Nachrichten

Dr. Jörg Weber in seinem Amt als Superintendent bestätigt – Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier tagte am Samstag, 20. Juni 2020

EKKT – Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Trier hat im Zuge der turnusgemäß alle vier Jahre erfolgenden Neukonstituierung der Gremien in der Evangelischen Kirche im Rheinland am Samstag, 20. Juni 2020, getagt – aus aktuellem Anlass fand die Kreissynode in Form einer Videokonferenzsynode statt. Auf der Tagesordnung standen insbesondere Wahlen in den Kreissynodalvorstand und die Wahl der Abgeordneten für die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie der Mitglieder des Nominierungsausschuss. Die rund 80 Kreissynodalen wählten dabei auch den Superintendenten – Dr. Jörg Weber wurde in seinem Amt für die kommenden acht Jahr einstimmig bestätigt.

Weber, 1965 in Bad Sobernheim geboren und in Kirn/Nahe aufgewachsen, ist seit 2013 Superintendent des Trierer Kirchenkreises. Anlässlich seiner Wahl betonte er, wie wichtig es sei, sich auch in Zukunft auf veränderte Rahmenbedingungen nicht nur im kirchlichen Raum und auf Neues einzulassen: "Ich bin gerne bereit, meine Fähigkeit einzubringen, kreative und neue Wege zu suchen und zu finden." Besonders wichtig dabei seien ihm "die Menschen in den Gemeinden, Einrichtungen und Diensten unseres Kirchenkreises." Mit diesen im Gespräch zu sein, zu zuhören, Mut zu zusprechen und zu versuchen, Perspektiven zu eröffnen, um die Gesprächspartner in ihrem Leben und Arbeiten zu stärken und zu unterstützen, sei für seine Arbeit maßgeblich. Neben der Erfahrung seiner ersten Amtszeit will Weber zudem insbesondere seine Kompetenzen in der "theologischen Leitung, dem strukturierenden, teamorientierten Leitungshandeln sowie einer auf Beziehung fußenden Personalverantwortung mit einbringen. Ich bewege mich dabei zwischen Tradition und Situation. Leitung in der Kirche ist für mich immer theologisch begründete Leitung."

Raum für die Freude an Kirche und ihrer guten Botschaft
In ihrem Amt als Skriba wurde Maren Vanessa Kluge bestätigt - die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrang ist ebenfalls seit 2013 Schriftführerin des Kreissynodalvorstandes, welcher den Kirchenkreis im Auftrag der Kreissynode leitet und für die Ausführung der Beschlüsse der Kreissynode sorgt. Kluge, geboren 1974 in Neuss und seit 2004 im Kirchenkreis tätig, betonte bei ihrer Vorstellung: "Wofür ich leidenschaftlich einstehe, ist das deutlich wahrnehmbare integrale Miteinander in unserem Kirchenkreis. Das bedeutet, es lässt der Vielfalt Platz in den Regionen und den dort agierenden Menschen. Dazu gehört für mich auch das gleichberechtigte Miteinander von Frauen und Männern. Zugleich geht es darum, Strukturen zu schaffen, um gemeinsam diese Diversität verantwortlich leben zu können. Es braucht Platz, um Neues zu wagen und Altes zu bewahren oder auch loszulassen - und Raum für die Freude an Kirche und ihrer guten Botschaft. Dafür stehe ich ein", so Kluge.

Wahlen der Synodalältesten der Regionen
Als Synodalältesten für die Region Eifel-Mosel bestimmte die Kreissynode Thomas Grawemeyer von der Evangelischen Kirchengemeinde Wittlich sowie Wolf-Rüdiger Pfalz von der Evangelischen Kirchengemeinde Veldenz als Stellvertreter. Die Region Hunsrück wird für die kommenden vier Jahre durch Anja Thömmes aus der Kirchengemeinde Thalfang-Morbach sowie durch Marianne Schuster von der Kirchengemeinde Hottenbach-Stipshausen in der Stellvertretung im Kreissynodalvorstand vertreten. Für die Region Trier wurden Renate von Schubert, Evangelische Kirchengemeinde Ehrang, und Dr. Burkhard Schmidt, ebenfalls aus Ehrang, als Stellvertreter gewählt. Die Kreissynode wählte zudem Jutta Raab, Ehrang, als Synodalälteste Frauen, Dr. Dorothea Witter-Rieder von der Evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus wurde als ihre Stellvertreterin bestimmt.
Das langjährige Engagement der beiden bisherigen Synodalältesten Anita Thomsen, Region Hunsrück, sowie Rainer Marmann, Region Eifel-Mosel, würdigte die Kreissynode mit großem Dank - für beide war es die letzte Synode in dieser Funktion.

Abgeordnete für die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland
Als Theologischen Abgeordneten für die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland wählten die Synodalen Pfarrer Dr. Christoph Urban von der Evangelischen Kirchengemeinde Konz-Karthaus, als Stellvertreter wurden Pfarrerin Kerstin König-Thul, Kirchenkreis Trier, und Pfarrer Dr. Tobias Schreiber von der Kirchengemeinde Thalfang-Morbach bestimmt. Als Nichttheologische Abgeordnete wählte die Kreissynode Dr. Dorothea Witter-Rieder und Dr. Burkhard Schmidt, sowie deren Stellvertreter Dr. Sybille Freres von der Evangelischen Kirchengemeinde Bitburg und Hardy Warneke von der Evangelischen Kirchengemeinde Gerolstein-Jünkerath. Die Abgeordneten vertreten den Kirchenkreis in der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, bringen Themen und Fragen des Kirchenkreises ein und sind wichtiges Bindeglied zwischen Kirchenkreis und Landeskirche.

Die Kreissynode wählte nicht zuletzt auch Jürgen Grünewald von der Kirchengemeinde Wittlich, Pfarrer Reinhard Müller von der Kirchengemeinde Trier, Pfarrerin Maike Roeber vom Kirchenkreis Trier, Friederike Scholz von der Kirchengemeinde Konz-Karthaus sowie Ernst-Christian Walter von der Kirchengemeinde Saarburg in den Nominierungsausschuss des Kirchenkreises, als Vorsitzende wurde Pfarrerin Maike Roeber, als stellvertretender Vorsitzender Ernst-Christian Walter bestimmt.

Evangelischer Kirchenkreis Trier (EKKT)
Der Evangelische Kirchenkreis Trier ist die Gemeinschaft der protestantischen Kirchengemeinden in den Regionen Mosel/Saar, Eifel und Hunsrück. Er gehört zur Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) sowie zu der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Kreissynode, das Parlament des Kirchenkreises, setzt sich aus rund 80 Abgeordneten der 19 Gemeinden sowie Vertretern der Arbeitsbereiche und Einrichtungen zusammen. Der rund 5.000 Quadratkilometer große Kirchenkreis ist der flächengrößte in der Rheinischen Landeskirche und erstreckt sich von Gerolstein bis Hermeskeil und von Bitburg bis Krummenau. Derzeit leben rund 54.000 evangelische Christinnen und Christen in diesem Gebiet. Die Kreissynode tagt zweimal im Jahr. Sie entscheidet über die inhaltliche und finanzielle Arbeit des Kirchenkreises.


Bookmark and Share