen konnten das sehr anschaulich in Rollenspielen erproben.

In der Gruppe wurden außerdem "Notausgänge" von der Wuttreppe gesucht, mit deren Hilfe jeder vermeiden kann, bei kritischen Situationen auszurasten und beleidigend zu werden. Notausgänge können sein: kräftig ausatmen, Sport machen, laut Musik hören, räumliche und zeitliche Distanz zur Stresssituation herstellen und später den Konflikt mit wertschätzender Sprache zu klären.

Dass man für ein konstruktives Konfliktverhalten auch mutig sein muss und auch manchmal aus der Komfortzone heraus muss, zeigte auch das flankierende Klettertraining mit dem Kletterlehrer Markus Halbach. So konnten die Jugendlichen vielfältig diese zwei Projekttage erleben und bestimmt für ihren Alltag einige Erkenntnisse mitnehmen.