Die Schuke - Orgel (1962)

Nach der Wiedereinweihung erhielt die Konstantin-Basilika am 3. Juni 1962 eine neue Orgel mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur. Sie besitzt 30 Register mit insgesamt 2.886 Pfeifen, von denen die schwerste 90 kg wiegt. Es ist eine mechanische Schleifladenorgel mit elektrischer Registrierung auf zwei Manualen und Pedal. Erbaut wurde sie von der Berliner Orgelbaufirma Karl Schuke. Dem asketischen Restaurierungsverständnis dieser Zeit entsprach der Standort der neuen Orgel, die in den vorderen Fensterbogen der Ostwand hineingebaut wurde.

Der Prospekt verdeutlicht den klaren Werkaufbau: Das Ober­werk ist über dem Hauptwerk angeordnet, die 16-Prinzipale des Pedals rahmen diese Mitte ein, deren einziges in den Raum hineinragendes Element die Spanischen Trompeten 8' und 4' bilden.

Neben denkmalpflegerischen Gesichtspunkten waren auch liturgische Argumente (Dreieck Kanzel-Altar-Orgel) für die­sen auch akustisch günstigen Standort entscheidend. An­gesichts der geringen Größe des Instrumentes, bezogen auf den umgebenden Raum, kann man von der Schuke-Orgel am ehesten als Chororgel sprechen.