Nachrichten

Wellcome unterstützt von Hochwasser betroffene Familien aus der Region Trier beim Schulstart

Trier - Was in vielen Familien so selbstverständlich ist, stellt für andere Familien eine Herausforderung dar: Die Ausstattung des eigenen Kindes mit einem Schulranzen oder den Büchern für die Schule sowie allem anderen, was zu einem gelungenen Schulanfang oder Start nach den Ferien gehört.

Bild: Diakonisches Werk / wellcome-Koordinatorin Gudrun Zimmermann

Bild: wellcome /Spendenfonds für Familien in Not

Die Flutkatastrophe hat hier die finanziellen Herausforderungen junger betroffener Familien verstärkt. Aus diesem Grund hat die wellcome Zentrale mit Sitz in Hamburg dank einer großzügigen Privatspende eine Art "Sonderhilfspaket" für hilfsbedürftige Familien eingerichtet.

Die wellcome-Koordinierungsstelle im Diakonischen Werk in Trier konnte bisher neun von Hochwasser betroffene Familien mit Schulkindern über diese Spende helfen.

So war es zum Beispiel bei einer Familie mit zwei Kindern aus Trier-Ehrang. Die 70 qm Keller und 70 qm Wohnfläche im Erdgeschoss wurden überflutet. "Das Wasser stand uns bis zum Bauchnabel", erklärte die Mutter. Der gesamte Hausrat, Mobiliar, Kleidung, Schuhe, Elektrogeräte, Küche, Computer, Kinderzimmer- Wohnzimmerinventar etc. mussten entsorgt werden.

Die älteste Tochter kam am 30. August in die 2. Klasse, die zweite Tochter wurde eingeschult.

Durch die wellcome Sonder-Zuwendung konnte die Familie einen Einschulungszuschuss bekommen. Zwei Schreibtische, zwei Stühle, Schulmaterial und zwei Schulranzen, insgesamt im Wert von rund 600,- Euro, wurden angeschafft.

Susanne Wigger von der wellcome-Zentrale in Hamburg hat mit der wellcome-Koordinatorin Gudrun Zimmermann dazu ein Interview geführt:

Frau Zimmermann, Sie sind wellcome-Koordinatorin in Trier. Was hat Sie an der Hochwasserkatastrophe am meisten erschüttert?

Nicht nur das Zuhause, das ganze Leben ist den Familien zum Teil weggeschwommen: vom Milchzahn der Kleinen über Bilder, Unterlagen und Bücher bis hin zur gesamten Einrichtung. Diese entsetzliche Ohnmacht und die Verzweiflung ist immer noch präsent und begegnet mir weiterhin im Kontakt mit den Familien.

Wie konnten Sie Familien mit dem Spendenfonds helfen?

Die Familien haben sich untereinander vernetzt und es hat sich rumgesprochen, dass der wellcome-Spendenfonds den Familien z.B. mit Schulbedarf weiterhilft. Ob Ersatz für Schulhefte, Etui und Schulranzen notwendig war oder ob der Schreibtisch fehlte, die Ausstattung für die Kinder war rechtzeitig vor Schulanfang da.

Was ist Ihre Rolle in dieser besonderen Situation?

Äußerlich sind viele Schäden mittlerweile behoben worden, Wohnorte scheinen aufgeräumt, doch öffnet man die Haustür, so wird die Not wieder sichtbar. Ich habe manche Familien emotional und psychisch stützen können und ihnen Zeit und Raum für ihre Sorgen und Nöte gegeben.

Es gibt aber auch positive Eindrücke: So haben Kinder mit ihrer kleinen Schubkarre beim Aufräumen tatkräftig mitgeholfen - und es tat ihnen gut und hat geholfen den Schrecken zu begreifen. Auch diese Bilder werden mich noch lange begleiten.

Wenn auch Sie Familien in Not unterstützen möchten können Sie das gerne unter folgendem Link tun:

https://www.wellcome-online.de/spendenfonds/

Wenn Ihre Familie aus der Region Trier von der Flutkatastropfe betroffen sind und Unterstützung benötigen wenden Sie sich bitte an:

Gudrun Zimmermann
Theobaldstraße 10
54292 Trier
Tel.:  0651 – 20 900 53
Mail: trier@wellcome-online.de


Bookmark and Share