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Apropos Luther! Was ist da auf dem Vorplatz und in der Basilika los?

Am Donnerstag, den 21. September 2017 wurde die Interaktive Ausstellung in der Konstantinbasilika durch den Superintendenten Dr. Jörg Weber und Prof. Dr. Norbert Kuhn, dem Präsidenten der Uni Trier eröffnet. Mit anwesend waren der Assessor Pfarrer Thomas Luxa und der Initiator und Betreuer des Kunst- und Medienprojektes Prof. Dr. Daniel Gilgen.

v.L.: Dr. Weber, Thomas Luxa, Prof. Dr. Norbert Kuhn und Prof. Dr. Daniel Gilgen Foto: M. Ratz

aproposluther ist eine interaktive Ausstellung über Martin Luther und die Reformation. Erstellt wurde sie in über 10.000 Arbeitsstunden von rund 30 Studierenden der Hochschule Trier. Sechs Projektgruppen aus den Fachbereichen Gestaltung und Information haben mehr als ein Semester lang das Projekt vorbereitet. Projektleiter Prof. Dr. Daniel Gilgen hat das Ziel gesetzt, einen spielerischen und unterhaltenden Zugang zur Person Martin Luthers und zur Reformation zu bieten und damit grade junge Menschen anzusprechen.  Am Dienstag, den 21. September wurde die Installation eröffnet. Sie kann nun bis zum 24. September während der Öffnungszeiten der Basilika und natürlich während des Reformationsfestes am Sonntag besucht und bespielt werden.

Die Spiele sind so konzipiert, dass pro Runde jeweils eine Person aus verschiedenen Gruppen teilnimmt.  Außer mit den Mitspielern kann man auch mit einem virtuellen Luther in Kontakt treten. Durch eine virtuelle geschaffene Realität (augmented reality) kommt man mit dem Reformator in den Dialog.

Pfarrer Thomas Luxa, Vorsitzender des Presbyteriums der Kirchengemeinde Trier, freute sich bei der Eröffnung der Installation  über diese „Weltpremiere“ in der Konstantinbasilika.

Der Präsident der Hochschule Trier, Prof. Dr. Norbert Kuhn, betonte, dass es sich auch für die Hochschule nicht um ein alltägliches Projekt handele. Während man sonst in der Regel mit Kooperationspartnern aus Industrie und Wissenschaft zu tun habe, sei ein Projekt mit der Kirche Neuland gewesen. Kuhn erklärte: „Martin Luther wollte mit seiner Bibelübersetzung die Bibel den Menschen zugänglich machen. Mit dem Projekt wollen wir Luther heute zugänglich machen.“

Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, gefällt besonders, dass mit aproposluther sein Wunsch, das Reformationsjubiläum auf den Boulevard zu bringen, symbolisch umgesetzt wird. „Die Installation geht architektonisch aus der Kirche heraus auf den Vorplatz, in den öffentlichen Raum der Stadt. Sie ist technisch und medial auf der Höhe der Zeit. Bei Luther wäre das nicht anders gewesen; er hat die in seiner Zeit modernen Medien genutzt, um zu kommunizieren.“

Gefördert und unterstützt wird das Projekt durch den Evangelischen Kirchenkreis Trier (EKKT). Außerdem zählt es zu einem der ausgewählten EU-Projekte mit grenzüberschreitendem Mehrwert und wird im Rahmen des INTERREG Programm Großregion maßgeblich finanziert.


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