Taufe

Das Bild zeigt das Baptisterium der Basilika mit Taufschale und Osterkerze.

Mit der Taufe bekommt der Mensch Anteil an Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi und wird aufgenommen in die Gemeinschaft derer, die sich zu ihm bekennen, die Kirche.

Wir unterscheiden grundsätzlich Kindtaufe und Erwachsenentaufe (Mindestalter 14 Jahre). Diese Seite will Ihnen ein Wegweiser sein.

Kindtaufe
Wir freuen uns, wenn Sie Ihr Kind taufen lassen wollen. Nehmen Sie über das Gemeindebüro (Konstantinplatz 10, Tel.: 0651-9949120-0) Kontakt mit der zuständigen Pfarrerin oder dem zuständigen Pfarrer auf.


An welchen Tagen kann Ihr Kind getauft werden?
Grundsätzlich haben Sie die Frage zu klären, ob für Sie ein bestimmter Tag oder ein bestimmter Pfarrer gewünscht wird. Wegen der Vielzahl von Taufanfragen bieten wir an jedem ersten Samstag eines Monats besondere Taufgottesdienste im Caspar-Olevian-Saal an. In diesen Gottesdiensten kann in besonderer Weise auf die Tauffamilien und deren Angehörige eingegangen werden. Grundsätzlich sind Taufen auch in den Regelgottesdiensten der Gemeinde möglich.

Gibt es Voraussetzungen?
Ja! Mindestens ein Elternteil muss evangelisch sein, der nicht evangelische Teil muss der Taufe zustimmen, wenn er mit erziehungsberechtigt ist. In seltenen Ausnahmefällen – z.B.: wenn das Kind bei den evangelischen Großeltern wohnt – kann von diesem Grundsatz abgewichen werden.

Wer kann Pate werden?
Patinnen und Paten müssen einer christlichen Kirche angehören und nach der Ordnung ihrer Kirche zum Patenamt zugelassen sein, z. B. durch die Konfirmation.

Taufspruch
Der Taufspruch ist ein biblisches Wort, das das Kind oder den erwachsenen Täufling sein Leben lang begleiten soll. Sie können sich den Taufspruch nach Rücksprache mit Ihrer Pfarrerin bzw. Ihrem Pfarrer selber aussuchen.
Ein Angebot von Taufsprüchen finden Sie unter:      http://www.taufspruch.de

Die Taufkerze Die Taufkerze kann eine schöne Erinnerung an die Taufe eines Kindes sein. Aber es besteht kein Zwang, eine Taufkerze zu haben. Die Taufkerze wird im Anschluss an die eigentliche Taufhandlung an der Osterkerze entzündet. Durch das Entzünden der Taufkerze wird symbolisch das beginnende Leben des Täuflings in der Gemeinde angedeutet. Ihr Licht verweist auf Jesu Worte: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben."

Aufnahme/Wiedereintritt

An wen muss ich mich wenden, wenn ich (wieder) in die Kirche eintreten will?
Vereinbaren Sie über unser Gemeindebüro (Tel.: 0651/9949120-0) ein Gespräch mit einer unserer Pfarrerinnen oder einem unserer Pfarrer, mit denen Sie gerne auch unmittelbaren Kontakt aufnehmen können; die Telefonnummern finden Sie auf dieser Homepage unter "Wir sind für Sie da - Pfarrer/innen".

Werde ich noch einmal getauft?
Die Taufe ist einmalig. Sie wird grundsätzlich von allen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gegenseitig anerkannt. Darum werden Sie bei einem Kircheneintritt nicht noch einmal getauft, auch dann nicht, wenn Sie früher einer anderen anerkannten christlichen Gemeinschaft angehört haben.

Und wenn ich vorher keiner christlichen Gemeinschaft angehört habe?
Dann werden Sie durch die Taufe in die evangelische Kirche aufgenommen. Dem Gottesdienst geht in der Regel ein Taufunterricht oder ein paar Taufgespräche voraus. Sie können so den christlichen Glauben näher kennen lernen.

Muss ich mich prüfen lassen, wenn ich wieder in die Kirche eintrete?
Vorgesehen ist in der Regel lediglich ein Gespräch mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin sowie die Teilnahme an einem Gottesdienst mit Teilnahme am Abendmahl. Sie sollten sich allerdings selbst prüfen, wie ernst es Ihnen mit der Kirche ist. Sie setzen Ihre Unterschrift nicht unter ein Zeitschriftenabonnement, sondern treffen eine wichtige Entscheidung.

