Die Evangelische Kirchengemeinde Trier

Freiluftgottesdienst 2005

Rund 11.000 Mitglieder hat die Evangelische Kirchengemeinde Trier. Nicht nur durch die Basilika ist sie sichtbar in der Moselstadt. Mehr als 300 Menschen arbeiten ehrenamtlich in 100 verschiedenen Veranstaltungen, Gruppen und Kreisen mit. Sechs Chöre und mehrere Instrumentalkreise laden ein zum Mitmachen. – Ein breit gefächertes Angebot. Damit sich möglichst viele Menschen wohl und heimisch fühlen in der Gemeinde.

 

Neben der Basilika steht den Evangelischen in Trier mit der Christuskirche im Stadtteil Heiligkreuz ein weiteres Kirchengebäude mit Gemeindezentrum zur Verfügung. Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus, verkehrsgünstig in der Innenstadt gelegen, ist das größte Gemeindezentrum. Auf der Tarforster Höhe steht mit dem Klaus-Lohmann-Haus ein weiterer Gemeindesaal zur Verfügung. In der Gehörlosenschule des Höhenstadtteiles finden ebenfalls regelmäßig Gottesdienste statt, so wie in St. Simeon, einer katholischen Kirche im Westen der Stadt.

Die Kirchengemeinde ist Träger des Evangelischen Elisabeth-Krankenhauses und eines Kindergartens: Der KiTa Christuskirche.

Obwohl Trier Großstadt ist, gibt es nur eine einzige Kirchengemeinde. Die Konsequenz: Fast alle Angebote, Veranstaltungen, Gruppen und Kreise werden für die gesamte Gemeinde angeboten.

 

Die Einteilung in Bezirke macht sichtbar, wer jeweils als AnsprechpartnerIn für persönliche Gespräche, aber auch für Taufen, Trauungen und Beerdigungen zur Verfügung steht.

 

Vom Thronsaal zur Kirche

Innenansicht der Basilika

Erst seit der Mitte des letzten Jahrhunderts ist die Konstantin-Basilika eine Kirche. 1856 wurde das Gebäude vom Preußenkönig Friedrich-Wilhelm IV. restauriert und als Gottesdienststätte der Evangelischen Gemeinde Trier "zur ewigen Nutzung" überlassen. Ursprünglich war die Basilika um 310 zu einem ganz anderen Zweck gebaut worden: Sie diente dem römischen Kaiser Konstantin als Palastaula (Thronsaal).

In der Frankenzeit verfiel das Gebäude. Um 1614 wurde es sogar zur Hälfte abgerissen. Der Rest wurde zu einem Teil des bischöflichen Palais umgebaut. Nach der Säkularisation durch Napoleon wurde die Basilika als Lazarett und Kaserne genutzt, bis der Preußenkönig aus ihr eine evangelische Kirche machte. Im August 1944 brannte die Konstantin-Basilika bei einem Bombenangriff völlig aus. Nach dem Krieg konnte sie 1956 ein zweites Mal als Kirche eingeweiht werden. 

Um die Raumwirkung des gewaltigen, völlig säulenlosen Bauwerkes zu unterstreichen, hat man beim Wiederaufbau auf das Verputzen oder Verkleiden der Wände verzichtet. Dieser Rohbauzustand ermöglicht es im übrigen der Betrachterin/ dem Betrachter, die wechselvolle Geschichte des Bauwerkes an dem Mauern abzulesen. Ein Videofilm über die Konstantin-Basilika und ihre Geschichte sowie verschiedene Publikationen über das Gebäude sind am Schriftentisch in der Basilika erhältlich.

Gemeinde-Treffpunkte

Im Ostflügel des Kurfürstlichen Palais, das sich an die Konstantin-Basilika anschließt, befindet sich der Caspar-Olevian-Saal. Er dient als Gottesdienststätte und Gemeindesaal und wird insbesondere als Probenraum für kirchenmusikalische Aktivitäten genutzt. Ebenfalls im Stadtzentrum, nicht weit von der Porta Nigra entfernt, liegt das Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

Die Besonderheit dieses Gemeindezentrums: In den Stockwerken über den Gemeinderäumen befinden sich 43 seniorInnengerechte Wohnungen.

Im Stadtteil Heiligkreuz gibt es ein weiteres Gemeindezentrum, die Christuskirche. Gottesdienststätte, Gemeinderäume und eine zweigruppige Kindertagesstätte sind hier unter einem Dach vereint. Eine weitere Versammlungsmöglichkeit für die Gemeinde bietet ein Gemeinderaum auf der Tarforster Höhe, das Klaus-Lohmann-Haus in der Januarius-Zick-Straße 57.

Ökumene

Bischof Marx, Präses Schneider, Superintendent Pistorius bei einem ökumenischen Gottesdienst

Auf Bezirksebene gibt es eine Vielzahl von freundschaftlichen Beziehungen und Partnerschaften mit den katholischen Schwestergemeinden.

Stellvertretend für alle sei die "Ökumene der Gemeinden am Weiher" (ÖGW) genannt. ÖGW ist ein Zusammenschluß von sechs katholischen und zwei Bezirken der Trierer evangelischen Gemeinde im Stadtgebiet Trier-Süd/ Heiligkreuz/ Mariahof. Im Rahmen des ÖGW werden Gottesdienst und Bibelwochen angeboten.Ansprechpartner für ÖGW und die übrigen Kontakte zu katholischen Gemeinden sind die Pfarrer.

Mit der Pfadfinderarbeit in Irkutsk/ Sibirien bestehen enge Kontakte.

Durch die Pfadfinderarbeit wird versucht, Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Familiären Verhältnissen eine Perspektive anzubieten.

Die Gemeinde fördert und begleitet verschiedene Projekte, um junge Menschen aus dem Teufelskreis Alkoholismus, Arbeitslosigkeit herauszuholen. Dabei soll die Eigeninitiative und das Verantwortungsbewußtsein der Jugendlichen gefördert werden.

In diesem Jahr soll die bestehende kleine Landwirtschaft ausgeweitet werden: einige Schweine und evtl. zwei Kühe sollen gekauft werden.

Zur Evangelischen Gemeinde in Verdun/ Frankreich besteht schon seit über 25 Jahren eine enge Partnerschaft. Regelmäßige Besuche von großen Delegationen haben zu vielen persönlichen Freundschaften geführt.

Sie sind die Basis dieser Partnerschaft, die auch kleinere Projekte in Verdun fördert. Ansprechpartner für diese Partnerschaft ist Dr. Roediger (Tel. 0651/ 39334).

Die Gemeinde unterstützt aktiv die Partnerschaft des Kirchenkreises mit der Missionsarbeit der ELCRN in Namibia. An einer Jugenddelegation nach Namibia haben im Sommer 2000 drei VertreterInnen aus der Trierer Gemeinde teilgenommen.Die Gemeinde fördert und begleitet diakonische Projekte und den Neubau einer Kirche in Okakarara. Ansprechpartner für diese Partnerschaft ist Pfarrer Guido Hepke (Tel. 0651/32050).

Diakonische Verantwortung

Evangelisches Elisabeth-Krankenhaus

Seit über 100 Jahren ist die Gemeinde Gesellschafter des Evangelischen Elisabeth-Krankenhauses. In 202 Planbetten auf 7 Stationen werden jährlich mehr als 6500 PatientInnen versorgt. Mit der Kindertagesstätte Christuskirche trägt die Gemeinde einen Kindergarten.

 

Zur Homepage des Ev. Elisabeth-Krankenhauses

 

Informationen zum Kindergarten Christuskirche