ブランドコピー スーパーコピーブランド スーパーコピー偽物 スーパーコピー スーパーコピー代引き ブランドコピー代引き スーパーコピーN級品 ブランドコピー激安通販店 スーパーコピー販売店 Evangelischer Kirchenkreis Trier: Ein Wegbereiter und Schrittmacher – Pfarrer Christoph König in den Ruhestand verabschiedet

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Ein Wegbereiter und Schrittmacher – Pfarrer Christoph König in den Ruhestand verabschiedet

Trier/Saarburg – Mit einem festlichen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche zu Saarburg wurde am Sonntag, 15. September 2019, Christoph König nach rund 38 Dienstjahren als Pfarrer in den Ruhestand verabschiedet. Über elf Jahre übte König dabei seinen Dienst im Evangelischen Kirchenkreis Trier aus – zuletzt als Pfarrer für die pastorale Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis sowie für Vertretungsaufgaben in den Kirchengemeinden der Region Saar-Hunsrück Konz, Saarburg und Hermeskeil.

Superintendent Dr. Jörg Weber, Pfarrer Christoph König und Pfarrer Peter Winter (von der Evangelischen Kirchengemeinde Saarburg) in der Saarburger Kirche auf dem Schlossberg (v.l.).

Pfarrer Christoph König auf der Kanzel der Saarburger Kirche, Bild: ekkt.de

Nach all dieser Zeit kann der 1954 in Essen geborenen Pfarrerssohn auf eine vielfältige und reiche Erfahrung in den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern der Evangelischen Kirche zurückblicken: So waren die Krankenhaus- wie auch die Notfallseelsorge seine ersten Stationen im Trierer Kirchenkreis, gefolgt von seinen Aufgaben als Gefängnisseelsorger in der JSA Wittlich sowie der JVA in Trier. Aber auch in zwölf Jahren als Gemeindepfarrer im saarländischen Neunkirchen-Wellesweiler, als Krankenhausseelsorger in den Kirchenkreisen Ottweiler und Saarbrücken sowie als Militärseelsorger in Saarlouis hat König bereits vor seiner Trierer Zeit die unterschiedlichsten beruflichen Erfahrungen gesammelt – und es verstanden, diese immer wieder zum Wohl der Menschen einzusetzen.

Der Superintendent des Kirchenkreises Trier, Dr. Jörg Weber, sprach anlässlich der Verabschiedung seinen großen Dank für Königs bereicherndes Engagement aus und fasste dieses so zusammen: „Du warst Wegbereiter und Schrittmacher. Und Du hast vor allem das getan, was insgesamt als Kennzeichen Deines Dienstes gilt: Du warst Seelsorger.“

So sei wegweisend gewesen, dass König als Koordinator für die Ökumenische Notfallseelsorge im Landkreis Trier-Saarburg ein Konzept erarbeitet habe, betonte Weber. In den letzten vier Jahren seines Dienstes dann war König für die pastorale Flüchtlingsarbeit zuständig – auch diese Aufgabe war „wegweisend und neu“, so Weber. Die Notwendigkeit die vielen Flüchtlinge zu begleiten habe sich 2015 ergeben, die Beratung der Menschen sowie der Kirchengemeinden in ihrer jeweiligen Flüchtlingsarbeit waren dabei Schwerpunkte dieser herausfordernden Arbeit. „Und es war gut, dass Du diesen Dienst übernehmen konntest“, betonte der Superintendent. „Mit all Deiner Erfahrung in der Seelsorge, mit Deinem Verständnis und Einsatz für die Menschen. Und mit Deiner Kompetenz konntest Du auch die formalen Begleitaspekte meistern.“

Nicht weichen – begleiten
„Ich blicke auf ein reiches und erfülltes Pfarrerleben zurück“, fasste König es dann auch selbst zusammen. Es sei sein Ziel gewesen, ein immer besserer Seelsorger zu werden, dies habe ihn auf die verschiedensten Arbeitsfelder geführt, erläuterte der Theologe, der auch eine abgeschlossene Seelsorge- und Beratungsausbildung sowie eine Supervisionsausbildung nach Standards der DGfP/ KSA mit in sein Wirken brachte. Dabei sei er, auch mit Blick auf seine letzte Tätigkeit in der Flüchtlingsarbeit und die damit verbundenen Fragen des Kirchenasyls, immer bereit gewesen, auch auf der Schnittstelle von Kirche und Staat den Standpunkt von Kirche zu vermitteln und nicht zu weichen. Gewichen ist König auch nicht, als es darum ging, die Pfarrvertretung der Evangelischen Kirche im Rheinland zu etablieren und zu stärken – mit seinem langjährigen Engagement dort wie auch im Vorstand des Evangelischen Pfarrvereins im Rheinland hat er über viele Jahre Pfarrerinnen und Pfarrer bei Fragen rund ums Pfarramt und in Krisen begleitet und unterstützt.

