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MITTWOCH, 18.09.2019 19.00 H - CASPAR-OLEVIAN-SAAL EINFÜHRUNGSVORTRAG ZU BACHS H-MOLL-MESSE

„Das größte musikalische Kunstwerk aller Zeiten und Völker“ nannte Hans-Georg Nägeli 1818 Bachs Messe in h-Moll. Der Herausgeber des Erstdrucks verband damit künstlerische Begeisterung mit handfestem Geschäftsinteresse. Tatsächlich ist die Komposition ein Monument - umfangreich, ästhetisch umfassend, überkonfessionell und mit höchstem Anspruch an die technischen und mu- j| sikalischen Fähigkeiten der Ausführenden.

 Die h-Moll-Messe ist Bachs „opus summum“ und „opus ultimum“. Bei näherer Betrachtung erweist sich das Werk indessen als Labyrinth, als musikalischer Irrgarten, dessen irritierende Züge heute allzu leicht überdeckt werden vom Respekt vor dieser großen Musik. Stilistische, biographische und auch zeithistorische Aspekte bündeln sich zu einem schwer durchschau baren Komplex. Unsere Einführung will sich nicht mit akademischem Fakten- j wissen begnügen. Sie will versuchen, den Hörer ein Stück weit durch dieses Werk zu geleiten.

DR. MARTIN MÖLLER studierte Musikwissenschaft, Philosophie, Germanistik sowie Phonetik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Bonn. Er wurde mit einer Arbeit über die Kompo­sitionstechnik Max Regers promoviert. 1979 wurde er Kulturredakteur beim „Trierischen Volks­freund“. Seit 1992 ist Martin Möller im Ruhestand und freier Kulturjournalist. Publikationen unter anderem: Artikel „Trier“ ( Lexikon MGG, 2. Auflage), „Der Städtische Musikverein Trier“, (Trier, 1998), „Noch einmal: Der Trierer Choralstreit“ (Kirchenmusikalisches Jahrbuch 2011). Zahlreiche Zeitungs- und Programmtexte, Vorträge und Konzerteinführungen.

Eintritt frei