Discussion Forum https://ekkt.ekir.de/ Discussion forum feed en-US ℗ & © Your Organization Sat, 19 Oct 2019 13:24:00 +0200 TYPO3 v4 CMS Religion & Spirituality Eine Stunde Ruhe https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&amp;tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=576 <p class="bodytext"> Eine Stunde Ruhe. Ohne dringende Mails aus dem Büro. Ohne Kinder, die an Dir zerren. Ohne WhatsApp von Freunden, die sofort beantwortet werden müssen. Eine Stunde Ruhe. Ohne Hausarbeit, die nach Erledigung schreit. Ohne einen Ehepartner, der Ansprüche an Dich stellt. Ohne das Quietschen des täglichen Hamsterrades. Eine Stunde Ruhe. Einfach nur sitzen und hören und die Gedanken fließen lassen. Fast wie einatmen. Und ausatmen, wenn Du magst, ausatmen, singen und beten. Eine Stunde Ruhe. Hören von dem, der Dich unendlich liebt, der Dich gewollt hat und der Dich immer noch will. Eine Stunde Ruhe. Fragen nach dem Sinn des Lebens. Du in Deinem eigenen Mittelpunkt, aber nicht allein. Wenn Du willst, findest Du Gespräche und wenn Du schweigen willst, wundert sich keiner. Eine Stunde Ruhe. Kraft tanken für den Alltag und für die großen Aufgaben unserer Zeit. Eine Stunde Ruhe... ... bietet Dir Deine Kirche vor Ort am Sonntag. * Achtung: Nicht immer ist diese Art der Ruhe leise! (Zum Beispiel beim Familiengottesdienst, Gospelgottesdienst, Beatmesse etc.) Bitte beachten Sie das Programm vor Ort. </p> <p class="bodytext"><i>Pfarrerin Anna Peters, Konz </i></p> anna.peters@ekir.de (Anna Peters) Sat, 19 Oct 2019 13:24:00 +0200 https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=576 Eine Stunde Ruhe Wertvoll https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&amp;tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=575 <p class="bodytext">Sommerferien, war da was? Jetzt ist es September, der Urlaub ist gefühlt weit, weit weg. Und das Leben ist auf einmal wieder total stressig. 100 Nachrichten auf der Mailbox, Tausend Mails, Millionen WhatsApps. Und all die roten Zeichen auf dem Smartphone, die mir Ungelesenes signalisieren. Wir sind wichtig, soll das heißen. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Der Urlaub hat dazu geführt, dass sich die Arbeit gestapelt hat und jetzt über mich hereinbricht. Das ist kein guter Urlaubseffekt. Das geht nicht nur mir so. Auch manche Schülerinnen und Schüler versinken in Klassenarbeiten und Lernstress. So geht das oft zwischen den Sommerferien und den Herbstferien. Die einen sind schon nicht mehr im Gedächtnis, die anderen meilenweit weg. Und dann sind alle Anfragen am wichtigsten und jeder Gesprächspartner hat höchst dringende Anliegen. Wie soll das nur gehen? Wie soll ich das alles schaffen? Da wünsche ich mir eine ruhige Minute, spätestens am Abend, manchmal aber auch mittendrin. Und versuche, mir zu sagen: Jetzt mach mal halblang. Atme tief durch und gib dich nicht diesem ewigen Dauerstress hin. Der bringt doch nichts. Ich weiß, das ist oft leichter gesagt, als getan. Vor allem in den Momenten, in denen alles über mir hereinbricht. Dann erinnere ich mich daran, dass Leistung nicht alles ist im Leben. Weder bei mir noch bei anderen. Dass ich als Mensch auch ohne meine Leistung wichtig bin. Und wertvoll. Die Bibel macht das an vielen Stellen deutlich. Und sie sagt mir auch, dass ich nicht nach dem beurteilt werde, was ich geleistet habe oder nicht. Sondern einfach als Mensch wertvoll bin. Für andere und bei Gott. Daran glaube ich. Das heißt nicht, dass ich die Hände in den Schoß legen soll. Aber es hilft mir, manches besser einzuordnen. Und dann versuche ich, das Urlaubsgefühl in den Alltag hinüberzuretten. Und mich in den ruhigen Stunden an die schöne Urlaubszeit zu erinnern. Die