ブランドコピー スーパーコピーブランド スーパーコピー偽物 スーパーコピー スーパーコピー代引き ブランドコピー代引き スーパーコピーN級品 ブランドコピー激安通販店 スーパーコピー販売店 Evangelische Kirchengemeinde Schauren-Kempfeld-Bruchweiler: Ein wichtiges Signal gegenüber der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung – Kreissynode beschließt Unterstützung der Flüchtlingsarbeit

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Ein wichtiges Signal gegenüber der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung – Kreissynode beschließt Unterstützung der Flüchtlingsarbeit

Schweich / Trier – Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier hat auf ihrer Herbsttagung am Samstag, 8. November 2013, in Schweich die finanzielle Unterstützung von kirchlicher und diakonischer Flüchtlingsarbeit für zwei Jahre beschlossen. Der Kirchenkreis stellt aus eigenen Mitteln jeweils bis zu 80.000 Euro in den Jahren 2015 und 2016 für pastorale und diakonische Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis zur Verfügung. Wie genau diese Unterstützung inhaltlich und organisatorisch aussehen kann, wird der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Trier nun in enger Abstimmung mit dem Diakonischen Werk konzeptionell erarbeiten.

Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier tagte am 8. November 2014 im DBG in Schweich

Dr. Jörg Weber, Superintendent des Kirchenkreises, hielt seinen Jahresbericht

Eröffnet wurde die Synode mit einem Abendmahlsgottesdienst im Evangelischen Gemeindezentrum in Schweich - Pfarrer Reinhard Müller aus Trier hielt die Predigt

Dr. Jörg Weber, der Superintendent des Kirchenkreises, hatte sich des Themas zunächst in seinem Jahresbericht angenommen: „Die letzten Wochen haben vor allem öffentlich noch einmal deutlich gemacht, welch große Herausforderung der erhebliche Flüchtlingsstrom in diesem Jahr für uns ist.“ Es sei gut zu wissen, dass das Diakonisches Werk der Evangelischen Kirchenkreise Trier und Simmern-Trarbach „nicht nur seit 20 Jahren in der ökumenischen Flüchtlingsberatung tätig ist, sondern auch aktuell eine Menge in der schwierigen Situation tut“, so Weber weiter. Zudem verwies er auf den Aufruf des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, der Kirchenkreise und Kirchengemeinde vor wenige Wochen aufgefordert hatte, sich des Themas verstärkt anzunehmen: „Ich will dies auch an dieser Stelle gerne tun und der Synode vorschlagen, Mittel aus dem Budget des Kirchenkreises aus den Haushalten 2015 und 2016 für pastoral-seelsorgerliche und diakonische Arbeit im Kirchenkreis für Flüchtlinge einzusetzen“, brachte Weber das Thema in die Kreissynode ein.

In der Kombination von kirchlicher und diakonischer Arbeit solle die Unterstützung auch und insbesondere in die Gemeinden gelangen, erläuterte Weber weiter. Gemeinden sollten unterstützt und beraten, eine Weitervermittlung an die Fachberatung des Diakonischen Werkes möglich gemacht werden, beschrieb Weber erste Rahmenideen der beschlossenen Unterstützung.
 
Carsten Stumpenhorst, der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, würdigte die Entscheidung als wichtiges Signal: „Ich freue mich, dass der Kirchenkreis Mittel für solch eine wichtige Arbeit zur Verfügung stellt. Die Zugangszahlen steigen bekanntermaßen, was uns vor eine große Herausforderung stellt. Die Menschen sind auf der Flucht aus ihren Herkunftsländern, wo sie vor Krieg, Unterdrückung, Vertreibung und Folter fliehen und benötigen in Deutschland neben Schutz durch das Asylrecht auch dringend eine psychosoziale Begleitung und Betreuung. Darüber hinaus sind die Kirchengemeinden auch in Hinblick auf ihr ehrenamtliches Potential natürlich wichtig in der Zusammenarbeit, insofern ist eine Verknüpfung von pastoralem Dienst und Fachberatung über das Diakonische Werk eine weitgreifende Lösung. Ich halte das für ein wichtiges Signal auch gegenüber der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung, als Teil der evangelischen Kirche stellt sich der Kirchenkreis dieser Verantwortung. Dies sollte auch ein Anknüpfungspunkt sein, gemeinsam mit den Kommunen und dem Land weiter nach humanen und tragfähigen Lösungen zu suchen.“
 
