Konstantin-Basilika

71 Meter lang, 32,60 Meter breit und heute mit dem Südgiebel über 36 Meter hoch. Das sind die Maße der Basilika. Um 310 wurde sie vom römischen Kaiser Konstantin als Palastaula (Thronsaal) gebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts restaurierte der Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. das Gebäude als Kirche für die evangelische Gemeinde. Bis zu 1.700 Menschen finden in der Basilika Platz.
Öffnungszeiten
Januar bis März
montags geschlossen
dienstags - samstags 11:00 - 12:00 Uhr und 15:00 - 16:00 Uhr
sonntags/Feiertag 12:00 - 13:00 Uhr
April bis Oktober
montags - sonntags 10:00 - 18:00 Uhr
November bis Dezember
montags geschlossen
dienstags - samstags 10:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
sonntags/Feiertag 12:00 - 13:00 Uhr
Allgemein
Wer die Basilika durch den südlichen Eingang betritt, bleibt oft unwillkürlich stehen. Noch heute wird der Betrachter gefangen genommen von den gewaltigen Dimensionen des Raumes. Innen misst die Basilika rund 67 m in der Länge, 27,5 m in der Breite und erreicht eine Höhe von 33 m. Damit ist der ehemalige Thronsaal römischer Kaiser der größte säulenlose Raum aus der Antike, der heute noch erhalten ist.
Im Mittelalter wurde die „aula palatina“ zu einer Burganlage umgebaut. Sie diente ab dem 13. Jahrhundert den Trierer Erzbischöfen und Kurfürsten als Residenz. Im 17. Jahrhundert mussten Süd- und Ostwand einem Schlossbau weichen. Die römische Westwand und die Apsis wurden in das kurfürstliche Palais integriert.
Friedrich Wilhelm IV. restaurierte das Monument in seiner einstmaligen römischen Größe, um eine evangelische Kirche zu errichten. 1856 wurde die Basilika als „Evangelische Kirche zum Erlöser“ eingeweiht. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte die Basilika 1956 ein zweites Mal als evangelische Kirche eingeweiht werden.
Die heutige Kirche präsentiert sich in einer zurückhaltenden steinsichtigen Form. Eine theologisch angemessene Gestaltung: Wenn der Altar ungefähr dort steht, wo sich einst der Thron römischer Kaiser befand, dann muss das Gebäude in seiner ganzen Gestalt sichtbar machen: Alles das, was wir mit Jesus Christus und seinem „Reich Gottes“ verbinden, ist etwas völlig anderes als kaiserliche Gewalt oder die Macht jedweder politischer Obrigkeit.
