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Quintett im Einklang: Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände wechselte nun der Vorsitz

Kreis. Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege - die LIGA - eint im Rhein-Hunsrück-Kreis fünf Träger: Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Diakonisches Werk und den Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem im Kreisgebiet unter anderem die Lebenshilfe angehört. In der jüngsten Sitzung der LIGA wechselte turnusgemäß deren Vorsitz: Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel übergab den "Staffelstab" an Carsten Stumpenhorst.

Der Geschäftsführer des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirchenkreise Trier und Simmern-Trarbach gGmbH wird nun für zwei Jahr die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände anführen.

Victoria Müller-Ensel nutzte die Gelegenheit, ihren Kollegen - zu denen der AWO-Vorsitzende Klaus Gewehr, Martin Maser als DRK-Kreisgeschäftsführer sowie der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Gerd Martin, zählen - für die konstruktive Zusammenarbeit zu danken. In den Sitzungen habe man vielfach zu gemeinsamen sozialpolitischen Themen Positionen gefunden und diese dann "mit einer Stimme" vertreten.

Carsten Stumpenhorst lässt keinen Zweifel daran, dass dies auch künftig so sein wird: "Wir möchten uns als LIGA weiterhin dafür einsetzen, die soziale Infrastruktur im Rhein-Hunsrück-Kreis zu erhalten und Antworten auf soziale Herausforderungen zu geben", führt der Geschäftsführer des evangelischen Wohlfahrtsverbandes aus. "Es ist wichtig, dass unterstützungsbedürftige Menschen auch im ländlichen Raum weiter Hilfe in schwierigen Lebens- und Problemlagen finden." Dabei setze man auf den Dialog mit der Kreisverwaltung und mit Landrat Dr. Marlon Bröhr, wie der neue LIGA-Vorsitzende betont.

Außerdem möchte die LIGA ihre Rolle als Impulsgeber und Sozialanwalt wahrnehmen: "Die Tendenz, das Subsidiaritätsprinzip - ein gesetzlich verankerter Grundsatz, der die Unabhängigkeit und damit die Vielfalt freier Träger in der Wohlfahrtspflege sichert - zu hinterfragen und die Sozialwirtschaft zu ökonomisieren, wird den von uns betreuten Menschen nicht gerecht", so Stumpenhorst. "Zu dieser Thematik werden wir, wie schon in der Vergangenheit, den offenen und wenn notwendig auch kritischen Austausch mit den Entscheidungsträgern suchen - alles vor dem Hintergrund, miteinander einen respektvollen Umgang zu pflegen."