FAQ´s

Was ist ein Superintendent?

Superintendent des Evangelischen Kirchenkreise Trier ist Pfarrer Dr. Jörg Weber. Superintendenten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland die leitenden Theologen eines Kirchenkreises. Die Bezeichnung Superintendent kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt "Aufsicht Führender". Nach der Kirchenordnung nehmen die Superintendenten ihre Leitungsaufgaben im Nebenamt wahr. Hauptberuflich sind sie Pfarrer einer Gemeinde oder eines kirchlichen Arbeitsbereiches.

Der Superintendent wird vom Leitungsgremium des Kirchenkreises, der Kreissynode, aus der Gruppe der Pfarrer für acht Jahre gewählt. Er leitet den Kirchenkreis gemeinsam mit einem weiteren gewählten Gremium, dem Kreissynodalvorstand. Dort führt er ebenso wie in der Kreissynode den Vorsitz. Aufgabe ist nach der Kirchenordnung, "über der rechten Verkündigung des Evangeliums und über der gewissenhaften Ausrichtung des Dienstes" zu wachen.

Der Superintendent beaufsichtigt die Presbyterien, Gemeinden und Amtsträger im Kirchenkreis. Er ist Dienstvorgesetzter und Seelsorger von Pfarrern und Mitarbeitern und berät Gemeinden. Zu den weiteren Aufgaben gehören Repräsentation, Koordination von Arbeitszweigen und Lösung von Konflikten. Vergleichbar einem katholischen Bischof hat der Superintendent das Recht, neue Pfarrer zu ordinieren und die Visitationen der Gemeinden zu leiten. Der Stellevertreter des Superintendenten heißt "Assessor". Dieses Amt bekleidet zur Zeit Pfarrer Thomas Luxa.

 

Was heißt presbyterial-synodal?

Die Grundordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland ist presbyterial-synodal. Das heißt, die Leitungsorgane setzen sich aus gewählten Vertretern der Gemeinden und Kirchenkreise zusammen, die alle wichtigen Entscheidungen in ihren Parlamenten treffen. Presbyterien sind die Leitungsorgane der Kirchengemeinden. Diese entsenden ihre Vertreter in das Leitungsorgan des Kirchenkreises, die Kreissynode. Die Kreissynode entsendet wiederum Vertreter in das Leitungsorgan der Landeskirche, die Landessynode. Die Leitung der Evangelischen Kirche baut sich demnach von unten auf. Beschlüsse werden grundsätzlich gemeinschaftlich geschlossen.

 

Was ist die Kreissynode?

Alle inhaltlichen Entscheidungen im Kirchenkreis werden von der zweimal jährlich tagenden Kreissynode getroffen, zu der rund 100 Abgeordnete aus den 24 Gemeinden zwischen Mosel und Saar, Hunsrück und Eifel gehören. Die Kreissynode ist das „Parlament“ des Kirchenkreises. Ihr gehören je nach Gemeindegliederzahl bis zu 8 Abgeordnete aus den Leitungsorganen (Presbyterien) der einzelnen Kirchengemeinden sowie weitere gewählte Vertreter an. Der Superintendent leitet gemeinsam mit dem Kreissynodalvorstand (KSV) den Kirchenkreis. Der KSV bereitet die Sitzungen der Kreissynoden vor und sorgt für die Ausführung der Beschlüsse. Zum Evangelischen Kirchenkreis Trier gehören rund 56.000 evangelische Christen im Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Trier. Der Kirchenkreis Trier ist der flächengrößte Kirchenkreis der Evangelischen Kirche im Rheinland.

 

 

Was sind Presbyterien und Presbyter?

Die Kirchenvorstände in der Evangelischen Kirche im Rheinland heißen Presbyter. Das Wort stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt "Ältester". Die zu Presbytern gewählten Frauen und Männer üben in den Kirchengemeinden ein leitendes Ehrenamt aus und unterstützen die Pfarrerinnen und Pfarrer in ihrer Arbeit vor Ort. Das Presbyterium entscheidet etwa über Verwaltungs- und Finanzaufgaben, bei der Stellenbesetzung und die Aufnahme in die Kirche mit. 

Zum Presbyter gewählt werden kann, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich. In den rheinischen Kirchengemeinden sind alle Mitglieder ab 16 Jahren wahlberechtigt.

Im Rheinland sind die Kirchenvorstände durch die presbyterial-synodale Ordnung, wonach sich die Kirche von unten aufbaut, auch an der Gesamtleitung der Landeskirche beteiligt. Danach entsenden sie Vertreter in die Kreissynode, die wiederum Abgeordnete für die Landessynode (Kirchenparlament) beruft. In allen Leitungsorganen haben die Nicht-Theologen die Mehrheit.