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Heimatgefühle in der Fremde

Altar, Taufstein und Kanzel der Christuskirche in Garliava (Litauen) wiederzusehen, rührte manch einen der kleinen Reisegruppe unserer Gemeinde an.

Die Gruppe mit den liturgischen Gegenständen und Pfarrer Kairys (2. von rechts)

Orgelklänge empfangen die 21 Reisenden unserer Gemeinde, die unter der Leitung von Wolfgang Güth den weiten Weg nach Litauen auf sich genommen haben. Pfarrer Mindagaus Kairys begrüßt die Gruppe in der Kapelle des neuen Diakoniehauses. Taufstein, Altar und Ambo, alte Bekannte der Christuskirche beherrschen den Raum. Auch die Orgel ist wieder aufgebaut und eine junge litauische Organistin spielt darauf Bekanntes von J.-S. Bach.

Die ehemalige Kirche steht nebenan. Sie war für die kleine Gemeinde nicht mehr zu retten und wurde verkauft. Gleich nebenan baute die Gemeinde mit eigenen Händen und Mitteln ein neues „Diakoniehaus“. Voller Stolz führt Pfarrer Kairys, Diakoniebeauftragter für ganz Litauen, die Gruppe durch das fast fertige Haus. Im Obergeschoß wird Wohnraum für Suchtkranke bereitgestellt. Im Erdgeschoß gibt es neben einem Speisesaal und Räumen für die Betreuer, vor allem die Kapelle. „Sie haben uns eine große Freude mit Ihrem Geschenk gemacht“, so Pfarrer Kairys in seiner kurzen Ansprache, „es war zwar nicht leicht, die tonnenschweren Steine vom LKW in die Kapelle zu bringen, aber jetzt sind wir glücklich, ein so schönes Ensemble für unsere Gottesdienste zu haben!“
Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden Fragen auf beiden Seiten beantwortet und der freundschaftliche Kontakt vertieft.