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Ausstellung „und... Licht“ – Vernissage am Samstag, 23. März 2019, in der Trierer Konstantin-Basilika

Trier – 245 Mal wird das Wort „Licht“ in der Bibel verwendet. Der Begriff beschreibt, beleuchtet und wirft Fragen auf. „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht“, heißt es im ersten Buch Mose. Der Prophet Jesaja schreibt: „Mache dich auf, werde Licht! “ Nun bringt die Evangelische Kirche im Rheinland Theologie und Lichtkunst zusammen: Sie präsentiert die Wanderausstellung „und … Licht“, die ab Samstag, 23. März 2019, auch in der Evangelischen Kirche zum Erlöser, der Konstantin-Basilika in Trier, zu sehen sein wird.

Eine der Arbeiten in der Wanderaustellung "und ... LICHT": "Lichtzeit" des Künstlerpaars Molitor & Kuzmin (Foto: Andrea Dingeldein/ekir.de)

International renommierte Künstlerinnen und Künstler von Christoph Dahlhausen über Konstantinos Angelos Gavrias, die Künstlerduos Krüger&Prothmann und Molitor&Kuzmin sowie Diana Ramaekers haben insgesamt neun Werke geschaffen, die sich mit dem Thema Licht befassen. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Zugänge gewählt - zu sehen sind Videoinstallationen, Projektionen, Glasarbeiten, Fotografien und Lichtobjekte, die auf ganz eigene Weise in Beziehung treten zur Architektur der Räume und Kirchen, in denen sie gezeigt werden, sowie zu den dort herrschenden Lichtverhältnissen. Die Ausstellung ist in diesem Jahr in sieben Städten im Gebiet der rheinischen Kirche zu sehen - am Samstag, 23. März 2019, wird sie in der Konstantin-Basilika in Trier um 19 Uhr mit einer festlichen Vernissage eröffnet. Holger Hagedorn, der Kurator der Ausstellung, gibt in seiner Einführungsrede einen Einblick in das außergewöhnliche Projekt, Kirchenrat Volker König von der Evangelischen Kirche im Rheinland spricht ein Grußwort für die Landeskirche. Im Anschluss besteht Gelegenheit, an einem geführten Gang durch die Ausstellung durch den Kurator und einige anwesende Künstler teilzunehmen. Musikalisch gerahmt wird der Abend vom Projektchor der Evangelischen Kirchengemeinde Trier sowie durch Improvisationen für Orgel und Elektronik unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Martin Bambauer. Der Eintritt zur Vernissage ist frei.

Begleitprogramm mit Gottesdienst und Taizéabend
Zur Ausstellung, die bis zum 3. Mai 2019 zu den gewohnten Öffnungszeiten der Konstantin-Basilika besichtigt werden kann, gibt es zudem ein Begleitprogramm: Am Sonntag, 24. März 2019, ist sie Mittelpunkt und Thema des Gottesdienstes um 11 Uhr, die Predigt hält Kirchenrat Volker König, das Blechbläserensemble CON SPIRITO vom Posaunenwerk der rheinischen Kirche unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jörg Häusler gestaltet den Gottesdienst musikalisch mit. Und im Anschluss gibt es noch einmal Gelegenheit, an einer Führung von Kurator Holger Hagedorn durch die Ausstellung teilzunehmen. Weitere Highlights rund um die Ausstellung: Taizéabend am Sonntag, 31. März 2019, 19:30 Uhr zum Thema: "Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht!" sowie "Sieben Farben hat das Licht" - Gottesdienst in der Osternacht am 21. April 2019 um 6 Uhr.

Termine und Öffnungszeiten im Überblick
Die Ausstellung "und... Licht" ist vom 24. März bis 3. Mai 2019 in der Evangelischen Kirche zum Erlöser, Konstantin-Basilika, Martin-Luther Platz 1, 54290 Trier, zu besichtigen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, sonntags von 13 bis 15 Uhr. Ab dem 1. April jeweils von 10 bis 18 Ur, Sonntags von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, zu "und... Licht"
"Wenn sich Licht bricht und das ganze Spektrum der Farben sichtbar wird, öffnet sich der Blick auf das facettenreiche und frohe Leben", schreibt Präses Manfred Rekowski im Vorwort des Katalogs zur Ausstellung. Für ihn hinterfragen Kunst und Kirche Gewissheiten und machen hellhörig, indem auch die dunklen Seiten sichtbar werden. Kirche wolle selbst Licht der Erde werden, um Wege aus der Dunkelzeit zu zeigen, so der Präses weiter.

