Januar 2015

Mittwoch, 21. Januar 2015, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal

PD Dr. Stefan Lötters, Universität Trier

Die Evolution des Menschen aus biologischer Sicht

Wie lässt sich die Evolution des Menschen aus Sicht der Naturwissenschaft beschreiben? Der Biogeograph Dr. Stefan Lötters stellt wichtige Aspekte der sogenannten menschlichen „Erfolgsgeschichte“ über die letzten zehn Millionen Jahre in allgemeinverständlicher Form vor. Insbesondere widmet er sich den Fragen: Wie kam es zum aufrechten Gang? Warum wuchs das Gehirn? Die Evolution der Kultur. Afrika als Wiege der Menschheit / „Out-of-Africa“. Und schließlich: Was macht den Menschen aus?

Mittwoch, 28. Januar 2015. 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal

Prof. Dr. Hans Czap, Universität Trier

Zeit und Zeitlosigkeit in der speziellen Relativitätstheorie

Vor mehr als 100 Jahren hat Einstein seine spezielle Relativitätstheorie veröffentlicht, deren Realitätsgehalt durch vielfältige Beobachtungen bestätigt wird. Ihre Aussagen, insbesondere zum Begriff „Zeit“, sind vielen jedoch nach wie vor unverständlich.
Ausgehend von den physikalischen Problemen vor Einstein wird die spezielle Relativitätstheorie in ihren Grundzügen vorgestellt und in ausgewählten Aspekten vertieft. Speziell konzentrieren wir uns darauf, den Zeitbegriff zu klären, und untersuchen dann die Frage nach „Zeitreisen“, also Reisen in die Vergangenheit oder Zukunft, und widmen uns physikalischen Phänomenen, die „zeitlos“ sind.

Februar 2015

Mittwoch, 4. Februar 2015, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal

Dr. Frank Vogelsang, Akademie der Evangelischen Kirche im Rheinland, Bad Godesberg

Was heißt: „Gott schuf die Welt“? Die Schöpfungserzählung vor dem Hintergrund der Evolutionstheorie

Wir haben dieses Bild schon oft gesehen: Eine Reihe unserer Ahnen, die bei affenähnlichen Vorfahren anfängt, über langsam aufrecht gehende Zwischenformen bis zu uns reicht, den Menschen, die wir zum Schluss aufrecht gehend die Reihe abschließen. Dieses Bild zeigt wie kein anderes in Kurzform die Entwicklung, die wir durchlaufen haben. Die Evolutionstheorie ist jene gewaltige biologische Theorie, die zeigt, wie alle Lebensformen einer gemeinsamen Entwicklung angehören. Die Bibel aber schildert die Entwicklung ganz anders. Gott schuf die Pflanzen, er schuf die Tiere und er schuf den Menschen. Was können wir heute noch mit den biblischen Schilderungen anfangen? Sind es nur interessante Geschichten, die man sich früher einmal erzählt hat? Welche Relevanz haben sie noch angesichts der naturwissenschaftlichen Beschreibung der Welt? Darüber soll in der Veranstaltung diskutiert werden.

März 2015

Das unterirdische Trier (Treveris subterranea)
Das unterirdische Trier aus der Spätantike und dem Mittelalter ist nicht so umfangreich wie „Roma sotteranea“, umfasst aber zahlreiche archäologische
Stätten und interessante Räume. Die meisten Trierer kennen diese nicht, da sie nur mit Sonderführungen oder mit besonderer Genehmigung zugänglich sind. Daher bietet das Mittwochsforum Führungen zu vier ausgewählten, interessanten unterirdischen Orten in Trier an. Im Jahr 2016 ist eine Fortsetzung der Reihe geplant. Wegen der beschränkten Teilnehmerzahl werden bei zwei Ausgrabungsstätten Doppeltermine angeboten. Zu allen Terminen ist eine Anmeldung beim Evangelischen Gemeindebüro erforderlich (Telefon 99 49 12 00, ev-gemeinde.trier@ekkt.de). Für die Führungen wird kein Eintritt erhoben, aber ein freiwilliger Unkostenbeitrag erbeten.

