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Behütet auf neuen Wegen unterwegs - Verabschiedung und Einführung von Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes des Evangelischen Kirchenkreises Trier

Trier – Am Samstag, 22. August 2020, wurden im kleinen, aber überaus festlichen Rahmen in Form eines Open-Air-Gottesdienstes an der Johannes-Kapelle in Grünhaus bei Mertesdorf langjährige Mitglieder des Kreissynodalvorstandes (KSV) des Evangelischen Kirchenkreises Trier verabschiedet – und die im Juni im Rahmen der Kreissynode neu gewählten Mitglieder in ihr Amt eingeführt.

Wurden nach vielen Jahren großen Engagementes im Kreissynodalvorstand verabschiedet: Rainer Marmann, Christiane Schwickerath, Anita Thomsen, Georg Friedrich Lütticken, und Ulrich Papschik (v.l., Foto: ekkt.de/jw)

Neu eingeführt in den Kreissynodalvorstand wurden Wolf-Rüdiger Pfalz, Dr. Dorothea Witter-Rieder, Marianne Schuster sowie Dr. Burkhard Schmidt (v.l., Foto: ekkt.de/jw)

Mit großem Dank für ihr Engagement auch im Namen des Trierer Kirchenkreises warf Superintendent Dr. Jörg Weber zunächst in seiner Laudatio einen Rückblick auf das Wirken von Anita Thomsen aus Bruchweiler, Ulrich Papschik aus Bitburg, Christiane Schwickerath aus Trier, Georg Friedrich Lütticken, ebenfalls aus Trier und Rainer Marmann aus Wittlich.

Dabei wurde deutlich: Es gilt Abschied zu nehmen von Mitgliedern des KSV, die über viele Jahre ihre Gaben und Kräfte im Kirchenkreis eingesetzt und diesen entscheidend mitgeprägt haben.

Anita Thomsen, seit 2012 im Kreissynodalvorstand als Vertreterin für die Region Hunsrück, die stark protestantisch geprägt ist, habe sich, so Weber, mit hohem Engagement eingebracht. Thomsen habe die Nöte und Vorzüge der Dorfgemeinden mit vielen Orten und Kirchen wach gehalten und immer wieder auch zu Recht verteidigt und so die volkskirchliche Tradition „par excellence“ im Kreissynodalvorstand vertreten.

Ulrich Papschik, seit 2008 im KSV für die Region Eifel, habe sich, den Gegebenheiten seiner Region entsprechend, für „die großen Herausforderungen der Diaspora“ starkgemacht, sich bei Visitationen als Stütze des Kreissynodalvorstandes hervorgetan und zudem die Präsenz der Kirche in der Öffentlichkeit immer mit im Blick gehalten.

Christiane Schwickerath wurde ebenfalls 2008 als Synodalälteste für Frauen in den Kreissynodalvorstand gewählt und ist damit auch bereits seit zwölf Jahren dabei. Und nicht nur das –  seit der Jahrtausendwende war sie zudem Mitglied der Kreissynode und kann damit auf rund 20 Jahre Engagement im Kirchenkreis Trier zurückblicken. Dabei seien auch ihr Visitationen und die Begleitung bei Pfarrstellenbesetzungen der Gemeinden „Herzensanliegen“ gewesen, so Weber.

Seit 1999 bereits Mitglied der Kreissynode, gehörte Georg Friedrich Lütticken seit 2005 für die Region Trier dem Kreissynodalvorstand an – Lütticken war aber zudem auch seit 2008 stellvertretender Landessynodaler und seit 2016 Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Lütticken habe in seiner Zeit im KSV insbesondere das „wegweisende und ausgeklügelte Finanzsystem“ des Kirchenkreises entscheidend geprägt, so Weber.
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Auf beinahe unglaubliche 36 Jahre im Kirchenkreis Trier kann Rainer Marmann aus Wittlich zurückblicken. Seit 1984 war Marmann ohne Unterbrechung Mitglied der Kreissynode, seit 2004 dann auch Mitglied des Kreissynodalvorstandes, in dem er seit 2012 die Region Eifel-Mosel vertreten hat. In all diesen Jahren hat Marmann viele Ämter und Funktionen inne gehabt, so war er unter anderem acht Jahre Landessynodaler und zwölf Jahre stellvertretender Landessynodaler der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Angesichts dieser Fülle an ehrenamtlichem Engagement, angesichts der vielen Jahre der Erfahrung sei der Dank nur schwer in Worte zu fassen. „Also verneige ich mich vor Ihnen und Euch und sage von Herzen „Danke“ für all die Jahre des gemeinsamen Arbeitens und Entscheidens“, fasste Weber es abschließend zusammen.