Drängende Fragen der Gesellschaft – Debatte um Sterbehilfe
Superintendent Weber ging in seinem Bericht auch auf die aktuelle Debatte zur Sterbehilfe ein. Denn nicht nur die Umfragen, die es dazu ebenso seit Monaten gäbe und die durch die Medien immer wieder angeführt würden, legten nahe, „dass dies für unsere Gesellschaft drängende Fragen sind“, so Weber. Dabei gehe es jedoch nicht um „die Frage, ob das Verbot der Tötung auf Verlangen fallen soll“, so der leitende Theologe des Kirchenkreises. Debattiert werde seiner Wahrnehmung nach vielmehr noch Folgendes: „Soll es Ärzten zukünftig rechtlich erlaubt sein, im Falle des Wunsches eines medizinisch eindeutig diagnostizierten Todkranken Beihilfe zum Tod zu leisten? Es geht also im Kern präzise gesagt um Beihilfe zum Suizid.“

Tötung auf Verlangen sowie die Legalisierung von kommerzieller Sterbehilfe seien aus christlicher Sicht indes ethisch nicht vertretbar, fasste Weber die aktuelle Position der evangelischen Kirche noch einmal zusammen. Die EKD habe aber 2008 eine rechtliche Regelung der assistierten Beihilfe durch Ärzte abgelehnt, „also gewisse Situationen der Gewissensentscheidung und der Moral überlassen, ohne sie in Gesetzestexte einfließen zu lassen“, so Weber weiter. Diese Position der Evangelischen Kirche sei deutlich und klar akzentuiert. Sie wehre sich gegen kommerzialisierte Sterbehilfe: „Sie plädiert an allen Stellen für den Ausbau von Palliativmedizin, den Einsatz von Hospizen und der menschenwürdigen Sterbebegleitung. Sie lässt aber auch einen engen moralischen Spielraum bei Gewissensentscheidungen offen.“
 
Weber betonte außerdem, diese drängende Frage ernst zu nehmen, da sie „ uns überall in unseren Gemeinden vor Ort, in unseren Familien- und Freundeskreisen berühren kann.“ Es sei wichtig, als evangelische Christen der Fragestellung mit offenen Ohren zu begegnen. Aufgabe der Kirche sei es, an den Stellen, an denen es machbar sei, „mit den Menschen, die von dieser Frage betroffen sind, in ein offenes Gespräch zu kommen und die gute Botschaft vom Gott des Lebens auf verständliche Weise zur Sprache zu bringen“, so Weber weiter. „Jenseits der notwendigen Debatte im Bundestag brauchen wir dieses theologische Ringen, das Gespräch und vor allem die Begleitung Betroffener. Kirche ist dazu da, Menschen in dieser Situation zu begleiten. Gott lässt niemanden alleine, auch nicht im Tod. Davon auf unsere Weise zu reden und danach zu handeln steht uns als Kirche vor allem zu.“
 
Reformationsfest 2017
Einen weiteren Schwerpunkt legte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier auf das Reformationsfest 2017. Weber begrüßte zunächst die in diesem Jahr erfolgte öffentliche Diskussion zum Ereignis des Jahres 2017. Die Kreissynode hatte bereits im Frühjahr zu dem Thema inhaltlich gearbeitet, eine zentrale Steuerungsgruppe des Kirchenkreises ist beauftragt, die weitere Umsetzung zu gestalten. Superintendent Weber fasste den jetzigen Stand der Überlegungen zusammen: „Das Reformationsfest wird ökumenisch begangen. Insofern ist es ein Christusfest.“ Dies geschehe vor allem auch in Anknüpfung an die positiven Erfahrungen der Christuswallfahrt 2012 in Trier, so Weber. „Zum Fest gehört aber auch, dass wir als Evangelische Kirche dazu einladen und einladend sind. Insofern muss den Eingeladenen klar werden, warum sie eingeladen sind.“ Die Einsichten der Reformation müssten für die Eingeladenen aktualisiert und verständlich zur Sprache kommen: „Insofern müssen das Fest und sein Anliegen auf den Boulevard gebracht werden“, betonte Weber. Dabei gelte es, nicht nur Martin Luther, sondern auch andere Reformatoren in den Blick zu nehmen – insofern wird ein Reformationsfest gefeiert, und kein Lutherjubiläum, so der Theologe.
 
