ブランドコピー スーパーコピーブランド スーパーコピー偽物 スーパーコピー スーパーコピー代引き ブランドコピー代引き スーパーコピーN級品 ブランドコピー激安通販店 スーパーコピー販売店 Evangelische Kirchengemeinde Schauren-Kempfeld-Bruchweiler: Ökumene der Umkehr ist möglich – Buß- und Bettag: Neuer rheinischer Präses predigt im Trierer Dom

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Ökumene der Umkehr ist möglich – Buß- und Bettag: Neuer rheinischer Präses predigt im Trierer Dom

Trier – Eine Ökumene der Umkehr ist möglich. Das hat Präses Manfred Rekowski beim Ökumenischen Gottesdienst zum Buß- und Bettag im Trierer Dom am 20. November unterstrichen. „Ein ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag ist eine Gelegenheit innezuhalten. Für den Einzelnen, aber auch für uns als Kirchen. Wir tragen Verantwortung für die Geschichte unserer Kirchen. Wir können nichts ungeschehen machen“, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland im Gottesdienst, den er gemeinsam mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann leitete: „Aber wir können mit Bedacht das Gebet beten, das Jesus uns gelehrt hat und in dem es heißt: Vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern. Die Bereitschaft zu vergeben ist das eine. Um Vergebung zu bitten – Gott und die Menschen – ist das andere.“

Fotos: Judith Rupp/Bischöfliche Pressestelle Trier

Der Buß- und Bettag erinnere daran, dass Umkehr möglich sei, sagte Rekowski „Wenn ich es mit Gott zu tun habe, der mein Gebet nicht verwirft, dann darf ich vor Gott so sein wie ich bin: so unsicher, so besorgt und ängstlich, so verletzlich, so müde, so mutlos.“ Im Gebet vor Gott müsse der Mensch sich nicht für gut verkaufen, sagte Rekowski. Weil Gott dem Menschen gütig begegne, könne man auch auf das sehen, was falsch und schwierig im eigenen Leben ist. Was für den einzelnen Menschen gelte, gelte aber auch für die Kirchen:  „Egal, was zu unserer Kirchengeschichte gehört, Gott wendet seine Güte nicht ab. Bei all dem, was wir aus gutem Grund in unseren Kirchen zu feiern haben (II. Vatikanum, Reformation), gilt doch auch für die Geschichte unserer Kirchen: Sie ist ja keine Geschichte, von der wir ohne jede Einschränkung sagen könnten: ,Und siehe, sie ist sehr gut’.“ Deswegen, das machte der rheinische Präses deutlich, könne er als Protestant mit Blick auf seine Kirche auch genau hinsehen: „Was hat die protestantische Kirche anderen Konfessionen abgesprochen? Wie haben wir das konfessionelle Eigeninteresse an die erste Stelle gesetzt? Wo haben wir die Rechte und die Würde von Christinnen und Christen anderer Konfession verletzt? Wie lange hat es auch in der evangelischen Kirche gebraucht, die das Priestertum aller Gläubigen vertritt, bis Frauen Pfarrerinnen werden konnten?“ Wer so auf sich selbst schaue und diese Selbsterkenntnis im Gebet vor Gott bringe, habe die Chance auf Veränderung, machte Manfred Rekowski deutlich: „Wer betet, gibt nicht auf. Wer betet, überlässt diese Welt nicht sich selbst. Wer betet, erwartet viel von Gott. Wer betet, hofft auf Veränderung und vertraut darauf, dass Umkehr möglich ist. In diesem Sinne ist auch eine Ökumene der Umkehr möglich.“
 
In seiner Begrüßung hatte Bischof Ackermann vom Treffen der leitenden Geistlichen in Rheinland-Pfalz am Tag zuvor berichtet, bei dem die „Situation, in der wir stehen, ausgelöst durch die Krise im Bistum Limburg“ thematisiert worden sei. Auch die evangelischen Partner seien davon betroffen, hätten kritische Fragen auszuhalten und Kirchenaustritte hinzunehmen. Dies sei eine „eigenartige ökumenische Verbundenheit“, sagte Ackermann. Das Wort der „Schicksalsgemeinschaft“ sei gefallen, die Menschen würden nicht zwischen den Konfessionen unterscheiden. Diese „Ökumene unter schmerzlichen Vorzeichen“ zeige aber auf ihre Weise: „Wir gehören zusammen.“ Es stimme ihn dankbar, dass die evangelischen Geschwister den katholischen Christen nicht anklagend begegneten. „Es beschämt mich aber auch, wie evangelische Christen durch innerkatholisches Verhalten betroffen sind, und ich will diese Scham Ihnen gegenüber bekennen“, sagte Ackermann an den Präses gewandt. Es sei gut, dass das Leitwort des Gottesdienstes „Kinder Gottes durch den Glauben“ einen positiven Blick auf die gemeinsamen Wurzeln ermögliche. „Wir wollen auf diese Einheit schauen, darauf, Kinder Gottes zu sein.“ Dies sei Geschenk, Würde und Auftrag zugleich. Den Ökumenischen Gottesdienst an Buß- und Bettag feiern Bistum Trier und Evangelische Kirche im Rheinland seit Jahrzehnten gemeinsam. Musikalisch gestaltet wurde er in diesem Jahr vom Bach-Chor unter der Leitung von Kantor Martin Bambauer.

Bischöfliche Pressestelle Trier/Pressestelle EKiR/Öffentlichkeitsreferat EKKT