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Die Zeit drängt - Ökumenische Andacht zum Weltklimastreik am 19. März 2021 im Trierer Dom

Trier – Im Rahmen einer Ökumenischen Andacht zum Weltklimastreik am Freitag, 19. März 2021, im Trierer Dom haben der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sowie der Generalvikar des Bistums Trier, Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe, „auf die wir uns als globale Gesellschaft zubewegen und die bereits spürbar begonnen hat“, aufgerufen.

Riefen nachdrücklich zum Umdenken und konsequentem Handeln angesichts der Klimakatastrophe auf - Ulrich Graf von Plettenberg, Generalvikar des Bistums Trier, und Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, bei der Ökumenischen Andacht im Trierer Dom

Ernst machen mit der Wertschätzung und der Feinfühligkeit, die Gottes Schöpfung im alltäglichen Handeln verdient - Dr. Jörg Weber, Kirchenkreis Trier

Mitgestaltet wurde die Andacht auch von Vertreterinnen und Vertretern der evangelischen und katholischen Jugend

Im Anschluss an die Andacht fand auf dem Trierer Domfreihof unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises die Klimastreikdemo statt

"Die Zeit drängt", betonte von Plettenberg, und verwies auf die biblische Losung für diesen Tag: "Haltet meine Satzungen und tut sie; ich bin der Herr, der euch heiligt." Dabei gelte es, diese Satzungen eben auch durch konkrete Taten zu halten und vor allem umzusetzen: "Wenn es heißt - Bewahrt die Schöpfung - dann müssen wir alles dransetzen, dies auch in die Tat umzusetzen, wir müssen unser Menschenmögliches tun und Maßnahmen ergreifen, damit der Klimawandel gestoppt werden kann." Alles Tun aber, so der Generalvikar, werde dabei getragen durch die Hoffnung auf Gott, "der unser Tun zum Guten führen kann und wird".

Es ginge darum, "wirklich ernst zu machen mit der Wertschätzung und der Feinfühligkeit, die Gottes Schöpfung in unserem alltäglichen Handeln verdient", betonte auch Weber. "Wenn wir immer weiter die Folgen der Klimaveränderung ignorieren, bauen wir auf Sand", so der Superintendent. Es sei dringend an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen: "Alle von uns aber können etwas tun, um im klugen Sinne die Umwelt zu schützen."

Alle können etwas tun - angefangen bei der eigenen täglichen Fahrt zur Arbeit mit dem Fahrrad statt mit dem Auto über Maßnahmen wie dem Klimaschutz-Förderprogramm im Evangelischen Kirchenkreis Trier, mit dem seit 2019 in Kirchengemeinden zum Beispiel der Bau von Photovoltaikanlagen bezuschusst werden kann, oder auch dem Einbau einer Pellet-Heizung für das Museum am Dom im Bistum Trier, bis hin zum Ökumenischen Netzwerk Mobilität und Kirche - jetzt gilt es, einzutreten "für unsere Umwelt, die ein Geschenk Gottes ist, damit sie Lebenswelt bleibt für uns alle".

Und nicht zuletzt mit der heutigen Ökumenischen Andacht, die auch von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier sowie der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Trier mitgestaltet wurde, unterstützen das Bistum sowie der Kirchenkreis Trier ausdrücklich den Aufruf "Churches for Future" des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit aus Solidarität mit der weltweiten "Fridays for Future"-Bewegung.

Mit einem gemeinsamen Aufruf hatten von Plettenberg und Weber zum Gebet sowie auch zur Teilnahme an der nachfolgenden Klimastreik-Demonstration "#NoMoreEmptyPromises" des Netzwerkes "Fridays for Future" auf dem Trierer Domfreihof, unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln, aufgerufen: "Als Kirchen insgesamt und auch als einzelne Christinnen und Christen sind wir aufgerufen, aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung einzustehen." - Unter www.umwelt.bistum-trier.de findet sich der gemeinsame ökumenische Aufruf.

Text: MR / Bilder: Stefan Schneider/Bistum Trier


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