erinnert mich daran, dass ich wertvoll bin, ohne etwas leisten zu müssen. So gönne ich mir öfter mal Urlaub im Kopf. Das wünsche ich auch allen anderen. <br /><br /><i>Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier </i></p> joerg.weber@ekkt.net (Dr. Jörg Weber) Sat, 14 Sep 2019 10:30:00 +0200 https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=575 Wertvoll Die Himmelsleiter https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&amp;tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=574 <p class="bodytext"><a name="_top"></a>Bin neulich mit drei Kumpels den Neckarsteig gewandert. In Heidelberg beginnt die Etappe mit der Himmelsleiter. 1335 Stufen aus Sandstein führen schnurgerade auf den Königstuhl herauf. 680 Meter, 270 Höhenmeter. Oben war ich dann bei guter Laune, aber unterdessen, muss ich sagen: ziemlich heftig. Was habe ich über den Himmel gelernt, frage ich mich? Offenbar ist der Weg steinig und schwer. Von dem Erzvater Jakob aus dem Alten Testament wird ebenfalls eine Geschichte mit einer Himmelsleiter erzählt. Jakob ist auf der Flucht. Vor seinem Bruder. Der will ihn totschlagen. Weil er ein Betrüger ist. Wegen der Geschichte mit der Linsensuppe. Jakob ist der Zwillingsbruder von Esau, nur ein paar Minuten jünger. Esau ist der Erstgeborene, ihm soll einmal alles gehören. Jakob schwatzt seinem Bruder das Erstgeburtsrecht ab für einen Teller Linsen, verkleidet sich als Esau und erhält von seinem blinden Vater auf dem Sterbebett den Segen. Jetzt ist Jakob also auf der Flucht. Er ist müde, die Wanderung war lang. Er legt sich schlafen, ein Stein unter seinem Kopf. Jakob träumt. Er sieht eine riesige Leiter, die von der Erde in den Himmel führt. Oben an der Leiter steht Gott. Der spricht zu Jakob: Ich will dich begleiten und behüten. Jakob wacht auf. Er ist beruhigt und baut Gott an der Stelle ein Steinmal. So weit, so gut. Rätselhaft in der Geschichte bleibt allein die Himmelsleiter, von der gesagt wird: Die Engel steigen an ihr herauf und herab. Warum, wird nicht erklärt. Die Himmelsleiter mit ihren 1335 Stufen auf dem Neckarsteig bringt mich auf eine Idee: Vielleicht steigen die Engel die Leiter herauf und herab, um die müden Wanderer auf ihrem Weg nach oben ein wenig zu stützen. Ich hätte jedenfalls neulich nichts dagegen einzuwenden gehabt - und auch sonst nicht, wenn's mal steinig und schwer ist. </p> <p class="bodytext"><i>Pfarrer Christoph Urban, Konz</i></p> christoph.urban@ekir.de (Dr. Christoph Urban) Sat, 24 Aug 2019 09:30:00 +0200 https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=574 Die Himmelsleiter Ferienende https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&amp;tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=573 <p class="bodytext">Die Sommerferien gehen zu Ende. Für die meisten war die schulfreie Zeit eine willkommene Unterbrechung des Alltags und Zeit für Erholung. Auf ein Neues, heißt es. Neue Erfahrungen machen z.B. die Kleinkinder, die jetzt in die Kita gehen. Der erste Schultag in der Grundschule wird von vielen Kindern aufgeregt herbeigesehnt, von anderen gefürchtet. Die neue Klasse wartet mit neuen Lehrerinnen und Lehrern und Lernstoff, oder die weiterführende Schule mit neuen Klassenkameradinnen und Kameraden, oft an einem anderen Ort. </p> <p class="bodytext">Der Beginn eines neuen Schuljahres fordert dazu heraus, sich auf Neues einzustellen. Andererseits bietet er die Chance, zu lernen und sich persönlich weiter zu entwickeln. Dabei gehören Chance und Risiko zusammen wie die beiden Seiten einer Medaille. </p> <p class="bodytext">In der Schule ist es gute Sitte, Ende und Anfang eines Schuljahres mit einem Gottesdienst zu würdigen. Ängste und