Februar 2013
Künstliche Intelligenz: Erwartungen, Enttäuschungen, Realität
Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ fasst die wissenschaftlichen Bemühungen zusammen, kognitive Leistungen des Menschen zumindest in Ansätzen auf den Computer zu übertragen. Diese Vortragsreihe beginnt mit einem Übersichtsvortrag, der an ausgewählten Beispielen einen Überblick über das Gebiet vermitteln will und widmet sich in den beiden folgenden Vorträgen aktuellen Entwicklungen.
Mittwoch, 6. Februar 2013, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal
Prof. Dr. Hans Czap, Wirtschaftsinformatik
Ausgewählte Anwendungen der Künstlichen Intelligenz – Hoffnungen, Enttäuschungen, Realität
Der Vortrag zeichnet die Entwicklung ausgewählter Strömungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz nach und geht dabei auf die spezifischen Schwierigkeiten ein. Ziel ist es, ein Grundverständnis zu vermitteln, so dass eine
Beurteilung der vorgestellten Ideen möglich ist.
Mittwoch, 13. Februar 2013, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal
Prof. Dr. Ingo J. Timm, Universität Trier,
Wirtschaftsinformatik I
Übertragung gesellschaftlicher Verhaltensweisen auf künstliche Systeme – Fragestellungen und Ergebnisse aus der Sozionik
Die Sozionik ist ein neues Forschungsgebiet, das soziologische Fragestellungen mit Hilfe des Computers modelliert und simuliert. Zusätzlich werden soziologische Erkenntnisse genutzt, um Softwaresysteme zu verbessern. In dem Vortrag werden Entwicklungstendenzen und Anwendungsmöglichkeiten aus dem Schwerpunktprogramm Sozionik der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie aktuelle Forschungsarbeiten des Referenten aufgezeigt.
Mittwoch, 20. Februar 2013, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal
Prof. Dr. Hans Czap, Wirtschaftsinformatik
Selbständiges Lernen von Computern - Künstlich Neuronale Netze und ihre Möglichkeiten
Künstlich Neuronale Netze ahmen die Schaltvorgänge im Gehirn von Menschen nach. Damit können Computer in gewissem Umfang selbständig lernen. In der Veranstaltung wird mit den Teilnehmern an Hand eines konkreten Datensatzes ein Computerprogramm erarbeitet, das die verborgenen Gesetzmäßigkeiten des Datensatzes erkennt und zur Prognose nutzt. Die Grenzen dieses
Ansatzes werden diskutiert.
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März 2013
Buchpreise des Jahres 2012
Das Mittwochsforum stellt im Monat März ausgewählte Literaturpreisträger des vergangenen Jahres vor. Die Spanne reicht von März (Leipziger Buchmesse) bis Oktober (Frankfurter Buchmesse) und schließt die Verleihung des Nobelpreises mit ein.
Mittwoch, 6. März 2013, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal
Dr. Huiru Liu, Universität Trier
Mo Yan: Nobelpreis 2012
Im Westen wird Mo Yan gelegentlich als „Staatsdichter“ bezeichnet. Gewiss ist der jüngst mit dem Nobelpreis ausgezeichnete chinesische Schriftsteller Parteimitglied und Träger wichtiger öffentlicher Ämter (darunter Direktor des Institutes für Literatur an der Chinesischen Akademie, stellvertretender Vorsitzender des Schriftstellerverbandes), dennoch ist nicht zu übersehen, dass Machtkritik eines der wichtigsten Themen seiner Werke bildet. Der Vortrag wird anhand einiger repräsentativer Romane (vor allem „Die Knoblauchrevolte“, 1989, „Die Schnapsstadt“, 1993) dieses Thema aufspüren. Es gilt, die politische Brisanz seiner Werke herauszuarbeiten und sie im Kontext des Gesellschaftswandels zu beleuchten, aber auch die poetische Kraft seiner Sprache zu zeigen.
Mittwoch, 13. März 2013, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal
Hedy Niehl, StDin i. R., Studienseminar Gymnasien Trier
Wolfgang Herrndorf: Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Der Autor erhielt den Preis im März 2012 für seinen Wüstenthriller „Sand“. Mit diesem Buch stand er auch auf der Shortlist (i.e. die Auswahlliste der sechs besten deutschsprachigen Bücher des Jahres) für die Nominierung zum Deutschen Buchpreis 2012 –
genau wie im Jahr davor mit dem Jugendroman
„Tschick“. Den Preis konnte er wegen seiner schweren Erkrankung nicht mehr persönlich entgegennehmen. Aber schreiben kann er noch. Das zeigt deutlich ein Vergleich seiner beiden Romane.
Mittwoch, 20. März 2013, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal
Horst Schädlich, OStD i. R., Friedrich-Spee-Gymnasium, Trier
Ursula Krechel „Landgericht“: Deutscher Buchpreis 2012
Die aus Trier stammende Preisträgerin sagt, ihr Roman sei ein „Denkmal in Denk- und Sprachräumen“ für Menschen wie Richter Kornitzer, einen Deutschen jüdischer Konfession, der nach dem zweiten Weltkrieg in die französisch besetzte Zone Süddeutschlands zurückkehrt und erkennen muss, dass er weder sein Berufsleben als Jurist noch sein Familienleben so wieder aufnehmen kann, wie es vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten war.
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April 2013
Karl Marx
Der wohl bekannteste Sohn der Stadt Trier, Karl Marx, wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Er starb am 14. März 1883 in London. Aus Anlass seines 130. Todestags ist das Jahr 2013 seinem Gedenken gewidmet. Wir wollen uns im Rahmen dieses thematischen Schwerpunktes mit seinem Leben, seinen Ideen und seiner heutigen Relevanz beschäftigen.
