Oktober 2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014 15.30 Uhr
Caspar-Olevian-Saal

Prof. Dr. Wolfgang Schmid, Universität Trier

Die Trierer evangelische Gemeinde im Kulturkampf

Die Zeit nach der Reichsgründung 1871 war von einem erbittert ausgefochtenen Konflikt zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche geprägt. Welche Folgen hatte dies für das Leben in einer großen evangelischen Gemeinde in einer überwiegend katholisch geprägten Bischofsstadt? In einer Stadt, die seit 1866 von einer Mariensäule überragt und in die 1844 und 1891 zahlreiche Pilger zum Heiligen Rock strömten? Auf den jährlichen Synoden berichteten die Pfarrer vom Leben in ihren Gemeinden und von den verschiedenen Konfliktfeldern im Zusammenleben der Konfessionen.

November 2014

Mittwoch, 5. November 2014 15.30 Uhr Caspar-Olevian-Saal

Frank-Matthias Hofmann, Beauftragter der Evangelischen Kirche bei der Landesregierung des Saarlandes (Evangelisches Büro Saarland)

Kirche und Politik in der Gegenwart

Die politische Dimension des christlichen Glaubens im Gefolge der reformatorischen Entwicklung ist unbestritten. Kirche ist politisch, also auf das Gemeinwohl bezogen. Über Positionen muss gestritten werden. Die Kirchen bringen sich als wesentliche gestaltende Kraft in das Gemeinwesen ein: Im Diskurs über ethische Grenzen in Wissenschaft, über Friedens-, Sozial- und Wirtschaftspolitik, als Träger diakonischer Einrichtungen und von Kultur- und Bildungsangeboten. Die Evangelischen Büros vermitteln dieses protestantische Profil in Landtage und Landespolitiken hinein. Am Beispiel der Arbeit des Evangelisches Büros Saarland werden Möglichkeiten und Grenzen der politischen Einflussnahme der Kirche auf Entscheidungsträger in einem Bundesland erörtert.

Königin der Instrumente: Die neue Hauptorgel in der Konstantin-Basilika Trier

Ab Dezember 2014 wird in der Konstantin-Basilika eine neue Orgel erklingen. Dieses gewaltige, von der Bautzener Orgelbaufirma Eule geschaffene Instrument ist in jeder Hinsicht auf die technischen und musikalischen Ansprüche des 21. Jahrhunderts ausgerichtet und bietet vielfältige klangliche und künstlerische Möglichkeiten. Die Idee einer „Auferstehung“ der im Krieg zerstörten Hauptorgel der Basilika reicht in die 1950er Jahre zurück. 2006 fiel mit der Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz die Entscheidung, in der Basilika ein Instrument zu realisieren, das es ermöglicht, die komplexe Orgelliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts sowie der Gegenwart angemessen darzustellen. Drei Vortragsnachmittage laden dazu ein, die neue Orgel unter denkmalpflegerischen, musikalischen und technischen Gesichtspunkten
genauer kennenzulernen.

Mittwoch, 12. November 2014 15.30 Uhr Caspar-Olevian Saal

Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle, Universität Trier

Die Reformation: Politik mit Theologie und Religion

Religion war in Mittelalter und Früher Neuzeit eine gesellschaftliche Ordnungskraft ersten Ranges. Ein Ereignis wie die Reformation, das die Religion nicht nur streifte, sondern zum Inhalt hatte, musste daher die Welt erschüttern. Mit den theologischen Debatten und gelehrten Streitfragen wurde in der Reformation Politik gemacht, die Ereignisse und ihre Auswirkungen veränderten ganz Europa.

 

Mittwoch, 19. November 2014 15.30 Uhr Caspar-Olevian-Saal

Architektin Dipl.-Ing. Brigitte Coen (LBB Trier)

Die Genese des Orgelprojekts unter denkmalpflegerischen und architektonischen Aspekten

 

Mittwoch, 26. November 2014 15.30 Uhr Caspar-Olevian-Saal

Kantor Martin Bambauer (Ev. Kirchengemeinde Trier)

Die musikalisch-klanglichen Möglichkeiten der neuen Hauptorgel

Dezember 2014

Mittwoch, 3. Dezember 2014 15.30 Uhr Caspar-Olevian-Saal

Jiri Kocourek (Dresden / Hermann Eule Orgelbau Bautzen)

Die Technik der neuen Hauptorgel

 

Mittwoch, 10. Dezember 2014 15.30 Uhr Caspar-Olevian-Saal

Prof. Dr. Winfried Weber, Universität Trier/Dom- und Diözesanmuseum Trier

Neue Forschungen zur Geburtskirche in Bethlehem

Bereits in der frühen Kirchen entwickelte sich Bethlehem zu einem christlichen Wallfahrtsort, an dem eine Höhle, in der Jesus geboren sei, und eine Krippe gezeigt wurden. Die Grundlagen der heutigen Geburtskirche gehen auf Helena, die Mutter von Kaiser Konstantin zurück, die 324 Bethlehem besuchte und ihren Sohn zum Bau einer ersten Kirche über den Höhlen und Grottenanlagen veranlasste. In diesem Vortrag werden neuere archäologische Forschungen zur wechselvollen Geschichte dieses Kirchenbaus und seiner Nachfolger vorgestellt. Die musikalische Umrahmung wird vom Klaus-Lohmann-Ensemble gestaltet. Mitwirkende: Ernst Berthold und Peter Oldfield, Querflöte - Günter Kärner, Klavier.