Mittwoch, 4. März 2015, 15.30 Uhr, Trierer Dom
(Treffpunkt bei der Sakristei auf der rechten Seite)

Domkapitular em. Prof. Dr. Franz Ronig

Die vier Krypten unter dem Dom

Der Trierer Dom ist ein einzigartiges Denkmal der abendländischen Architektur- und Gottesdienstgeschichte. Die älteste Krypta ist die dem 3. Bischof von Trier geweihte Maternuskrypta (Mittelkrypta) aus der 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts. Die Krypta unter dem Westchor ist dem Hl. Blasius gewidmet, die Krypta unter dem Ostchor der Hl. Helena. Die Krypta unter der ab 1702 erbauten Heilig-Rock-Kapelle hatte keinen Namen und wurde kürzlich als Athanasiuskapelle für die Ostkirchen hergerichtet.

Mittwoch, 11. März 2015 / Donnerstag, 12. März 2015, 15.30 Uhr, Dom-Information

Die Ausgrabungen unter dem Haus der Dom-Information Trier Die Dom-Information wurde auf den Mauern des wohl ersten Gebets- und Versammlungsraums der christlichen Gemeinde Trier, dem ältesten Teil der Bischofskirche aus der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts errichtet. Nördlich der Alpen gibt es keine vergleichbaren Zeugnisse frühchristlicher Kirchenbauten, so dass dieser Grabungsbereich eine archäologische Kostbarkeit ist.

Mittwoch, 18. März 2015, 15.30 Uhr, Konstantin-Basilika
(Treffpunkt vordere Bankreihen)

Pfarrer Guido Hepke

Die Ausgrabungen unter der Konstantin-Basilika

Die Mauern der Konstantin-Basilika erzählen 1700 Jahre Trierer Stadtgeschichte. Die Ausgrabungen unter der Evangelischen Kirche zum Erlöser lassen uns zurückblicken bis auf die Zeit der Stadtgründung vor 2000 Jahren. Die Führung erklärt die Fundstücke der Ausgrabung und setzt sie in Bezug zur städtischen Geschichte. Zudem wird ein Blick auf die wechselvolle Geschichte der Konstantin-Basilika geworfen.

Mittwoch, 25. März 2015 / Donnerstag, 26. März 2015, 15.30 Uhr, St. Maximin

Das spätantike Gräberfeld unter der ehemaligen Reichsabtei St. Maximin

Die Abteikirche Sankt Maximin geht auf einen spätantiken, von der christlichen Gemeinde genutzten Grabbau zurück. Seit der Mitte des 4. Jahrhunderts war an dieser Stelle, ausgehend von einem privaten Mausoleum, ein großer rechteckiger Komplex angelegt worden, in welchem in der Folgezeit die christliche Gemeinde ihre Toten bestattete. Dies geht aus den dort gefundenen zahlreichen frühchristlichen Grabinschriften hervor. Die Tradition behauptet seit dem 8. Jahrhundert, dass Bischof Agritius an dieser Stelle eine Johanniskirche errichten ließ, in der er und sein Nachfolger Maximin bestattet wurden.

April 2015

Kultur und Kunst: Institutionen und Orte in Trier

In der Stadt Trier befinden sich jeweils sehr unterschiedliche, attraktive Kultureinrichtungen. Tanz und Schauspiel, Theater und bildende Kunst werden hier auf hohem Niveau und mit zahlreichen Beteiligungsmöglichkeiten gepflegt. Als wissenschaftliche und kulturelle Einrichtung hat die Stadtbibliothek Weberbach mit ihrer einzigartigen Sammlung überregionale Ausstrahlung. In dieser Reihe stellen sich vier der wichtigsten kulturellen Institutionen der Stadt vor.

