Die Evangelische Kirchengemeinde Trier

Mit rund 11.000 Gemeindegliedern machen die Evangelischen in Trier nur 11% der Bevölkerung aus. Vier hauptamtliche Seelsorger betreuen unsere Diasporagemeinde gesamtgemeindlich.

Mit dem Weltkulturerbe, der Konstantin – Basilika, unserer Kirche zum Erlöser, steht uns der bedeutendste Kirchraum der RheinischenLandeskirche mitten in Trier zur Verfügung. In den letzten Jahren haben wir die gesamte Gemeinde strukturell auf dieses Zentrum hin ausgerichtet. Dies wird durch unsere zweite Kirche, dem Caspar – Olevian – Saal, der Kindertagesstätte Wichernhaus und dem Gemeindetreffpunkt „Café Basilika“ in unmittelbarer Nachbarschaft zur Basilika deutlich. In der ersten Etage dieses Gebäudes am Konstantinplatz 10, unter den Arkaden, unmittelbar neben der Basilika, befinden sich das Gemeindebüro und Arbeitsräume für unsere Pfarrerin und die drei Pfarrer, sowie ein weiterer Raum für unseren Kantor. Von Montag bis Freitag finden Sie hier Ansprechpartner, die Ihnen gerne weiterhelfen.

Mehr als 300 Menschen arbeiten ehrenamtlich in 100 verschiedenen Veranstaltungen, Gruppen und Kreisen mit. Fünf Chöre und mehrere Instrumentalkreise laden ein zum Mitmachen. – Ein breit gefächertes Angebot. Damit sich möglichst viele Menschen wohl und heimisch fühlen in der Gemeinde.

In der Nachbarschaft zur Porta Nigra, in der Nordallee 7, finden Sie das Dietrich–Bonhoeffer–Haus mit Gemeindezentrum, Jugendetage und mehr als 40 sozial geförderten Wohnungen. Neben dem Café an der Basilika ist das DBH wichtigster Treff für die meisten Gruppen unserer Gemeinde. Hier finden die Sitzungen der Gremien statt und hier werden unsere Katechumenen und Konfirmanden in jeweils 4 Gruppen unterrichtet. Das weitgefächerte Angebot entnehmen Sie bitte dieser Homepage oder unserem Gemeindebrief, der sechsmal im Jahr erscheint.

Die Kirchengemeinde ist Mitgesellschafterin im Ökumenischen-Verbundkrankenhaus Trier (ÖVK) mit den beiden Standorten, dem Elisabeth-Krankenhaus unmittelbar neben dem DBH und dem Marienkrankenhaus jenseits der Mosel im Stadtteil Ehrang. Über die Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung sind wir Mitträger des gleichnamigen evangelischen Gymnasiums (DBG) in Schweich.

 

Vom Thronsaal zur Kirche

Innenansicht der Basilika

Erst seit der Mitte des letzten Jahrhunderts ist die Konstantin-Basilika eine Kirche. 1856 wurde das Gebäude vom Preußenkönig Friedrich-Wilhelm IV. restauriert und als Gottesdienststätte der Evangelischen Gemeinde Trier "zur ewigen Nutzung" überlassen. Ursprünglich war die Basilika um 310 zu einem ganz anderen Zweck gebaut worden: Sie diente dem römischen Kaiser Konstantin als Palastaula (Thronsaal).

In der Frankenzeit verfiel das Gebäude. Um 1614 wurde es sogar zur Hälfte abgerissen. Der Rest wurde zu einem Teil des bischöflichen Palais umgebaut. Nach der Säkularisation durch Napoleon wurde die Basilika als Lazarett und Kaserne genutzt, bis der Preußenkönig aus ihr eine evangelische Kirche machte. Im August 1944 brannte die Konstantin-Basilika bei einem Bombenangriff völlig aus. Nach dem Krieg konnte sie 1956 ein zweites Mal als Kirche eingeweiht werden. 

Um die Raumwirkung des gewaltigen, völlig säulenlosen Bauwerkes zu unterstreichen, hat man beim Wiederaufbau auf das Verputzen oder Verkleiden der Wände verzichtet. Dieser Rohbauzustand ermöglicht es im übrigen der Betrachterin/ dem Betrachter, die wechselvolle Geschichte des Bauwerkes an dem Mauern abzulesen. Ein Videofilm über die Konstantin-Basilika und ihre Geschichte sowie verschiedene Publikationen über das Gebäude sind am Schriftentisch in der Basilika erhältlich.

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