Nachrichten

Jubiläumskonfirmationen in der Basilika

Am 3. Juni feierten 13 evangelische Christen in unserer Gemeinde ihre Jubiläumskonfirmationen. 50, 60, 65, 70 ja sogar 80 und 85 Jahre ist es her, dass diese Menschen konfirmiert wurden. Pfarrerin Wiebke Dankowski begrüßte die Jubilare und stimmte das Lied an: "Nun danket alle Gott..." an.

Es gehe um Perspektivwechsel, so die Pfarrerin in ihrer Predigt. Als Kind schaue man nach vorne und vorn sei ganz nah, morgen, vielleicht auch noch übermorgen, aber eine Woche erscheine einem Kind schon wie eine Ewigkeit. Als Jugendlicher gehe der Blick weit in die Zukunft. Berufswunsch, Familie und Lebensraum liegen in weiter Ferne, werden aber vermehrt ins Visier genommen. "Heute geht ihr Blick vor allem zurück. Sie blicken auf ein erfülltes Leben, auf Frohes und auch auf Trauriges, auf Gelungenes und Misslungenes zurück. Der Blick in die Zukunft spielt nicht mehr die wesentliche Rolle," so Wiebke Dankowski weiter. In der heutigen Lesung (1. Kor 3,7-13.21-23) gehe es auch um zwei verschiedene Bilder. Zum Einen das Bild des Ackerbaus mit säen, gießen und ernten und zweitens das Bild der Baustelle.

Im Ackerbau wartet der Mensch auf die Früchte, die ihm geschenkt werden, nachdem er den Samen in die Erde getan hat. Nachdem er das Feld gepflegt und bewässert hat, kann er weiter nichts mehr zum Ertrag der Ernte beisteuern. So sei es auch beim Menschen. Die Eltern, die Schule und die Gesellschaft "bespielten" den jungen Menschen, könnten aber nicht bestimmen, welche Saat aufgehe. Ohne Gottes Segen sei das menschliche Tun umsonst.

Ganz anders sei es bei einem Bau. Hier sei der Mensch selbst verantwortlich für das Gelingen. Es gelte einen guten Plan umzusetzen und die Verantwortung liege ganz bei dem Einzelnen. "Unsere Talente und Optionen bestimmen unser persönliches Leben. Beruf, Familie und die Aufgaben, denen wir uns stellen müssen, sind wesentliche Bausteine unseres Lebensgebäudes. Rückschläge, gar Erdbeben mögen schwere Schäden verursacht haben, aber am Grund ihres Gebäudes konnten diese Stürme keinen Schaden anrichten, denn der Grund, das Fundament auf dem Sie Ihr Leben aufgebaut haben ist Christus. Dieser Grund hat in guten aber auch in schlechten Tagen getragen," so Pfarrerin Dankowski. "Wir gehören nicht all dem, sondern wir sind frei, weil wir Christus gehören." Auch heute werde noch gebaut und auch heute gelte, was Martin Luther sagte: "Christus ist mein einziger Grund und Schatz auf dem ich mein Leben gründe!"

Pfarrerin Dankowski sprach danach jeder Jubilarin und jedem Jubilar ganz persönlich Gottes Segen zu. Vertreter des Presbyteriums beglückwünschten die Jubilare und händigten ihnen ihre Urkunden aus.

Im gemeinsamen Abendmahl feierten die Jubilare mit ihren Angehörigen die Gemeinschaft im Leib Christi.

Ein schöner Sonnentag fand mit einem gemeinsamen Treffen im Dietrich-Bonhoeffer-Haus bei Kaffee und Kuchen einen geselligen Ausklang.


Bookmark and Share