Die Künstlerinnen und Künstler haben unterschiedliche Zugänge gewählt: Da ist zum Beispiel das Werk "Spiritus Sanctus" der niederländischen Künstlerin Diana Ramaekers, die als Dozentin an der Akademie für Medien, Design und Technologie in Maastricht lehrt. Ihre Installation zeigt drei aus flachem Glas angedeutete Wasserlachen, die Licht bläulich und - je nach Perspektive - regenbogenfarben reflektieren. Vermittelt werden metaphorische Vorstellungen davon, was der Heilige Geist sein könnte: eine Inspirationsquelle und schöpferische Kraft.

Das Künstlerduo Siegfried Krüger und Simone Prothmann zeigt die Videoinstallation "falling lights and rising shadows" (Dt. "Sinkende Lichter und aufsteigende Schatten"), bei der filmische Sequenzen in Endlosschleife an Wände projiziert werden. Die hellen und dunklen Formationen lassen vielfältige Assoziationen zu: Schatten wandern, steigen auf, verschwinden und machen Platz für Lichtstrahlen, die sich im bewegenden Wasser brechen und auffächern.

Weiter leuchten
Der Bonner Künstler Christoph Dahlhausen, außerplanmäßiger Professor an der RMIT-Universität im australischen Melbourne, ist mit zwei Werken vertreten. Einerseits mit der Gerüst-Licht-Installation "Shine on ..." (Dt. "Leuchte weiter ..."), die aus Verstrebungen von Baugerüsten und blauen Leuchtstoffröhren besteht. Sie rahmen Eintrittspforten in eine Welt des Sakralen oder aus ihr hinaus. Die dekonstruktivistische Anordnung verweist auf Fragiles und Stabiles. Der Titel des Werkes lässt offen, ob das leuchtende Objekt oder der Betrachter mit der Aufforderung "Leuchte weiter" gemeint ist.

Das zweite Werk von Dahlhausen trägt den Titel "Stellare Verbindungen". Es besteht aus Fotofiltern und bunten Fotolinsen, die auf einer Aluminiumscheibe befestigt sind. Ein Lichtprojektor strahlt die sich langsam drehende Scheibe an und wirft farbiges Licht in sich verändernden Konstellationen auf Wände, Kanzeln oder andere Raumelemente - ein möglicher Hinweis auf Projektion in Religion und Psychologie.

Das Künstlerduo Molitor und Kuzmin, bestehend aus Ursula Molitor und Vladimir Kuzmin, ist mit vier Kunstwerken dabei. Das Objekt "2+1" besteht aus drei Leuchtringen, die wie Bullaugen aus Betonwänden lugen. Die Leuchtringe verweisen auf die göttliche Dreifaltigkeit, wobei die Ringe asymmetrisch zueinander angebracht sind und leicht erhaben aus dem Beton hervortreten.

Botschaften schreiben
Bei der Installation "Welle" ist eine Leuchtstoffröhre in eine Rahmenkonstruktion aus Aluminium gearbeitet. Eine meditative Anmutung geht von dem Objekt aus. Es vermittelt den Eindruck einer sich drehenden Lichtwelle. Das Werk "m&k-Licht-2000" des Künstlerduos besteht aus einer Stele, auf deren oberen Ende feiner Sand auf einer Leuchtstoffröhre verstreut ist. Besucherinnen und Besucher können Botschaften in den Sand schreiben - ein partizipatorisches Element. Und die Installation "Lichtzeit" zeigt den Titel des Werkes als Schriftzug mit einer geschwungen Leuchtstoffröhre, die über einem Untergrund aus Filz platziert ist.

Der Künstler Konstantinos Angelos Gavrias, Preisträger des Kunstwettbewerbs "reFORMation transFORMation" der Evangelischen Kirche im Rheinland im Jahr 2017, hat mit seinem Werk "aeon" ein Selbstporträt angefertigt. Aus der Ferne sieht es aus wie eine mattweiße Fläche, konturlos. Erst aus der Nähe, einem bestimmten Blickwinkel und unter einem besonderen Lichteinfall treten die Umrisse eines Mannes hervor, der die Betrachterin oder den Betrachter aus einer anderen Sphäre anzuschauen scheint. Als falle er aus dem Rahmen und trete vom Jenseits in die diesseitige Welt ein.

Instagram: Auf dem Instagram-Kanal @und_Licht werden Momente der Wanderausstellung festgehalten. Er dient zudem als Plattform zum Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern. Veranstaltungen werden dort zusätzlich beworben.

Der ganze Bericht der EKiR zum Thema: www.ekir.de/ausstellung


Text: ekir.de / tb, wb, neu / ekkt.de


Weitere Informationen:

Evangelische Kirchengemeinde Trier
Konstantinplatz 10
54290 Trier
Tel. 0651 9949120-0
E-Mail: trier@ekir.de
www.evangelisch-trier.de


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