Palatinum - Burganlage

Weinkeller

Die Palastaula war, wie auch der größte Teil der römischen Großbauten, nach dem Zusammenbruch der staatlichen Ordnung im Römisch Reich dem Verfall preisgegeben.

Mit dem Übergang Triers in den Machtbereich der fränkischen Könige gelangte auch die Palastaula in die Hände der Franken. Zur Verwaltung der Besitztümer setzte der König einen Gaugrafen ein, der vielleicht auch seinen Sitz in der Palastaula, dem „Palatium“, nahm.

Im Verlauf des 10. Jahrhunderts verschoben sich die Machtverhältnisse zwischen weltlicher und geistlicher Herrschaft. Neben anderen Besitztümern fiel den Trierer Erzbischöfen auch die Ruine der römischen Palastaula zu.

Durch die Funktion als bischöflicher „Verwaltungssitz“ und Schutzburg sowie ab dem 13. Jahrhundert als erzbischöfliche Residenz bekam das Gebäude eine neue Nutzung.

Die Halle der Palastaula blieb jedoch ohne Dach. In dem so entstandenen Hof wurden mehrere Wirtschaftsgebäude errichtet. Ein noch heute erhaltener Weinkeller gibt davon Zeugnis.

Die Apsis wurde zu einem Turm umfunktioniert. Dieser diente seit dem Hochmittelalter den Erzbischöfen als Wohnstätte.

Die Mauerkronen waren zinnenbewehrt und über Ecktreppentürme begehbar. Hinter den Mauerkronen verliefen Wehrgänge. Die Fenster des Langhauses wurden zugemauert.

Diese Burganlage mitten in der Stadt war kaum einnehmbar. Wer sie besaß, der hatte im Zweifelsfall auch die Kontrolle über Trier.

mehr drin