ブランドコピー スーパーコピーブランド スーパーコピー偽物 スーパーコピー スーパーコピー代引き ブランドコピー代引き スーパーコピーN級品 ブランドコピー激安通販店 スーパーコピー販売店 Evangelische Kirchengemeinde Schauren-Kempfeld-Bruchweiler: Von Luther lernen – Kreissynode des Kirchenkreises Trier beschäftigte sich mit dem Reformationsjubiläum 2017

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Von Luther lernen – Kreissynode des Kirchenkreises Trier beschäftigte sich mit dem Reformationsjubiläum 2017

Schweich / Trier – Am Samstag, 14. Juni 2014, tagte die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier in Schweich. Im Mittelpunkt der Beratungen der rund 70 Synodalen stand das Reformationsjubiläum 2017. Kirchenrat Volker König, leitender Dezernent für Politik und Kommunikation der Evangelischen Kirche im Rheinland, sowie Dr. Nicole Kuropka, Kirchenhistorikerin aus Düsseldorf, führten mit ihren Vorträgen in das Thema ein, anschließend erarbeiteten die Synodalen Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise.

Von Luther lernen, aber nicht nur an Luther denken: Die beiden Referenten, Kirchenrat Volker König und Dr. Nicole Kuropka bei der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier in Schweich.

Volker König, im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland auch zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, warb in seinem Impulsvortrag darum, für die Vorbereitungen der Jubiläumsfeier von Luther zu lernen: „Wir wollen kein Lutherjahr feiern, trotzdem ist Martin Luther mit dem Reformationsjahr natürlich stark verbunden. Und es stellt sich die Frage: Welche PR-Strategie hatte Luther?“, so König. Die Botschaft habe die Person Luther durchdrungen, erläuterte König weiter, „und diese Person ist damit in die Öffentlichkeit gegangen und hat seinen Kopf dafür hingehalten. Die Botschaft ist für Martin Luther zum Schicksal geworden. Und hat über ihn eine Sprache gefunden“, betonte König in Anlehnung an das Lutherwort „dem Volk aufs Maul schauen“. Deshalb seien bei der Vorbereitung auf 2017 unter anderem folgende Fragen zu beachten: „Wen wollen wir erreichen? Und was haben wir zu bieten? Und nicht zuletzt: Wie sieht unser Bild von „Reformation“ eigentlich aus?“, so der rheinische Kirchenrat. Bei allen Überlegungen sei wichtig, dass „die Botschaft Lebensgestalt gewinnt, und damit auch greifbar, aber auch angreifbar wird“. Abschließend ging der Dezernent für Kommunikation in seinen Überlegungen noch einen Schritt weiter: „Eigentlich müssten wir auch über Transformation sprechen: Das bedeutet, nach vorne hin Gestalt gewinnen, ohne zu wissen, wie die Gestalt von Kirche morgen aussieht!“, so König.
 
Dr. Nicole Kuropka präsentierte den Synodalen einen kurzen Blick durch die reformatorische Kirchengeschichte und betonte ebenfalls: „Luther war von Anfang an nicht alleine unterwegs: Wer sich der Reformation erinnert, gedenkt nicht allein der Reformation Luthers“, so Kuropka.
„Warum aber sich erinnern?“, fragte die Kirchenhistorikern weiter. Der „Spaß an der Sache“ rechtfertige noch lange nicht, ein Reformationsjubiläum zu feiern. „Wir haben einige brisante Baustellen in unserer rheinischen Kirche. Warum sich also erinnern? Eins ist dabei ganz sicher: Wer sich in der Kirchengeschichte vergräbt, um vor den heutigen Herausforderungen zu fliehen, der macht sich schuldig. Wer sich aber bewusst der Vergangenheit stellt, und nicht der Verantwortung flieht, dem stellt die Vergangenheit Schätze bereit: Die eigenen Wurzeln kennenzulernen, in einem Erinnern, das uns Kraft gibt für die Herausforderungen der Gegenwart,“ betonte Kuropka. „Nicht nur wir leiden unter Zukunftsängsten um unsere Kirche. Das war aber auch früher nicht anders – die Menschen haben darauf vertraut, dass Gott sich seiner Kirche zuwendet.“ Diese Geborgenheit in der Geschichte, die nicht erst heute beginnt, das sei ein Grund für die Feier des Reformationsjubiläums, so Kuropka abschließend.
 