Unsicherheiten, Hoffen und Bangen kommen zur Sprache. Die Schülerinnen und Schüler können sich ermutigt auf Neues einlassen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Gottes Segen zu, um den die Gemeinschaft bittet bzw. der den Teilnehmenden zugesprochen wird. In Erinnerung geblieben sind mir die Ernsthaftigkeit und Würde, mit der Kinder am Tag der Einschulung den Einzelsegen empfangen haben. </p> <p class="bodytext">Segen bedeutet für mich ganz allgemein: Alles Gute von Gott. Wer gesegnet an eine Aufgabe herangeht, tut dies gestärkt und ermutigt in dem Bewusstsein, dass Gott mitgeht. Darüber hinaus fördert er/sie das gute Miteinander in einer Gemeinschaft. Ein gesegneter Mensch strahlt eine Kraft aus, die ihm/ihr selbst und anderen gut tut. </p> <p class="bodytext">Pfarrerin Elke Füllmann-Ostertag, Börfink </p> christoph.urban@ekir.de (Dr. Christoph Urban) Sat, 10 Aug 2019 15:42:00 +0200 https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=573 Ferienende Pain is temporary - glory is forever https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&amp;tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=572 <p class="bodytext">“Pain is temporary - glory is forever.” Diesen Spruch habe ich auf dem T-Shirt von jemandem in meinem Fitness-Studio gesehen. So ein Schrank von Mann, der sich die meiste Zeit im Freihantelbereich aufhält und die wirklich schweren Gewichte stemmt. Ich selber traue mich ja gar nicht erst in diese Ecke, sondern mache –viel zu selten- meine Übungen an den Geräten um irgendwie rudimentär in Form zu bleiben. Sich aufzuraffen ins Fitness-Studio zu gehen ist jedes Mal ein Angang für mich. Ich sehe ein, dass es gut für mich ist, vielleicht sogar notwendig. Aber Freude macht mir das nicht. Ein bisschen „Pain“, Schmerz also, ist dabei. Für mich ist Pain zunächst die Überwindung, überhaupt hinzugehen. Für den Typen mit dem T-Shirt ist der Pain wohl das Gefühl, die eigenen Leistungsgrenzen zu testen, zu überschreiten und zu verschieben; der Schmerz der brennenden Muskeln, des pumpenden Atems, des rasenden Pulses. Doch dieser Schmerz ist zeitlich begrenzt. Glory - Ehre darf dafür erwartet werden. Wörter wie Ehre oder Ruhm fallen mir jetzt nicht ein, um meine Fitness-Studio-Erfahrung zu beschreiben. Aber doch: es ist ein gutes Gefühl, den inneren Schweinehund besiegt und trainiert zu haben. Das Gefühl, ein wenig fitter, ein wenig gesünder, ein wenig sportlicher zu sein, ist die Anstrengung wert. Für den Mann mit dem T-Shirt hat sein Muskeltraining offenbar noch eine größere Bedeutung. </p> <p class="bodytext">Mit meiner pastoralen Brille an, konnte ich nicht anders, als den Spruch auf dem T-Shirt auch theologisch zu lesen: Schmerz ist zeitweilig - Ehre ist ewig. Mir fällt dazu ein Vers aus dem Römerbrief des Paulus ein: „Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“ (Röm 8,18) Als Menschen, vielleicht als Christ oder Christin insbesondere, haben wir es nicht leicht in dieser Welt. Allerlei Schmerz und Leid begegnet uns und oft genug fragen wir uns, wie das mit einem liebenden Gott zusammen passt. Man kann die Hoffnung des Paulus als billigen Trost abtun; ich verstehe sie als große Verheißung: Das, was wir jetzt erdulden müssen, ist zeitlich begrenzt und letztlich unbedeutend gegenüber dem, was wir von Gott noch an Gutem erwarten dürfen. „Pain is temporary – glory is forever.“ Ja, Gottes Ehre gilt in Ewigkeit – und er hat Ehre für uns, die alles Leiden in den Hintergrund stellen wird.<br /><br />Pfarrer Matthias Ratz, Trier</p> ratz.trier@ekkt.de (Matthias Ratz) Sat, 27 Jul 2019 09:18:00 +0200 https://ekkt.ekir.de/{$siteURL}index.php?id=73&tx_wecdiscussion%5Bsingle%5D=572 Pain is temporary - glory is forever