Architekt Philipp Mahler wird neuer Landeskirchenbaudirektor

  • Nr. 50/2026
  • 17.07.2026

Düsseldorf. Philipp Mahler wird neuer Landeskirchenbaudirektor der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der 49-jährige Architekt tritt am 1. Oktober 2026 seinen Dienst als Leitender Dezernent des Dezernats 5.2 Bauen und Liegenschaften im Landeskirchenamt an. Seine Vorgängerin Gudrun Gotthardt wird Ende September in den Ruhestand verabschiedet.

„Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und die damit verbundenen Herausforderungen: die Weiterentwicklung des großen Gebäudebestands, insbesondere eine klimagerechte Sanierung, und der Erhalt des baukulturellen Erbes“, sagt Mahler. „Und ich freue mich darauf, den Herausforderungen in gemeinsamer Arbeit mit den Kollegen und Kolleginnen der Landeskirche sowie den vielen Aktiven in den Kirchengemeinden vor Ort zu begegnen.“ Philipp Mahler hat Architektur an der RWTH Aachen und der Universidad Politécnica Valencia in Spanien studiert sowie ein Masterstudium Bauphysik an der Universität Stuttgart abgeschlossen. Seine berufliche Laufbahn hat er als Entwurfsarchitekt in Aachen begonnen, danach hat er vier Jahre lang in einem Architekturbüro in Peking gearbeitet. Darauf folgten verschiedene Tätigkeiten in Wuppertal, Mülheim an der Ruhr und Düsseldorf. Von 2019 bis 2023 war er Projektleiter für große Projekte im Amt für Schule und Bildung der Stadt Düsseldorf und in dieser Funktion für den Neubau des Städtischen Gymnasiums Heinzelmännchenweg verantwortlich. Seit 2023 war er Sachgebietsleiter der „Schulbauoffensive 2“ mit Verantwortung für bis zu zehn große Schulbauprojekte. Philipp Mahler lebt mit seiner Familie in Düsseldorf.

Vorgängerin Gudrun Gotthardt war 25 Jahre Baudezernentin

Mahlers Vorgängerin Gudrun Gotthardt wird nach 25 Jahren als Baudezernentin Ende September in den Ruhestand wechseln. Im November 2001 hatte die Architektin zunächst als stellvertretende Leiterin des damaligen Bauamts im Landeskirchenamt ihren Dienst aufgenommen, 2006 wurde sie zur Leiterin, nach der Neustrukturierung des Landeskirchenamts 2009 dann zur Baudezernentin berufen. „Ich hatte eine der schönsten Aufgaben, die man sich als Architektin wünschen kann. Es hat mir große Freude bereitet, die Gemeinden bei ihren spannenden Projekten zu unterstützen und den landeskirchlichen Gebäudebestand zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, blickt die derzeitige Landeskirchenbaudirektorin auf ihre langjährige Tätigkeit für die rheinische Kirche zurück. „Wenn ich mir zum Beispiel die Ergebnisse unserer Architekturpreisverleihungen der vergangenen Jahre anschaue, bin ich immer wieder beeindruckt, wie viel Gutes trotz des notwendigen Rückbaus entstehen konnte.“

 

Stichwort: Bauberatung

Der Gebäudesektor der Evangelischen Kirche im Rheinland umfasst etwa 5500 Predigtstätten und Gebäude, davon stehen zahlreiche unter Denkmalschutz. Die Bauberatung der Evangelischen Kirche im Rheinland berät, wie mit kleiner werdenden Ressourcen kirchliche Bauvorhaben, Umbauten oder Instandsetzungen zukunftssicher und energetisch sinnvoll geplant werden können. Landeskirchliche Sachverständige unterstützen bei Fragen zu Orgeln und Glocken.

  • Christina Schramm
  • EKiR/ PicturePeople