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Fastenzeit - 40 Tage bewusst verzichten

Die Fastenzeit rückt näher. Viele Menschen nutzen die Tage zwischen Aschermittwoch und Ostern dazu, einmal bewusst auf etwas zu verzichten. Einzelne, Familien oder Gruppen sind eingeladen, sich an den kirchlichen Aktionen Klimafasten, Autofasten oder 7 Wochen Ohne zu beteiligen.

Das Auto stehen lassen und stattdessen mit dem Fahrrad fahren - das ist nur eine von vielen Möglichkeiten, in der Fastenzeit Verzicht zu üben. Mehr Anregungen bieten verschiedene kirchliche Fastenaktionen. Bild: © Kara - Fotolia.com

Wie viel Auto ist wirklich nötig und wo lässt es sich durch öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder den Fußweg ersetzen? Bei der 21. Aktion „Autofasten“ laden die Kirchen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Luxemburg dazu ein, zwischen dem 14. Februar und 31. März möglichst oft auf das Auto zu verzichten und dort, wo es unverzichtbar ist, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Car-Sharing-Modelle zu nutzen.

"Es soll nicht darum gehen, das Autofahren gänzlich zu verbieten“, erklärt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in ihrem Grußwort an die Teilnehmenden der Aktion auf der Webseite autofasten.de. „Aber wir können unsere Perspektiven ändern, wenn wir ganz bewusst und zumindest in der Fastenzeit auf andere Verkehrsmittel umsteigen. “

Teilnehmende an der Fastenaktion können sich auf der Webseite anmelden und dort nicht nur ihre eingesparten Kilometer eintragen, sondern auch Vergünstigungen für ihre Region erhalten. So verlost der  Saarländische Verkehrsverbund etwa 200 Zwei-Wochen-Tickets. Angemeldete Teilnehmende aus Nordrhein-Westfalen können zehn Schöner-Tag-Tickets gewinnen.

Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

Zum Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit rufen mehrere evangelische Landeskirchen in Deutschland, darunter die Evangelische Kirche im Rheinland, sowie das Bistum Hildesheim auf. „Das biblische Motto der Aktion ‚So viel du brauchst …‘ (2. Mose 16) soll dazu anregen, unseren Lebensstil an dem zu orientieren, was wesentlich ist, und unseren unbegrenzten Konsum zu überdenken“, heißt es im Grußwort der beteiligten Kirchen in der Broschüre zur Aktion.

Die Fastenbroschüre gibt wöchentlich praktische Anregungen, das eigene Verhalten klimafreundlicher zu gestalten. Zum Beispiel dadurch, anders unterwegs zu sein, achtsamer zu essen, weniger zu kaufen und zu verbrauchen, Energie einzusparen. Die Aktion lädt aber auch dazu ein, durch Gespräche, Spaziergänge, Tagebucheinträge innezuhalten, die eigenen Routinen zu hinterfragen, Kraft zu tanken und zu überlegen, welche Hinweise in der Broschüre auch über die Fastenzeit hinaus Bestand haben könnten.

Mitgefühl, Hoffnung und Standpunkte zeigen

Seit mehr als 30 Jahren lädt die Fastenaktion 7 Wochen Ohne der evangelischen Kirche bundesweit dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu gestalten. Unter dem Motto „Zeig dich! 7 Wochen ohne Kneifen“ geht es in diesem Jahr darum, u.a. Debatten nicht zu scheuen. „In Zeiten, in denen unerschrockene Debatten wieder dringend geboten sind und auch die Schwachen in der Gesellschaft gehört werden müssen, sollten sich der Botschaft Jesu Christi zugewandte Menschen nicht verstecken, nicht untertauchen oder wegducken“, heißt es von Seiten der Aktion.

So stehen die einzelnen Wochen etwa unter den Themen „Zeig dein Mitgefühl“, „Zeig deine Hoffnung“, „Zeig wofür du stehst“. Offiziell eröffnet wird die Aktion am 18. Februar mit einem Gottesdienst in der evangelischen Thomaskirche in Hofheim am Taunus. Das ZDF überträgt den Gottesdienst live.

Zu allen Aktionen gibt es auf den Internetseiten Material wie etwa Broschüren, Kalender und Plakate zum Download sowie zum Bestellen.

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Text: ekir.de


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