Verein für Integration feiert buntes Fest zum Jubiläum: 10 Jahre „Palaver“ in Waldrach

  • 2.11.2026
  • Pressestelle Bistum Trier / Öffentlichkeitsarbeit EKKT

Waldrach – Seit zehn Jahren bringt das Begegnungszentrum PALAVER Menschen zusammen. Mit einer Jubiläumsfeier blickte der Verein auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Integrations- und Begegnungsarbeit im Ruwertal zurück.

Das Begegnungszentrum „PALAVER“ im Ruwertal hat Ende Oktober seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Gegründet auf dem Höhepunkt der Flüchtlingszuwanderung Mitte der 2010er Jahre bietet der Verein Hilfe für Menschen, die im Ruwertal bei Trier neu ankommen, etwa Sprachunterricht, Beratung, Kleider- und Sachspenden. Darüber hinaus ist das Zentrum in Waldrach ein Ort der Begegnung für alle und wird von Zugezogenen wie auch von Einheimischen genutzt. Unter dem Motto „Begegnung + mehr“ hat der Verein zu seinem Geburtstag auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Integrationsarbeit zurückgeschaut und mit rund 100 Gästen im Rathaussaal in Waldrach gefeiert. Das Programm umfasste viel Musik, ein von Filmemacher Karsten Müller erstellter Film, gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Hermeskeil-Ruwer im Rahmen von „Demokratie leben“, sowie Grußworte und Gratulationen von Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Hoffmann, der Kreisbeigeordneten Kathrin Schlöder, Klaus Bauer vom Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang und Pfarrer Klaus Stankowitz von der Pfarrei Ruwertal St. Christophorus.

„Palaver“ bedeutet in der Trierer Region nicht immer etwas Gutes, wird der Begriff doch gemeinhin mit Ärger, Streit oder Lärm in Verbindung gebracht. Der Verein PALAVER e.V. hat seinen Namen allerdings aus einem anderen Grund gewählt, wie die Organisatoren verraten: In verschiedenen afrikanischen Kulturen steht Palaver für eine Versammlung zum Verhandeln vor wichtigen Entscheidungen. In diesem Sinne wirbt der Verein mit dem Slogan „PALAVER – Begegnung und mehr!“ Mit dem „Café Welcome“, Patenschaften, Sprachunterricht und Alltagshilfen wurde von Anfang an in einem Netzwerk aus Kommune, evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und Hilfswerken intensiv zusammengearbeitet. Im Oktober 2016 bot sich die Möglichkeit, für Beratungsgespräche und Veranstaltungen ein leerstehendes Ladenlokal in Waldrach als Begegnungszentrum anzumieten. Für die Trägerschaft wurde der Verein PALAVER e.V. gegründet, der sich bis heute als ökumenisch-kommunales Kooperationsprojekt betrachtet. „Vor zehn Jahren hätten wir gar nicht gedacht, dass es den Verein so lange geben wird“, gesteht Vereinsvorsitzende Jutta Raab. Besonders froh sei man, dass der Verein die Coronazeit überstanden habe, als die Räumlichkeiten phasenweise komplett geschlossen werden mussten.

Im Laufe der Jahre sei der Zuzug von Asylsuchenden zwar zurückgegangen, der Bedarf an Deutschunterricht habe aber nicht nachgelassen. Mittlerweile machen auch Menschen, die ohne Fluchthintergrund in der Verbandsgemeinde angekommen sind, von dem Angebot Gebrauch. Dafür stehen rund 30 ehrenamtlich engagierte Personen bereit. Im Laufe der Zeit ist ein gut bestücktes Mitnahmeregal mit Kleidung, Haushaltsgegenständen und Büchern aufgebaut worden, das auch von der einheimischen Bevölkerung genutzt wird. Dem Verein ist wichtig, dass das Begegnungszentrum für alle Menschen offensteht, neu Angekommenen und schon länger hier Wohnenden. Ein schönes Beispiel für das entstandene Miteinander sei der Internationale Frauentreff, bei dem einmal im Monat eine bunte Gruppe aus Einheimischen und Migrantinnen zum gemeinsamen Essen und zum Austausch zusammenkommt.

Text: Red./Bischöfliche Pressestelle Trier
Bilder: Karsten Müller

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