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Aus der Auferstehung leben – Christoph Pistorius wünscht frohes Osterfest

 

Trier - Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, Christoph Pistorius, wünscht ein frohes Osterfest. In seiner jährlichen Osterbotschaft sagt der Theologe: „Die Auferstehung ist viel mehr als ein Bild für Aufstand, Neubeginn oder Hoffnung. Auferstehung ist die Wirklichkeit Gottes, nicht Traum der Menschen.“ Pistorius macht aufmerksam auf die biblische Erzählung von den Frauen am leeren Grab. Sie haben zuerst erkannt, dass Jesus auferstanden ist. „Es heißt, die Frauen hätten beides gefühlt: Furcht und große Freude“, sagt der Superintendent. „Können wir das Äußere des Karfreitags angesichts von Folter, Leid und Tod in der Welt im Bereich unserer Erfahrung einordnen, so gelingt uns dies mit Ostern eher nicht“, so der leitende Geistliche des Kirchenkreises Trier weiter. Auferstehung sei die Beziehung Gottes zu den Menschen. Christoph Pistorius: „Aus ihr leben wir schon jetzt, lassen wir uns befreien zu aufrechtem Gang, trösten Trauernde, teilen ungetrübt die Freude der Fröhlichen, trotzen der Macht des Faktischen täglich jenen Funken der Hoffnung ab.“

Hier die Osterbotschaft des Superintendenten im Wortlaut:

„Vorübergehend unterbrochen“ ist die Botschaft für die Frauen am Ostermorgen, als sie am Grab Jesu stehen. Diese Botschaft setzt in Bewegung, lässt nicht am Grab stehen und in die Leere starren. „Fürchtet euch nicht. Er ist auferstanden. Geht weg von hier. Erzählt. Tragt weiter.“ Damit ist gesagt: Das leere Grab ist nicht der Ort eures Heils. Die Begegnung mit dem Auferstandenen lässt Ostern werden. Es heißt, die Frauen hätten beides gefühlt: Furcht und große Freude. Wer am Grab eines geliebten Menschen den Ostermorgen feiert, kommt auch mit gemischten Gefühlen. Tod und Leben. Das Einmaleins und dann diese quergestrickte Hoffnung. Was meine Augen sehen und mein Herz hofft. Können wir das Äußere des Karfreitags angesichts von Folter, Leid und Tod in der Welt im Bereich unserer Erfahrung einordnen, so gelingt uns dies mit Ostern eher nicht. Ostern können wir nur einander unsere Hoffnung bekennen, dafür werben, dass Christus wächst in den Menschen. Uns ist der Aufstand gegen den Tod aufgetragen, keine Utopie, sondern begründete Hoffnung. Sie hat in Christus ihren Grund. Damit ist die Auferstehung viel mehr als ein Bild für Aufstand, Neubeginn oder Hoffnung. Auferstehung ist die Wirklichkeit Gottes, nicht Traum der Menschen. Auferstehung lässt sich nicht in Begriffe fassen wie alt oder neu, Diesseits oder Jenseits. Es ist die Wirklichkeit, aus der ich lebe. Auferstehung ist die Beziehung Gottes zu den Menschen. Aus ihr leben wir schon jetzt, lassen wir uns befreien zu aufrechtem Gang, trösten Trauernde, teilen ungetrübt die Freude der Fröhlichen, trotzen der Macht des Faktischen täglich jenen Funken der Hoffnung ab, der uns mit Paulus bekennen lässt: „Als die Sterbenden, und siehe, wir leben.“ Christus ist auferstanden. Es gibt keine bessere Nachricht!

Christoph Pistorius, Superintendent, Trier