Mittwoch, 22. April 2015, 15.30 Uhr, Europäische Kunstakademie Trier, Aachener Straße 63

Dr. Gabriele Lohberg (Leiterin der Europäischen Akademie für Bildende Kunst)

Die Europäische Kunstakademie – Konzeption, Ziele und Blick in die Werkstatt

Seit 36 Jahren befasst sich die Europäische Kunstakademie in Trier mit nahezu allen Bereichen der bildenden Kunst. Frau Dr. Lohberg wird die Ziele und Konzeption der Kunstakademie praxisnah erläutern. Anschließend wird die Möglichkeit eröffnet, einen Blick in die künstlerische Arbeit von Kindern zu werfen, die ein Musical zum Thema Zirkus vorbereiten.

Mittwoch, 29. April 2015, 15.30 Uhr, Stadtbibliothek Trier, Weberbach 25

Prof. Dr. Michael Embach und Prof. Dr. Gunther Franz

Die neue Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier – ein Juwel der Buchkultur

Die Stadtbibliothek Trier hütet bibliophile Schätze von höchstem Wert und internationalem Rang und Dokumente zur Geschichte der Stadt und des Kurfürstentums. In den vergangenen Jahren umfassend erweitert und modernisiert, wurde die neue Schatzkammer im November 2014 als Dauerausstellung eröffnet. Der Direktor Prof. Embach erläutert die Konzeption sowie bauliche und konservatorische Maßnahmen. Sein Amtsvorgänger erklärt ausgewählte „Highlights“ und die repräsentativen Barockgloben. Eintritt 5 €, Familienkarte 8 €, Senioren ab 65 Jahren 3 €.

Mai 2015

Mittwoch, 6. Mai 2015, 15.30 Uhr, TUFA Trier, Wechselstraße 4, 54290 Trier

Dr. Klaus Reeh (Vorstandsvorsitzender des TUFA e.V.) und Teneka Beckers (Geschäftsführerin)

Die TUFA Trier: Kultur- und Kommunikationszentrum

In der Tufa kommen kommunales und zivilgesellschaftliches Engagement in einer bundesweit einmaligen Form zusammen. Unter dem Dach des Tuchfabrik e.V. gestalten über 20 Vereine mit einer städtischen Geschäftsführung ein vielfältiges kulturelles Leben. Zu den Veranstaltungen, Kursen und Workshops in der Tufa kommen mehr als 70.000 Besucher pro Jahr. Die Angebote richten sich an Jung und Alt, sie sind oft integrativ, experimentell, interdisziplinär und kooperativ. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Reeh und die Geschäftsführerin Teneka Beckers werden uns mit der Konzeption, den Einrichtungen und dem Programm der Tufa vertraut machen.

Mittwoch, 13. Mai 2015, 15.30 Uhr, Caspar-Olevian-Saal

Karl M. Sibelius, desgnierter Intendant des Theaters Trier

Das Theater Trier - Chancen und Risiken

Der designierte Intendant Karl M. Sibelius ist als künstlerischer und kaufmännischer Leiter des Mehrspartenhauses mit einer Fülle von Kompetenzen ausgestattet worden. Wie geht er damit um? Wie sieht sein neues Team aus? Was wird sich unter seiner Intendanz verändern, was hat Bestand? Wie geht er die vielfältigen Herausforderungen an: Das Theater muss saniert werden, viele verlangen gar einen Neubau, das Theater wird in eine neue Rechtsform überführt, die Finanzsituation ist angespannt und das Einsparungspotential bereits jetzt ausgeschöpft. Was sind die Visionen und Ziele des neuen Teams? All diese Fragen versucht der Kulturmanager, Schauspieler und Friedensforscher in diesem Vortrag zu beantworten und freut sich auf eine breitgefächerte Diskussion mit den Bürgern, für die er ja Theater machen will.