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Ev. Kirche Wirschweiler

Mitten im Dorf gelegen, lädt die Kirche zum Nähertreten ein. Wer in die Kirche hineingeht, und sich umschaut, staunt über die drei Ausstellungstücke hinter dem Altar: Ein eisernes Kirchtumkreuz, einen Glockenklöppel und ein gußeisernes Grabkreuz aus dem Jahre 1859. Die Kirche, die inmitten eines ehemaligen Kirchhofes steht, wird schon im 15. Jahrhundert als Pfarrkirche erwähnt.

 

Nach Einführung der Reformation in der hinteren Grafschaft Sponheim werden auch in Wirschweiler nach der Kirchenvisitaion 1567 die Nebenaltäre weggeschafft. Der Taufstein ist erhalten geblieben, weil man ihn mit einer Platte abdeckte und als Altartisch benutzte. Das Langhaus der heutigen Kirche entstand nach Renovierungsarbeiten 1711. Der mit dem Schiff durch eine rundbogige Öffnung verbundene Turm stammt aus dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts.

 

Geschichte: Wirschweiler und Allenbach

Da die Pfarrei Wirschweiler den Pfarrort Sensweiler mit seinen Filialen geographisch umfasste, nimmt man auch Kontakte an. In der Zeit kurz vor Einführung der Reformation wurde Wirschweiler von dem Pfarrer in Allenbach mitbetreut, wie aus einem Bericht über Streit um die Zehntabgaben der Wirschweilerer Gemeinde aus dem Jahre 1550 hervorgeht. 1557 wurde in den zur hinteren Grafschaft Sponheim gehörenden Gemeinden die Reformation eingeführt.

 

1555 gab es in Wirschweiler einen eigenen Pfarrer, der zum evangelischen Glauben übertrat. Im 30-jährigen Krieg starben durch Plünderungen und Pest so viele Menschen, dass die beiden Pfarreien wieder vereint wurden. Nach dem Tod des Allenbacher Pfarrers Musculus übernahm dessen Sohn 1632 beide Pfarreien. Allenbach und Wirschweiler bleiben bis 1753 zusammen mit dem Pfarrsitz in Wirschweiler. Nach dem Tode des Pfarrers verlangte Allenbach einen eigenen Pfarrer und bekam ihn auch. 1820 kamen die Gemeinden wieder zusammen. Das Filial Bruchweiler wurde dabei abgetrennt und der Pfarrei Sensweiler zugeteilt.

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