Mein Weg (mit Gott) durch das Jahr 2019

Gottesdienst am 13.01.2019 zur Begrüßung von Prädikantin Alexandra Lossjew

Hallo und Grüß Gott!

 

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Alexandra Lossjew. Mich gibt es seit 674 Monaten auf dieser Erde. Einen Teil dieser Monate habe ich in Brauneberg (Mosel) verbracht, wo ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin.

Seit 1982 wohne und arbeite ich in Trier. Dort bin ich im Jahr 2015 zur Prädikantin ordiniert worden. Anfang dieses Jahres habe ich eine von der Evangelischen Kirche im Rheinland angebotene Ausbildung zur Geistlichen Begleiterin abgeschlossen.

Beruflich bin ich staatlich anerkannte Übersetzerin, Diplom-Betriebswirtin, Personal Coach IHK und Heilpraktikerin für Psychotherapie.

 

Warum ich Ihnen all das erzähle? Ganz einfach: Ab dem 1. Januar 2019 werde ich zu Ihrer Gemeinde gehören und Ihre Prädikantin und geistliche Begleiterin sein. Einige von Ihnen kennen mich bereits, haben wir doch schon den einen oder anderen Gottesdienst miteinander gefeiert. Ich freue mich sehr auf das neue Jahr und meine Zeit in Saarburg.

Ein Herzensthema von mir sind andere Formen von Gottesdiensten zu Themen mitten aus dem Leben gegriffen, gerne auch interaktiv.

 

Wenn Menschen gefragt werden, was sie denn am meisten an Kirchengemeinden schätzen, dann lautet die Antwort häufig: „Dort sind Menschen, die mir ein Gefühl von Zusammengehörigkeit vermitteln. Dort finde ich so etwas wie Heimat.“ Auffallend ist, dass dabei in den seltensten Fällen von Gott oder Glauben die Rede ist. Trotzdem ist Gott da, mitten unter ihnen, denn Gott drückt sich in und durch die Menschen in seinen Gemeinden aus. Das hat er selbst uns auf seine einzigartige Art und Weise gezeigt, als er in Gestalt von Jesus Christus als Mensch auf die Erde kam und menschliche Beziehungen hegte und pflegte – wie eben nur Gott sie hegen und pflegen kann.

Dabei stieg er nicht auf Kanzeln, um auf Distanz zu den Menschen zu gehen oder über ihre Köpfe hinweg zu predigen. Ganz im Gegenteil: Er suchte die Nähe zu ihnen, hörte ihnen zu, stärkte ihren Glauben, berührte sie und schenkte ihnen einen neuen Geist: den Geist der Liebe - mit seinen Kindern, die auf die Namen Freiheit, Verständnis, gegenseitige Annahme, Toleranz, Nachsicht, Großzügigkeit, Humor, Frieden, Lebensfreude und Vergebung etc. hören. Diesen Geist sollten sie untereinander fördern und großzügig weitertragen, mehr noch: Sie sollten ihn miteinander leben.

 

Auf diese Art Gottesdienst mit Ihnen zu feiern und in Ihrer (unserer) Gemeinde zu leben, das wünsche ich mir von ganzem Herzen.

 

Ihre Alexandra Lossjew