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Stadtdechant Ralf Schmitz predigt in der Basilika

Der Tradition folgend hatte das Presbyterium einen katholischen Gastprediger zum Reformationstag eingeladen. In diesem Jahr konnte Pfarrer Reinhard Müller Dechant Ralf Schmitz in der Kirche zum Erlöser begrüßen.

Im Wechsel mit der Gemeinde sang der Caspar-Olevian-Chor unter der Leitung von KMD Martin Bambauer "Nun freut euch liebe Christeng'mein...", Martin Luthers ganz persönliches "Glaubensbekenntnis". Inhaltsschwer auch das Evangelium: Die Seligpreisungen (Mt 5,1-10), auf die die Gemeinde mit "Ein feste Burg ist unser Gott" antwortete.

"Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht und was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern." (Mt 10,26b-f) Mit diesen Versen begann der Predigttext zum Reformationstag. Ein Text, der schon der Text seiner Examenspredigt war, so Dechant Schmitz. Wer gibt schon gerne "sein" Verborgenes preis? "Aktuell leidet die römische Kirche unter dem Mißbrauchsskandal. Aber wie wichtig ist es auch, dass hier endlich das Verborgene ans Licht kommt und die Kirche sich zu der großen Schuld bekennt und auf die Opfer zugeht," so Schmitz weiter. Eine Offenheit, die allen Anwesenden gut tat. Gott aber, so der Prediger weiter im Text, verlasse aber sein Volk nicht, sondern tröste es und rufe ihm zu: "Fürchte dich nicht!" Dieser Ruf, gleich mehrfach geäußert, schalle auch in unsere Zeit hinein und mit diesem Ruf schloss Dechant Schmitz seine Predigt.

Die Gemeinde in der gut besuchten Basilika konnte sich an der forschen Begleitung und einem gut geblasenem Nachspiel des Posaunenchores ("All in a garden green" aus der Playford suite von Stefan Mey) unter der Leitung vonMatthias Schirg erfreuen.