Von ihren Anfängen an (1817) als "Vereinte Zivil- und Militärgemeinde" war die kleine Diasporagemeinde gezwungen, sich mit dem zumeist katholischen Umfeld auseinanderzusetzen. 160 Jahre lang lebte man in Abgrenzung, Auseinandersetzungen und gegenseitigem Mißtrauen eher "gegeneinander" als miteinander.

Erst im letzten Jahrzehnt des 20.-Jahrhundert bildeten sich ökumenische Kontakte zwischen einzelnen katholischen Pfarreien und den Pfarrbezirken der Evangelischen Gemeinde. In der Regel gründeten diese Kontakte auf persönliche Beziehungen der Geistlichen. Besonders zwischen dem Bezirk Christuskirche und den umliegenden katholischen Gemeinden Maternus, Mariahof, Heiligkreuz und St. Matthias entwickelt sich eine intensive Beziehung. Das in drei Jahren vorbereitete ökumenische „Gemeindefest am Weiher“ 1995 brachte den entscheidenden Durchbruch. Dem Antrag, den Festgottesdienst als gleichwertigen Ersatz für die zeitgleich stattfindenden Sonntagsmessen in den umliegenden Pfarreien zu sehen, stimmte Bischof Spital zu. Die im Jahr 1996 folgende Heiligrockwallfahrt setzte durch das Mitwirken von Präses Peter Beier und den „Ökumenetag“ einen weiteren öffnenden Akzent, der schließlich 2012 in der „Christuswallfahrt“ unter Bischof Ackermann und einem Miteinander auf Augenhöhe gipfelte.

Am Buß- und Bettag 2017 unterschrieben der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier) eine Vereinbarung: "Ein ökumenisches Wegzeichen des Bistums Trier und der Evangelischen Kirche im Rheinland aus Anlass des Reformationsgedenkens 2017".
(Text siehe unten)