Werde ich der Gemeinde vorgestellt?
Nicht ausdrücklich. Wenn Sie es gerne möchten, kann in einem Gottesdienst Ihr Eintritt bekannt gemacht werden.

Was habe ich von der Mitgliedschaft in der Kirche?
Die Kirche ist eine große Gemeinschaft. In ihr tauschen sich die Menschen über ihren Glauben aus und bekommen dadurch neue Anregungen für die großen Fragen nach Ursprung, Sinn und Ziel des Lebens. Darüber hinaus erwerben Sie mit der Kirchenmitgliedschaft verschiedene Rechte, z. B. das Recht, ein Patenamt zu übernehmen, kirchliche Dienste in Anspruch zu nehmen (z. B. die kirchliche Trauung, das kirchliche Begräbnis) und an vielen Angeboten unserer Kirchengemeinde teilzunehmen. Sie haben zudem das Recht, an den alle vier Jahre stattfindenden Wahlen zum Presbyterium teilzunehmen, selbst zu wählen oder sich wählen zu lassen.
 
Welche Unterlagen werden benötigt?
Sofern Sie dem Pfarrer oder der Pfarrerin nicht persönlich bekannt sind, sollten Sie Ihren Personalausweis dabei haben. Außerdem werden bei einem Wiedereintritt die Daten über den Kirchenaustritt (Austrittsbescheinigung) und möglichst auch die Taufurkunde benötigt.

Was kostet mich der Eintritt?
Der Eintritt in die evangelische Kirche ist, im Unterschied zum Austritt bei den staatlichen Stellen, kostenlos.

Was kostet mich die Mitgliedschaft?
Es gibt viele Kirchenmitglieder, die gar keine Kirchensteuer zahlen (z.B. Jugendliche, Studierende, Arbeitslose, Rentner). In der Regel müssen 9 Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer bezahlt werden. Dies gilt ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von rund 952 € für Ledige (Lohnsteuerklasse I), rund 1.797 € für Verheiratete (Lohnsteuerklasse III) und rund 2.451 € für Verheiratete mit einem Kind (Lohnsteuerklasse III/1). Wer 2.500 € brutto im Monat verdient und verheiratet ist, zahlt nur 10,03 € Kirchensteuer monatlich (Lohnsteuerklasse III). Die Kirchensteuer kann als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. So verringert sich Ihre Steuerschuld. Die Kirche ist dankbar, dass ihre Mitglieder die kirchliche Arbeit mit Spenden und Kollekten und vor allem mit der Kirchensteuer unterstützen. Falls Sie eine Lohnsteuerkarte haben: Bitte lassen Sie Ihre Kirchenzugehörigkeit nach Ihrem Wiedereintritt eintragen.

Was hat der Staat mit der Kirchensteuer zu tun? Der Staat zieht die Kirchensteuer mit der Lohnsteuer ein. Für diese Dienstleistung zahlt die Kirche an den Staat eine Gebühr. Ein eigenes kirchliches System wäre erheblich teurer.

Konfirmation

Die Unterweisung junger Menschen im christlichen Glauben ist uns ein besonderes Anliegen. Gehört Ihr Kind unserer Gemeinde an, wird es von uns angeschrieben und aufgefordert, sich zum Konfirmationsunterricht anzumelden. Der Unterricht dauert zwei Jahre und findet in der Regel wöchentlich am Dienstag Nachmittag statt. Ergänzend dazu gibt es Konfiwochenenden. Ein Schwerpunkt bildet ein mehrtägiges Diakoniepraktikum und dessen Auswertung an einem gemeinsamen Wochenende.

Wir sind nicht in der Kirche. Kann unser Kind konfirmiert werden?
Ja, die Konfirmation ist möglich.

Ist der Unterricht in einer anderen Gemeinde möglich?
Wenn Sie aber gute Gründe dafür haben, Ihr Kind in eine andere Gemeinde zu schicken, fragen Sie bitte den dann zuständigen Pfarrer oder die Pfarrerin!

Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?
Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe. Aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmationsgruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und wunderschön. Wer dann das Patenamt übernehmen will, muss aber in der Regel konfirmiert sein.

Mein Kind ist nicht getauft. Kann es konfirmiert werden?
Ihr Kind kann am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Die Konfirmation ist die Bestätigung der Taufe. Wenn das Kind nicht getauft ist, so wird das Kind in der Regel am Ende des Konfirmandenunterrichts getauft; eine Bestätigung der Taufe, also die Konfirmation, ist dann nicht mehr notwendig, da das Kind ja schon selber Ja zu der Taufe gesagt hat. In der Praxis wird das Kind dennoch oft nach der Taufe konfirmiert.