Neue Mitglieder im Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Trier

Neu in ihr Amt im KSV wurden Marianne Schuster, Dr. Dorothea Witter Rieder, Wolf-Rüdiger Pfalz sowie Dr. Burkhard Schmidt eingeführt.

Marianne Schuster von der Kirchengemeinde Hottenbach-Stipshausen wurde als stellvertretende Synodalälteste der Region Hunsrück gewählt. Schuster, 59 Jahre und als Bürokauffrau tätig, ist seit 2008 als Presbyterin in ihrer Gemeinde engagiert und zurzeit in der Ausbildung zur ehrenamtlichen Prädikantin.  

Dr. Dorothea Witter-Rieder, 55 Jahre, aus Konz übernimmt die Aufgaben der stellvertretende Synodalälteste für Frauen. Die Diplom-Volkswirtin ist seit 2016 Landessynodale und seit 2018 Vorsitzende des Konzer Presbyteriums.

Wolf-Rüdiger Pfalz, 68 Jahre, gehört zur Kirchengemeinde Veldenz – bevor er nun als stellvertretender Synodalältester der Region Eifel-Mosel in sein Amt eingeführt wurde, war Pfalz bereits in früheren Jahren Mitglied des KSV.

Dr. Burkhard Schmidt aus Ehrang wurde als stellvertretender Synodalältester für die Region Trier eingeführt – Schmidt, 63 Jahre, Bankkaufmann und Jurist, kann auf Erfahrungen aus der Arbeit im kreiskirchlichen Finanzausschuss sowie als Mitglied des Kirchenkreises im Rechnungsprüfungsvorstand Süd-Rhein-Saar zurückblicken. Seit Januar ist Schmidt zudem Mitglied des Ständigen Finanzausschusses der rheinischen Landeskirche und Landessynodaler.

Ihnen sowie den wiedergewählten Mitgliedern des KSV, Superintendent Dr. Jörg Weber, Skriba Maren Vanessa Kluge, Anja Thömmes als Synodalälteste der Region Hunsrück, Renate von Schubert als Synodalälteste der Region Trier, Jutta Raab als Synodalälteste für Frauen sowie Thomas Grawemeyer als Synodalältester der Region Eifel-Mosel galt der besondere Zuspruch, dass Gott sie begleitet auf ihren neuen Wegen. Dem entsprechend stand der von Superintendent Dr. Jörg Weber, Assessor Thomas Luxa sowie Skriba Maren Vanessa Kluge gestaltete Gottesdienst unter dem Thema „Behütet“ und Worten des 121. Psalmes. Dort heißt es: „Der Herr behütet dich.“  Dies sei eine „wunderbar wohltuende Zusage“ für die Arbeit der kommenden Jahre und mache deutlich: Auch der Weg des Kreissynodalvorstandes steht unter Gottes Schutz und Segen.

Stichwort „Kreissynodalvorstand (KSV)“

Der Kreissynodalvorstand (KSV) leitet den Kirchenkreis im Auftrag der Kreissynode und in der Zeit zwischen den Kreissynoden, dem höchsten Leitungsgremium des Evangelischen Kirchenkreises Trier. Der KSV setzt sich aus drei theologischen und sechs nicht-theologischen Mitgliedern zusammen. Die Leitung liegt bei dem Superintendenten. Zu den Aufgaben des Kreissynodalvorstandes zählen folgende Punkte: Die Beschlüsse der Synode auszuführen, die Tagungen der Kreissynode vorzubereiten, er leitet die kreiskirchlichen Einrichtungen und sorgt für eine ordnungsgemäße Verwaltung. Unter der Leitung des Superintendenten führt der KSV die Visitationen der Kirchengemeinden durch und informiert sich so über die Arbeit vor Ort.


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