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Gemeinschaftsgefühl gestärkt und Schöpfung praktisch erlebt - Juleica Schulung im und am Nationalpark Hunsrück-Hochwald

Zu unserer zweiten bzw. dritten Juleica-Schulung kamen wir alle als bereits bestehende Gruppe. Wir wussten schon relativ gut, was uns erwarten würde. Als wir uns dann in unserem später vielseitig genutzten "Wohnzimmer" trafen, wurden zuerst die Grundsätze besprochen. Regeln, Arbeitseinteilung und Gruppenphasen - der erste Eindruck: auf jeden Fall Arbeit!

Gleich beim ersten Punkt, den die Gemeinschaft lösen sollte, nämlich der Zimmeraufteilung, begann die erste große Diskussion, die die Gruppe über Kompromisse und einzuhaltende Regeln mit den Gruppenleitern eigenständig zu klären hatte. Später griffen wir diese Diskussion noch mehrmals als Gruppenbeispiel auf. Theoretische Übungsphasen begannen, die von einigen anfangs als "blöd" aufgefasst wurden.

Aber dann kam das erste Gemeinschaftsspiel und plötzlich fühlten wir uns auch wie in einer Gemeinschaft. Das Überwinden des Spinnennetzes, wofür das Vertrauen in der Gruppe nötig war, half uns, eine Gruppe zu werden. Plötzlich war der Erfolg eines jeden Einzelnen, der das Netz mit Hilfe der Anderen passierte ein Erfolg für die ganze Gruppe.

Als wir am nächsten Morgen in den Nationalpark aufbrachen, um den Rangern bei der Entwaldung einer großen Fläche als freiwillige Helfer zur Seite zu stehen, konnte man uns fast schon ein „eingespieltes Team“ nennen. Auch die Arbeit - das Ausreißen oder Absägen der Fichten und das ordentliche Stapeln der Bäume – forderte den Teamgeist enorm.

Besonders das Fällen von großen Fichten, für das mehrere helfende Hände erforderlich waren, war jedes Mal eine große Motivation und schweißte die Gruppe zusammen. Auch am Abend beschäftigten wir uns noch einmal mit der Schöpfung und deren Bewahrung und überlegten gemeinsam, wo diese uns am Tag besonders begegnet ist.

Mit viel Spaß verbunden ließ sich das Gemeinschaftsgefühl auch am nächsten Tag wiederfinden. Wir besuchten gemeinsam das Schwimmbad. Im Einklang mit all diesen praktischen, gruppenbildenden Gemeinschaftsspielen und -übungen waren die theoretischen Teile, die zwischendurch stattfanden und tatsächlich als Arbeitsphasen bezeichnet werden konnten, plötzlich gar nicht mehr so doof. Nein, wir haben sogar ziemlich viel gelacht.

Als wir am letzten Abend dann unsere Abschiedsphase begannen, waren wir dennoch alle ziemlich geschafft. Somit war es auch nicht allzu verwunderlich, als unsere Armmuskeln bei dem letzten Spiel etwas überlastet waren.

Eine gute Reflektion des Wochenendes war es aber trotzdem, denn bei der Übung wurde ein tragfähiges Netz gespannt aus guten Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Hierbei wurde sehr schön deutlich: Wenn eine Gemeinschaft zusammenhält, dann stützt nicht nur Einer den Anderen, sondern Jeder stützt Jeden. In einer Gemeinschaft ist man immer stärker! Für sich selbst und alle anderen Mitglieder auc.

Katharina & Luise, Teilnehmende der Juleica Schulungen 2017


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