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Positionspapier „Geflüchtete schützen – Teilhabe fördern“

Durch die starke Zuwanderung nach Deutschland hat sich unsere Gesellschaft ohne Frage verändert. Gleiches gilt für die Arbeit der rund 4.900 evangelischen Sozialeinrichtungen im Verbandsgebiet der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, zu dem auch ein Teil von Rheinland-Pfalz gehört. Unsere Mitarbeitenden tun viel für die Integration der geflüchteten Menschen. Doch ihr Engagement wird in Politik und Gesellschaft zunehmend hinterfragt.

Das Positionspapier können Sie unter dem Artikel und "Dateien" als PDF herunterladen.

Gerade vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Bundestagswahl ist es wichtiger denn je, Fremdenfeindlichkeit und einer Abschottungspolitik entschieden entgegen zu treten. Die Zuwanderung sollte weiterhin als Chance gesehen werden und nicht als Gefahr.

Auch ist Vorurteilen entgegen zu treten, dass die Flüchtlinge nur kommen, um unsere Sozialkassen zu plündern. Wer den Krieg und die Verfolgung nicht selber erdulden musste, kann sicherlich kaum nachvollziehen, wie es ist, sein gesamtes Leben hinter sich lassen zu  müssen, um es zu behalten. Europa und Deutschland haben die Pflicht und die Möglichkeiten einen Unterstützungsprozess für diese Menschen positiv zu gestalten.

Das Positionspapier ist sowohl eine interne "Rückversicherung" für die Flüchtlingshilfe und Migrationsberatung der Diakonie als auch eine Klarstellung kirchlicher Positionen für die Mitarbeitenden in Politik und Verwaltungen. Sie finden dort noch einmal deutlich formuliert, auf welcher Basis und aus welchem Selbstverständnis heraus die Diakonie arbeitet.

Die Menschen, die bei uns Schutz suchen, benötigen Teilhabeperspektiven, um sich einbringen zu können. Teilhabe bedeutet, dass alle Menschen gleichen Zugang zu Bildungs- und Lebenschancen haben; dies gilt daher in gleichem Maße für Geflüchtet. Wir möchten als Diakonie Voraussetzungen und Grundpositionen aufzeigen, um die Verwirklichung dieser Chancen zu ermöglichen.

Wir ermutigen Politik und Verwaltung: Denken Sie langfristig, vom Menschen her. Wir laden die Gesellschaft ein: Lassen Sie sich auf diese Diskussion ein und engagieren Sie sich für eine offene, soziale Gesellschaft.


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