Konfirmationsspruch
Der Konfirmationsspruch ist ein biblisches Wort, das den jungen Menschen sein Leben lang begleiten soll. Sie können sich den Konfirmationsspruch nach Rücksprache mit Ihrer Pfarrerin bzw. Ihrem Pfarrer selber aussuchen.
Ein Angebot von Konfirmationssprüchen finden Sie unter:  www.konfispruch.de

Welche Rechte erhält man durch die Konfirmation?
Mit der Konfirmation wird u. a. das Recht zugesprochen, in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilzunehmen, Pate zu werden und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen (aktiv ab dem 16. Lebensjahr, passiv ab dem 18. Lebensjahr) oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden. Wenn jemand als Erwachsener getauft wird, so kommt der Taufunterricht dem Konfirmandenunterricht gleich.

Was soll mein Kind bei der Konfirmation anziehen?
Eine bestimmte Kleidung ist nicht vorgeschrieben. Jedoch sollte die Kleidung praktisch sein und den festlichen Charakter des Tages unterstreichen.

Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?
Das Fotografieren während des Gottesdienstes ist nicht erwünscht. Es besteht ausreichend Möglichkeit, nach dem Gottesdienst Bilder zu machen.

Endet das Patenamt mit der Konfirmation? Offiziell enden die Aufgaben der Paten mit der Konfirmation, weil der oder die Jugendliche dann religionsmündig ist. Aber es ist schön, wenn die guten Kontakte zwischen Paten und Patenkind ein Leben lang bestehen bleiben!

Konfirmationsjubiläum

Wann feiert man ein Konfirmationsjubiläum?
Wurden Sie vor 50, 55, 60, 65 ... Jahren konfirmiert, gibt es Grund zu feiern! Gerne feiern wir mit Ihnen zusammen in einem besonderen Gottesdienst Ihr Jubiläum und laden Sie am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus ein.

Wie erfahre ich, wann diese Jubiläen gefeiert werden?
Anhand unserer Kirchbücher ermitteln wir die Goldkonfirmandinnen und Goldkonfirmanden unserer Gemeinde (Konfirmation vor 50 Jahren). Diese Daten gleichen wir mit den aktuellen Meldedaten unserer Gemeinde und des Kirchenkreises ab. Alle so ermittelten Jubilare werden von uns angeschrieben und schriftlich zu der Jubiläumsfeier in der Basilika eingeladen.

Wenn ich später zugezogen bin oder vor 55, 60, 65 ... Jahren konfirmiert wurde?In diesen Fällen werden Sie durch einen entsprechenden Aufruf im Gemeindebrief oder in dieser Homepage eingeladen und aufgefordert, sich im Gemeindebüro (Tel. 0651 9949120-0) zu melden. Dann können wir auch für Sie eine Urkunde vorbereiten und freuen uns, wenn auch Sie mitfeiern.

Trauung

Bei der Trauung wird die Gemeinschaft der Eheleute unter Gottes Wort und Segen gestellt. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist ein Geschenk Gottes, der die Menschen geschaffen hat. Dieser Gedanke bestimmt das evangelische Verständnis der Trauung.

Voraussetzung für eine evangelische Trauung
Voraussetzung für die kirchliche Trauung, die nach der standesamtlichen Eheschließung liegen muss, ist, dass die Ehefrau oder der Ehemann Mitglied der evangelischen Kirche ist. Ob und welcher Religion der andere angehört, spielt dann keine große Rolle mehr. So kann der nicht-evangelische Partner konfessionslos oder auch nicht-christlicher Religion sein. Voraussetzung für die evangelische Trauung ist allerdings, dass er oder sie bereit ist, das christliche Verständnis der Ehe zu achten. Auch Geschiedene können eine evanhelische Trauung feiern, wenn sie eine neue Ehe schließen.

Konfessionsverschiedene Trauungen
Mit konfessionsverschiedenen Paaren kann ein evangelischer Traugottesdienst gefeiert werden, auf Wunsch mit Beteiligung des Geistlichen einer anderen christlichen Konfession („Ökumenische Trauung“). Wenn über das römisch-katholische Pfarramt eine Befreiung (Dispens) von der Eheschließungsform (Formpflicht) eingeholt wurde, wird die evangelische Trauung auch von der katholischen Kirche als Eheschließung anerkannt.

