Spiritualität

Liebe Leserin, lieber Leser!

Sommerzeit ist Sonnenzeit! Jetzt, im Juli, scheint häufig die Sonne. Die Temperaturen steigen. Der Himmel ist wolkenlos. Überall wächst und gedeiht es in der Natur. Ohne die Sonne gäbe es kein Leben auf dieser Welt, kein Licht,  keine Wärme, kein Wachstum.  Wenn die Sonne scheint, fällt uns vieles leichter. Das hängt auch damit zusammen,  dass die Sonne unseren Organismus positiv beeinflusst, indem er verstärkt Serotonin, das so genannte Glückshormon, ausschüttet.

Die Sonne ist das zentrale Gestirn am Himmel, von ihr hängt alles Leben ab. Dessen waren sich schon die erste Menschen bewusst. Seit der Urzeit wird die Sonne in allen Kulturen verehrt. Im alten Ägypten kannte man den Sonnengott Ra. Die Griechen glaubten, dass der Sonnengott Helios mit seinem Sonnenwagen täglich über das Firmament fuhr. Und im südenglischen Stonehenge beschwor man vor 5.000 Jahren die tägliche und jährliche Wiederkehr der Sonne mit kultischen Ritualen.

Ein wichtiges Datum war für alle Sonnenkulturen die Sonnenwende: Am 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand am Horizont. Von da an werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Die Kirche hat das heidnische Fest umgestaltet und am 24. Juni als Johannesfest gefeiert.

Johannes der Täufer war ein Vorläufer Jesu. Sein Geburtstag fällt auf den 24. Juni. Johannes hat auf den kommenden Messias hingewiesen: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Joh 3,30) Für die Alte Kirche war die Sonne ein Bild für Christus, den Auferstandenen. Er ist unsere innere Sonne, die wachsen und leuchten soll.

Die Sonne, die draußen scheint und uns wärmt, wird in den nächsten Monaten abnehmen. Doch die innere Sonne, die jeder in seinem Herzen trägt, soll bis zum 24. Dezember zunehmen. Christus, die wahre Sonne geht in unserem Herzen nie unter, auch dann nicht, wenn es Nacht wird.

Viele Grüße

Ihr Erik Zimmermann