In Arbeitsgruppen diskutierte die Synode über die Impulsreferate. Dabei gingen die Abgeordneten der Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises auch der Frage nach, wie 500 Jahre Reformation im Jahr 2017 in den Gemeinden und Regionen des Kirchenkreises gefeiert werden kann. Eine ökumenisch geprägte Ausrichtung der Feierlichkeiten war für die Synodalen dabei eine Selbstverständlichkeit. Viele sprachen sich für einen zentralen Gottesdienst und weitere Veranstaltungen aus. Konkrete Vorhaben werden aber erst in der nächsten Zeit geplant. Superintendent Dr. Jörg Weber zog ein positives Fazit: „Die Beratungen in den Arbeitsgruppen haben gezeigt, dass sowohl der Wunsch nach einer zentralen Veranstaltung als auch die ökumenische Dimension für den Kirchenkreis Trier fester Bestandteil des Reformationsfestes im Jahr 2017 sind. Das freut mich sehr.“ Weber würdigte auch den Wunsch nach Veranstaltungen in den fünf Regionen des Kirchenkreises. „Für mich ist deutlich, dass wir 2017 ökumenische und gesellschaftliche Dimensionen der Reformation für unsere aktuelle Situation in Kirche und Gesellschaft neu erschließen müssen“, erläuterte Weber am Rande der Kreissynode. Die Ergebnisse der Beratungen finde er sehr gut, sie würden nun vom Kreissynodalvorstand noch einmal ausführlich ausgewertet und mit dem weiteren Vorgehen auf der Herbstsynode präsentiert werden.
 
Professor Dr. Andreas Mühling, ebenfalls Kirchenhistoriker und Mitglied der kreiskirchlichen Steuerungsgruppe zum Reformationsjubiläum, zeigte sich ebenfalls erfreut: „Das durchaus sperrige Thema Reformationsjubiläum wurde sehr konstruktiv diskutiert, dabei klar fokussiert auf die Frage, was bedeutet das für unseren Kirchenkreis und unsere Gemeinden. Historisch gesehen ist Trier nämlich ein sehr interessanter Kirchenkreis mit vielen unterschiedlichen konfessionellen Prägungen. Und zu schauen, wie wir unter den Bedingungen einer säkularen Gesellschaft solche Pluralität auch in Blick auf das Reformationsjubiläum leben und gestalten können – das ist die Herausforderung, der wir uns gerne stellen!“ Dabei gehe es bei der Beschäftigung mit dem Reformationsjubiläum immer um ganz aktuelle Bezüge: „Kirchengeschichte ermöglichst uns erst den Dialog: Wie sollen wir uns mit anderen Konfessionen und Religionen austauschen können, wenn wir unsere eigene Herkunft nicht kennen?“, so Mühling weiter.
 
Darüber hinaus hat die Kreissynode auf ihrer Frühjahrstagung die Entlastung der Jahresabschlüsse 2011 sowie 2012 erteilt und sich mit Nachwahlen in verschiedene Ausschüsse beschäftig. Und auch eine Personalie gab es zu verzeichnen: Im Abendmahlsgottesdienst, der die Kreissynode im evangelischen Gemeindezentrum in Schweich eröffnete, wurde Pastor Michael Lütkemeier durch Superintendent Weber offiziell eingeführt. Lütkemeier arbeitet seit dem 1. April 2014 als Pastor im Angestelltenverhältnis im Evangelischen Kirchenkreis Trier und ist zuständig für Entlastungsdienste und Vertretungen.
 
Weitere Informationen: Der Evangelische Kirchenkreis Trier ist die Gemeinschaft der protestantischen Kirchengemeinden in den Regionen Mosel/Saar, Eifel und Hunsrück. Er gehört zur Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Kreissynode, das Parlament des Kirchenkreises, setzt sich aus rund 80 Abgeordneten der 20 Gemeinden sowie Vertretern der Arbeitsbereiche und Einrichtungen zusammen. Der rund 5.000 Quadratkilometer große Kirchenkreis ist der flächengrößte in der Rheinischen Landeskirche. Derzeit leben etwa 57.000 evangelische Christen in dem Gebiet. Die Kreissynode tagt zweimal im Jahr. Sie entscheidet über die inhaltliche und finanzielle Arbeit des Kirchenkreises.