Das Traugespräch
Vor der kirchlichen Trauung steht das Traugespräch (Anmeldung dazu über das Gemeindebüro: Tel.: 0651 9949120-0). Im Traugespräch geht es vor allem um das Paar selber und um die Gestaltung des Gottesdienstes.

Trauzeugen
Trauzeugen bestätigen die Hochzeit durch ihre Unterschrift. Bei einer evangelischen Trauung sind Trauzeugen nicht zwingend vorgeschrieben, aber das Brautpaar kann in Absprache mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer Trauzeugen benennen.

Trauspruch
Ein Trauspruch ist kein Muss! Die Eheleute können sich einen Trauspruch selbst auswählen. Der Trauspruch soll als Leitgedanken über dem gemeinsamen Leben stehen.
Trausprüche finden Sie im Internet unter:  www.trauspruch.de

Filmen und Fotografieren
In unserer Gemeinde ist das Filmen und Fotografieren während des Gottesdienstes nicht erwünscht. Sie haben nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, Aufnahmen (auch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer) zu machen.

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Beerdigung

Die Gemeinschaft mit Jesus Christus wird durch den Tod nicht aufgehoben. Von Anfang an hat die christliche Gemeinde ihre Toten zur letzten Ruhe geleitet. Die Bestattung ist Ausdruck der Liebe und der Achtung gegenüber den Verstorbenen.

Voraussetzung
Die kirchliche Bestattung setzt grundsätzlich voraus, dass die Verstorbenen der evangelischen Kirche angehört haben.

Kann jemand, der nicht in der Kirche war, kirchlich beerdigt werden?
Wer aus der Kirche austritt, erklärt damit, dass er auf eine kirchliche Trauerfeier verzichtet. Bei Fragen hierzu, wenden Sie sich als Angehörige am besten an Ihren Pfarrer/ Ihre Pfarrerin.

Gibt es eine ökumenische Bestattung?
Nein. Eine Bestattung erfolgt in der Regel in der eigenen Konfession. Ausnahmen müssen mit dem zuständigen Pfarramt abgesprochen werden.

Kann jemand, der Selbsttötung begangen hat, kirchlich bestattet werden?
Ja, eine Selbsttötung ist kein Hinderungsgrund mehr für eine kirchliche Bestattung.

Was ist eine Aussegnung?
Nach der alten Tradition wurde von dem Verstorbenen im Haus Abschied genommen. In vielen Orten gibt es diese Tradition der Aussegnung des Verstorbenen im Wohnhaus noch immer. Fragen Sie in Ihren Pfarrer bzw. Ihre Pfarrerin um Rat und äußern Sie Ihre Wünsche.

Trauergespräch und Trauerfeier
In einem Trauerfall wenden Sie sich über das Bestattungsinstitut oder über das Gemeindebüro (Tel.: 0651-9949120-0) an eine Pfarrerin oder einen Pfarrer. Vor der kirchlichen Bestattung findet das Trauergespräch statt. Dieses Gespräch kann zu Hause oder im Gemeindeamt (Konstantinplatz 10) geführt werden. Das Trauergespräch ist Seelsorge und Lebenshilfe für die Angehörigen. Es dient aber auch dazu, den Ablauf der Trauerfeier zu besprechen.

Formen der Bestattung
In unserer Gemeinde gibt es keine Festlegung auf eine bestimmte Form der Bestattung. Neben der traditionellen Erdbestattung stehen wir den Angehörigen auch bei Feuerbestattung, Urnenbeisetzung bzw. Bestattung auf einem naturnahen Friedhof zur Seite. Findet die Beisetzung an einem weiter entfernten Ort oder zu einem späteren Zeitpunkt anonym statt, gibt es die Möglichkeit, einen Trauergottesdienst in Trier zu feiern, wenn die Verstorbenen unserer Kirchengemeinde angehört haben.

Trauergottesdienst/TrauerfeierTrauergottesdienste finden entweder in der jeweiligen Friedhofskapelle statt oder wenn die Angehörigen es wünschen, kann ein Trauergottesdienst in der Ev. Kirche zum Erlöser/ Konstantinbasilika oder im Caspar-Olevian-Saal gefeiert werden. Bei diesen Trauergottesdiensten ist es möglich, wenn gewünscht, Sarg oder Urne im Gottesdienstraum aufzubahren. Auf Kränze oder aufwendigen Blumenschmuck sollte dann allerdings verzichtet werden.