Entsprechend machte Weber es sich dann auch zur Aufgabe, eine der zentrale Einsichten reformatorischer Theologie in die Gegenwart zu übersetzen – die Erkenntnis des „sola gratia“ und sola fide“. „Die reformatorische Entdeckung ist doch die: Ich bin aus der Gnade Gottes heraus befreit. Ich bin mit Glauben beschenkt, ohne dass ich selbst etwas dazu getan hätte. Dieses von Gott geschenkte Leben erfahre ich als erneuernd und heilsam.“
Zu fragen sei, was dies für die Menschen des 21. Jahrhunderts in ihren Kontext heute hieße: „Unsere Gesellschaft ist eine Leistungsgesellschaft. Ich bin mir im Klaren darüber, dass es natürlich nicht ohne Leistung und Arbeit geht. Das kann und soll mich ja auch erfüllen und Freude machen. Und mir ist klar, dass natürlich auch in unserer Kirche Leistung notwendig ist. Die Frage ist aber, ob ich mich und andere über die erbrachte Leistung und am Ende über immer neue Leistungssteigerungen definiere. Ob die Summe meiner Leistungen mich als Mensch ausmacht?“, erläuterter Weber den aktuellen Bezug. Die reformatorische Einsicht mache hingegen deutlich, „dass dies bei Gott so nicht gilt. Dass ich keine Leistung erbringen muss, um das Gute, das Gott mir zukommen lässt, erfahren zu dürfen. Dass ich keiner Leistung bedarf, um im Frieden mit Gott zu leben, um an ihn zu glauben. Alles ist reines Geschenk, ohne Vor-Leistung, gratis eben.“ Es gelte, öffentlich darüber zu sprechen, was das ganz konkret für jeden persönlich heiße.

(=> Der Jahresbericht des Superintendenten Dr. Jörg Weber im Wortlaut)

Haushalt und Erwerb und Sanierung Verwaltungsfachgebäudes Engelstraße 13a
Die Kreissynode, das „Parlament“ des Evangelischen Kirchenkreises Trier, verabschiedete auf ihrer Herbsttagung auch den Haushalt für 2015 mit einem Volumen von rund 1,7 Millionen Euro für kreiskirchliche Aufgaben.
 
Zudem beschlossen die Synodalen den Erwerb, Sanierung und Umbau des Verwaltungsgebäudes in der Engelstraße 13a in Trier. Auslöser waren die nicht mehr ausreichenden Räumlichkeiten im Verwaltungsgebäude des Kirchenkreises. Die entstehenden Kosten in Höhe von 1,4 Mio. Euro für Erwerb und Umbau werden aus Eigenmitteln des Kirchenkreises aufgebracht.

Weitere Informationen: Der Evangelische Kirchenkreis Trier ist die Gemeinschaft der protestantischen Kirchengemeinden in den Regionen Mosel/Saar, Eifel und Hunsrück. Er gehört zur Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Die Kreissynode, das Parlament des Kirchenkreises, setzt sich aus rund 80 Abgeordneten der 20 Gemeinden sowie Vertretern der Arbeitsbereiche und Einrichtungen zusammen. Der rund 5.000 Quadratkilometer große Kirchenkreis ist der flächengrößte in der Rheinischen Landeskirche. Derzeit leben rund 56.500 evangelische Christen in dem Gebiet. Die Kreissynode tagt zweimal im Jahr. Sie entscheidet über die inhaltliche und finanzielle Arbeit des Kirchenkreises.
 
Kontakt:
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