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Konfirmationen zur Coronazeit?

Ja, aber anders, wie so vieles in dieser Zeit. Keine rauschenden Feste im Mai bei voller Basilika, sondern acht Gottesdienste mit kleinen Gruppen an vier Samstagen im September und Oktober.

Die Konfis mit Pf. Müller und Ch. Schaan

Die selbstgebastelten Masken

Um Masken ging es am Samstag, den 26. September 2020 in der Basilika. Um die Masken, die wir alle zur Zeit tragen müssen, aber auch und vor allem um die vielen Masken, die, im übertragenen Sinn, jeder von uns trägt. Masken, die einen Teil von mir verbergen sollen, aber auch Masken, die mir eine Gruppenzugehörigkeit ermöglichen und mich anders erscheinen lassen, als ich wirklich bin. "Wir wollen häufig Masken tragen, schau'n fort von unserm Spiegelbild ..." sangen 8 Sängerinnen und Sänger aus dem Caspar-Olevian-Chor aus der Apsis heraus. Es war Konfirmation! Unter dem Thema "Zeig, wer du bist" feierten 8 Jugendliche mit ihren Familien ihre Konfirmation. Mit acht bis neun Jugendlichen und mit jeweils etwa 10 Familienangehörigen konnten die Hygiene- und Abstandsregeln in der Basilika eingehalten werden. 
Keine rauschenden Feste in einer gefüllten Basilika. Dennoch oder gerade deswegen war diese Feier von einer besonderen Ernsthaftigkeit und Dichte geprägt. Pfarrer Reinhard Müller und Christoph Schaan hatten diese "Familienfeier" mit den Jugendlichen sorgfältig vorbereitet und konnten sich so weitgehend zurücknehmen. Auch wenn der Segen nicht persönlich und durch Handauflegung erteilt werden konnte, war der Kreis, den die Liturgen zusammen mit den Konfis mit Hilfe von selbst gestalteten Tüchern bildeten, in seiner vollkommenen Geschlossenheit mehr als nur ein Ersatz. 

Dies war eine von 8 Konfirmationsfeiern mit jeweils 8 bis 9 Jugendlichen, die erforderlich waren, um den etwa 65 Jugendlichen auch in diesem besonderen Jahr ihre Konfirmation zu ermöglichen. Für die Pfarrer, Musiker, Presbyter und Küsterinnen bedeutete das ein besonderer Einsatz. Leider mussten dazu die vier Konfi-Gruppen geteilt werden, leider konnte die Gemeinde nicht eingeladen werden und leider war auch kein Gemeindegesang möglich. Für die Jugendlichen aber wird ihre Feier mit Sicherheit unvergessen bleiben.

Unser Dank gilt allen Beteiligten!


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