ブランドコピー スーパーコピーブランド スーパーコピー偽物 スーパーコピー スーパーコピー代引き ブランドコピー代引き スーパーコピーN級品 ブランドコピー激安通販店 スーパーコピー販売店 Evangelischer Kirchenkreis Trier: Geschichte

Geschichte der Kirchengemeinde

Kirche in Mariahütte

Nach dem Ende der Napoleonischen Herrschaft wurde der Hochwald preußisch. Preußische Verwaltungspraxis war es, in katholischen Gebieten bestimmte Stellen des Öffentlichen Dienstes mit Angehörigen evangelischer Konfession zu besetzen. So wuchs die Zahl der evangelischen Bürger von 4 im Jahre 1814 auf 86 im Jahre 1849. Sie gehörten zwar der evangelischen Kirchengemeinde in Trier an, wurden jedoch seit 1759 weitgehend von den Pfarrherren in Züsch betreut.

Auf Anregung des Hermeskeiler Amtsbürgermeisters Alexander von Konarsky kauften einige evangelische Familien am 18. November 1844 auf eigene Kosten einen Bauplatz an der Straße nach Nonnweiler. Diesen Platz bestimmten sie als ihre Stiftung für ein evangelisches Gotteshaus. Sie verhandelten dann weiter mit der preußischen Regierung und erreichten, dass die Gemeinde Hermeskeil 1845 verpflichtet wurde, einen Beitrag zum Bau der Kirche in Holz und Geld zu leisten. 1852 wurde der Grundstein zum Kirchbau gelegt. Schon 1853 konnte die feierliche Einweihung erfolgen. Die Kirche erhielt im Jahre 1853 als Geläute drei Gußstahlglocken, die ersten ihrer Art in ganz Deutschland. Somit besitzt die evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil das älteste deutsche Stahlgeläut.

Die rührige Kirchengemeinde stellte 1854 trotz Protestes der Züscher Gemeinde ihren eigenen Pfarrverweser ein, den sie aus eigenen Mitteln und erwirkten Beihilfen besoldete. 1858 erfolgte die staatliche Anerkennung als selbtändige evangelische Kirchengemeinde Hermeskeil. Damit war sie für die damals rund 170 evangelischen Christen in den Bügermeistereien Hermeskeil, - ausgenommen Züsch - Otzenhausen, Kell und Beuren zuständig. In der Züscher Straße wurde ein evangelischer Friedhof angelegt, auf dem heute noch der Grabstein des rastlosen Förderers der evangelischen Gemeinde in Hermeskeil, Alexander von Konarsky, steht.

Von 1759 bis bis zum Tode von Pastor Paul Rodingen 1975 hatte Züsch eine eigene Pfarrstelle. Danach wurde die Gemeinde wieder von der Nachbargemeinde, nur diesmal aus Hermeskeil, durch Pfarrer Rettig, betreut. Die Züscher Gemeinde bemühte sich in der Folge immer wieder um die Besetzung der Pfarrstelle. 1987 trat Pastor im Hilfsdienst Goetzke sein Amt in der Pfarrei Hermeskeil/Züsch an. Ihm folgte 1995 Pastorin im Sonderdienst Heike Diederich.

1961 erhielt die Kirche in Hermeskeil ein neues Orgelpositiv, das von der Orgelbauwerkstatt Oberlinger aus Windesheim bei Bad Kreuznach gebaut worden war. Es wurde im Jahre 1994 durch eine neue Orgel des Orgelbauers Kurt Lifart aus Kriens in der Schweiz ersetzt. Das alte, im Jahre 1961 gebraucht gekaufte Instrument, fand nach fachmännischer Überholung in der Filialkirche Mariahütte (Gemeinde Nonnweiler/Saarland) (1957 erbaut auf ehemaligem Werksgelände) einen neuen Standort.

Die unspielbar gewordene Orgel in der Züscher Kirche wurde 2002 durch ein Kleinod ersetzt. Nach den Plänen des jungen Orgelbauers Matthias Wagner aus Essen baute der einheimische Schreiner Erwin Kreuzer den Orgelprospekt. Matthias Wagner installierte eine spanische Orgel, die erste Ihrer Art in Deutschland. Markantestes optisches Merkmal sind die waagerecht aus dem Orgelprospekt in das Kirchenschiff hineinragenden Orgelpfeifen, die "Spanischen Trompeten".

Nachdem Pfarrer Rettig 1991 in den verdienten Ruhestand gegangen war, folgte ihm in Hermeskeil Pfarrer Christoph Pistorius. Er erreichte in zähen Verhandlungen mit der Kirchenleitung in Düsseldorf, dass die beiden selbstständigen Kirchengemeinden Hermeskeil und Züsch 1998 zur Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch vereinigt wurden. Nur so genehmigte Düsseldorf die zweite volle Pfarrstelle. In die Pfarrstelle in Hermeskeil wurde nach dem Weggang von Pfarrer Pistorius Pfarrerin Heike Diederich gewählt, die gleichzeitig auch das Amt der Standortpfarrerin ausübt. In der Pfarrstelle in Züsch versieht heute Pfarrer Peter Sorg seinen Dienst.

Die Kirchengemeinde Hermeskeil-Züsch ist eine Diaspora-Gemeinde. Sie umfasst die Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell und Nonnweiler mit insgesamt 45 Ortschaften.

[zurück]