Mittwoch, 10. April 2013, 15.30 Uhr, Museum Karl-Marx-Haus
Margret Dietzen, Museumspädagogik
Karl Marx, die historische Person, seine philosophischen, ökonomischen und revolutionären Ideen und seine heutige Aktualität
Führung durch das Geburtshaus von Karl Marx, ein Museum mit internationaler Strahlkraft
Das Geburtshaus von Karl Marx zieht jährlich ca. 40.000 BesucherInnen aus aller Welt an. Um 1727 als barockes Wohnhaus erbaut, 1928 durch die SPD erworben, wurde es 1947 als Museum eröffnet und ist seit 1968 in der Obhut der Friedrich-Ebert-Stiftung. Heute ist das Haus ein historisch-politischer Lernort. Die Dauerausstellung zeigt daher in einem spannenden Rundgang nicht nur den Menschen Karl Marx als historische Person und das Reifen seiner philosophischen, ökonomischen und revolutionären Ideen. Vielmehr werden auch die Auswirkungen von Marx’ Analysen auf den Verlauf der Geschichte und seine Aktualität in heutiger Zeit dargelegt. Ein Begleitprogramm für „Jung und Alt“, zu unterschiedlichsten Themen aus drei Jahrhunderten, trägt zur Attraktivität des Haus regional wie überregional bei.
Kosten: 2,50 Euro.
!!! Freitag, 19. April 2013, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal
Dr. Jürgen Herres, Berlin-Brandenburgische
Akademie der Wissenschaften
Der »historische« Karl Marx
Seit Ausbruch der Finanzkrise ist der Name des in Trier geborenen kommunistischen Kapitalismuskritikers Karl Marx wieder in vieler Munde. Schien es nach dem Untergang des europäischen Realkommunismus sicher, dass Marx’ Werk so tot und begraben sei wie sein Erfinder selbst, so gilt er nun als erster Denker der Globalisierung, druckt eine Sparkasse sein Konterfei auf ihre Kredit-Karten und quälen sich junge Menschen wieder in Lektürekursen durch seine Bücher. Es erscheint deshalb umso vernünftiger, sich der historischen Person Marx und deren Wirken im zeitgenössischen Kontext erneut zu versichern. In seinem Vortrag unternimmt der Historiker Dr. Jürgen Herres, Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 1994 mit der Herausgabe der Handschriften und Texte von Marx und Engels beschäftigt, eine solche Tiefenbohrung.
Mittwoch, 24. April 2013, 15.30 Uhr, Städt. Museum Simeonstift
Dr. Elisabeth Dühr, Museumsdirektorin, Städtisches Museum Simeonstift
Ikone Karl Marx. Kultbilder und Bilderkult
Führung durch die Sonderausstellung zu Karl Marx
Anlässlich des 130. Todestags von Karl Marx (1818–1883) im März 2013 zeigt das Stadtmuseum Simeonstift Trier eine umfangreiche Sonderschau unter dem Titel „Ikone Karl Marx. Kultbilder und Bilderkult“. Die Ausstellung versteht sich als wichtige Etappe zum Jahr 2018, dem 200. Geburtstag des großen Trierers, der hier geboren wurde, aufwuchs und nicht zuletzt durch seine (Privat-)Lehrer entscheidend geprägt wurde.
Kosten: 6 Euro
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Mittwochsforum EXTRA - Juni 2013
„Wie halten Sie es mit der Religion?“ Glaube in der Moderne
Der Glaube ist unter den Bedingungen der Moderne keine Selbstverständlichkeit mehr. Was für den religiösen Menschen immer noch ein wichtiger Bestandteil des Alltags und der eigenen Identität darstellt, ist mittlerweile im gesellschaftlichen Diskurs immer mehr zum „Problemfall“ geworden.
Was bedeutet überhaupt „Glaube“? Wie wirkt er? Welchen Raum kann er zwischen Religionskritik auf der einen und moderner Wissenschaft auf der anderen Seite einnehmen? Sind dem Glauben im gesellschaftlichen Miteinander Grenzen gesetzt?
Diesen und weiteren Fragen geht eine Vortragsreihe im Juni 2013 nach, in der sich dem Thema „Glaube“ von verschiedenen Perspektiven her angenähert werden soll.
Anlass für diese Vortragsreihe ist das von Papst Benedikt XVI. für 2013 ausgerufene „Jahr des Glaubens“ sowie das Themenjahr der Luther-Dekade, das sich der Spannung von „Bekenntnis und Toleranz“ widmen wird.
Veranstalter sind die Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier, das Mittwochforum der Evangelischen Kirchengemeinde Trier, das Ökumenische Institut für interreligiösen Dialog an der Universität Trier und die Theologische Fakultät Trier.
Mittwoch, 05.06.2013, 20.00 Uhr, Caspar-Olevian-Saal Trier
Prof. Dr. Dr. Werner Schüßler, Trier
Glaube und moderne Wissenschaft
Mittwoch, 12.06.2013, 20.00 Uhr, Caspar-Olevian-Saal Trier
Prof. Dr. Gerhard Robbers, Trier
Glaube in der pluralistischen Gesellschaft
Mittwoch, 19.06.2013, 20.00 Uhr, Caspar-Olevian-Saal Trier
Prof. Dr. Sebastian Murken, Bad Kreuznach
Glaube und Individualisierung
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