Beauftragter und Gottesbote
Dies fand dann auch noch einmal in seiner Predigt Ausdruck – König predigte über den alttestamentlichen Propheten Elia, der mit ganzer Kraft für seinen Gott kämpft – und sich irgendwann müde und zweifelnd unter einen Ginsterbusch zurückzieht und ausruhen muss von seinem Dienst. „Sein ganzes Leben hat er in Gottes Dienst gestellt – das habe ich auch getan“, so der leidenschaftliche Prediger. Dabei sei eine Frage immer wieder entscheidend: Was gibt Pfarrerinnen und Pfarrern Kraft – und holt sie im Zweifel „unter dem Ginsterbusch“, also aus Kraftlosigkeit, Überforderung und Einsamkeit, wieder hinaus? Es gebe Situation, „da stehen wir um des Evangeliums Willen mutterseelenallein“, betonte König. Dann helfe oft nur eine „Berührung, die den Menschen wieder auf die Füße stellt“ – sei es durch Andere, die einen „anstubsten“ und auf die Notwendigkeit des Ausruhens hinwiesen, oder auch durch Gott. „Mann Gottes zu sein bedeutet auch, immer wieder neu überrascht zu sein von Gott“. Es gelte, Gott immer wieder neu zu suchen, unermüdlich. „Wer Gott sucht, der oder die wird gefunden“, auch unter dem symbolischen Ginsterbusch, lies König auch an dieser Stelle seine ganz persönliche sowie seine große Erfahrung im Dienst mit und für die Menschen durchscheinen. Pfarrer zu sein bedeute für ihn, „Beauftragter und Gottesbote zu sein.“ Und so davon zu künden, was ihm schon durch seinen Konfirmationsspruch vor vielen Jahren mit auf den Weg gegeben wurde und ihn sein Leben lang begleitet hat: „Siehe, Gott steht mir bei, der Herr erhält mein Leben.“ (Psalm 54,6) Im Anschluss an den Gottesdienst sprach Pfarrerin Anna Peters für die Region ihren Dank aus, insbesondere auch „für schöne und kluge Gottesdienste und viele einfühlsame Tauf- und Beerdigungsgespräche“, und auch Ernst-Christian Walter und Amir Rahimi vom „Café für alle“, einem Angebot für Flüchtlinge in der Kirchengemeinde Saarburg, dankten für die Unterstützung Königs  – „Sie haben uns sehr geholfen“. Zudem sprachen Pfarrer Peter Stursberg, Vorsitzender der Pfarrvertretung der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Pfarrer Friedhelm Maurer, Vorsitzender des Evangelischen Pfarrvereins im Rheinland, Grußworte – wie auch einige der zahlreichen weiteren Weggefährten Königs, die gekommen waren, um diesen besonderen Tag mit ihm zu feiern.

Zur Person:
Christoph König, geboren 1954, Studium in Saarbrücken und Bonn, Vikariat in Saarlouis, Saarbrücken und Bad Godesberg. 1985 Ordination und Hilfsdienst in St. Wendel, von 1986 bis 1988 Pastor im Sonderdienst für die Krankenhausseelsorge im Kirchenkreis Ottweiler, von 1988 bis 1999 Gemeindepfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen-Wellesweiler, gleichzeitig 6 Jahre Religionslehrer an der katholischen Privatschule Maximilian Kolbe, Wiebelskirchen. Bis 2006 Evangelischer Standortpfarrer Saarlouis, danach Pfarrer im Wartestand mit Beschäftigungsaufträgen im Kirchenkreis Saarbrücken mit Schwerpunkt Krankenhausseelsorge. 2008 Berufung in die 1. mbA - Pfarrstelle des Evangelischen Kirchenkreises Trier für die Krankenhausseelsorge und die Ökumenische Notfallseelsorge (Rolle des Koordinators) für den Kreis Trier-Saarburg. 2009 bis 2015 Inhaber der 5. Kreiskirchlichen Pfarrstelle des Kirchenkreises Trier für die Gefängnisseelsorge in der JSA Wittlich und der JVA in Trier; von 2015 bis 2019 mbA-Pfarrstelle im Kirchenkreis Trier mit dem Schwerpunkt der „pastoralen Flüchtlingsberatung“. Zudem Mitarbeit in der Mitgliederversammlung des Schulvereins des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums von 2011 bis 2015. Seit 2009 Wahl- und Kontaktperson im Kirchenkreis Trier, von 2011 bis 2017 Mitglied der Pfarrvertretung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 2001 im Evangelischen Pfarrverein Rheinland engagiert, seit 2015 als stellvertretender Vorsitzender. Seit 2018 von der Kirchenleitung in Düsseldorf berufen zum Schwerbehindertenvertreter für Pfarrpersonen in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

 

 


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