Vernissage in der Basilika - Begegnung im Lande des Propheten

Mit einer Vernissage wird am am Mittwoch, den 11 April um 19 Uhr in der Konstantin-Basilika eine Kunstausstellung eröffnet. Unter dem Titel „Begegnung im Lande des Propheten“ werden 26 Werke des Trierer Künstlers Werner Persy gezeigt. Die Aquarelle sind ein Teil der Stiftung des Künstlers zugunsten der Jüdischen Kultusgemeinde in Trier. Die Evangelische Kirchengemeinde Trier zeigt die Ausstellung in Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde.

Prof. Dr. Reinhold Bohlen wird mit einem Vortrag in die Ausstellung einführen. Dr. Ralph Hansen sorgt an der Schuke-Orgel für einen würdigen musikalischen Rahmen. Im Anschluss laden Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde Trier sowie der Jüdischen Kultusgemeinde zusammen mit dem Künstler zu einem Rundgang ein.

Bis Anfang Juni wird die Ausstellung in der Konstantin-Basilika gezeigt. Während der Öffnungszeiten der Kirche ist sie zugänglich: Montags – Samstags 10 – 18 Uhr; Sonntags 12 – 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Begleitet wird die Ausstellung von weiteren Veranstaltungen. Am 25. April findet um 18 Uhr ein Ökumenisches Friedensgebet in der Konstantin-Basilika statt. Im Mittelpunkt der Meditation stehen Bilder aus der Ausstellung. Daniel Scharfenberger (Keyboard) begleitet die Andacht musikalisch. Für Mittwoch, den 16. Mai ist eine Interreligiöse Feier geplant. Sie soll um 20 Uhr mit VertreterInnen aller monotheistischen Religionen in der Basilika stattfinden. Das Thema sind „Propheten“. Mit den Propheten des Alten Testamentes setzt sich auch Dr. Marianne Bühler vom Emil-Frank-Institut auseinander. Der Vortragsabend mit ihr findet am Montag, den 21. Mai um 19.30 Uhr in der Basilika statt.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Ausstellung Brücken schlagen können – zwischen den Religionen“ begründet Pfarrer Guido Hepke die Motivation zu dieser Ausstellung. „Die Ausstellung und das Begleitprogramm sind ein Beitrag für Frieden und Toleranz“ so der evangelische Theologe weiter. „Mit dieser Ausstellung wollen wir natürlich auch die herausragende künstlerische Leitung Werner Persys würdigen.“

Seit 1951 ist Werner Persy freischaffend in Trier tätig. Geprägt durch die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges studierte er an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Die Professoren Wilhelm Schmurr und Otto Pankok waren dort seine Lehrer.

Wenn Werner Persy gefragt wird, warum er gerade den Beruf eines freischaffenden Künstlers ergriffen habe, dann erzählt er, dass er mit 18 Jahren eingezogen  wurde und als Jagdflieger zum Fronteinsatz kam, etwas, was seiner Einstellung und Haltung völlig widersprochen habe. Daher sei es nicht verwunderlich, dass es während dieser Zeit zu Konflikten gekommen sei, die ihn bis an den Abgrund seiner  Existenz geführt hätten. Diese Zeit habe seine Absicht immer verstärkt, einen Beruf zu ergreifen, der demonstrierende Abkehr von Krieg, Aggression, Macht, Unfreiheit, Unmenschlichkeit und Vernichtung bedeutet.

Werner Persy hat ein weites künstlerisches Betätigungsfeld: Handzeichnungen, Aquarelle, Tafelbilder, Serigraphien, Holzschnitte, Wandmalerei an sakralen und profanen Gebäuden, Entwürfe für textile Wandbehänge, Mosaik sowie Blei- und Betonfenster. Der Künstler hat sich nicht einseitig auf eine Technik festgelegt. Das macht sein Gesamtwerk so interessant.

Nach vielen anderen Auszeichnungen und Ehrungen wurde Werner Persy im Jahre 2000 der Ramboux-Preis seiner Heimatstadt Trier verliehen bekommen. Der Preis wird in größeren zeitlichen Abständen für ein Lebenswerk verliehen.

Der Themenbogen in Persys Werken ist weit gespannt, doch immer geschlagen um die Zentralstation Mensch. Er reicht von die Menschheit erschütternden und tragenden Heilsereignissen des Alten und Neuen Testaments bis zu Alltagsszenen und ländlicher Umwelt. Den Menschen - im Gespräch, beim Mahl, auf der Flucht, in Verzweiflung und Elend, in der Auseinandersetzung mit den Einflüssen von Außen - bleibt trotz aller Beschwernis und Unbill die Hoffnung im Wissen um Licht, Freiheit, Freude und Leben.

 

 

Eröffnung der Konstantin-Ausstellung

Mit einem Festakt in der Evangelischen Kirche zum Erlöser wird Anfang Juni die Konstantin-Ausstellung in Trier eröffnet. Wie kein anderer Ort in Trier ist die Konstantin-Basilika mit der Geschichte des römischen Kaisers verbunden. Das Monument repräsentiert zugleich die Größe und die Vergänglichkeit der Macht römischer Kaiser. Als Kirchenraum ist die zugleich ein Symbol für die Verbindung zwischen Staat und Kirche, die von Konstantin mit prägender Kraft vorangetrieben wurde. – Ein guter Ort, um auf „Konstantin und die Christen“ zu blicken.

Diesem Thema widmet sich Prof. Dr. Alexander Demandt. Sein Vortrag steht im Mittelpunkt des Festaktes, mit dem die Konstantin-Ausstellung offiziell eröffnet wird. Zu den mehr als 1000 erwarteten geladenen Gästen werden u.a. auch Ministerpräsident Kurt Beck, Bischof Reinhard Marx sowie der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker sprechen.

Die kulturhistorische Ausstellung über den römischen Kaiser Konstantin wird vom Land Rheinland-Pfalz zusammen mit dem Bistum Trier und der Stadt Trier getragen.

Sie ist ein wesentlicher Beitrag der Region zum Projekt „Europäische Kulturhauptstadt 2007“.

Die Konstantin-Ausstellung wird mit unterschiedlichen Schwerpunkten in drei Trierer Museen gezeigt. Das Rheinische Landesmuseum ist der größte Ausstellungsstandort mit dem Titel "Herrscher des Römischen Imperiums". Das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum hat "Der Kaiser und die Christen" zum Thema und das Stadtmuseum Simeonstift "Tradition und Mythos". Bis zum 4. November wird die Ausstellung, die von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet wird, zu sehen sein.

Auch die Evangelische Kirchengemeinde beteiligt sich mit Veranstaltungen am Begleitprogramm der Konstantin-Ausstellung. So findet am 30. Mai um 19.30 Uhr ein Vortrag in der Basilika statt. Unter dem Motto „Die Konstantin-Basilika, von der kaiserlichen Palastaula zur Evangelischen Kirche“ referiert Pfarrer Guido Hepke. Weitere Vorträge – ebenfalls in Kooperation mit der Katholischen Akademie Trier, der evangelischen und der katholischen Erwachsenenbildung – sind für Juni und September geplant.