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Fundstücke, die von der Seele erzählen

Ein Stofftier. Ein rostiger Schlüssel. Eine Kassette. Oder auch ein altes Schwarz-Weiß-Foto. Oder auch ein Gedicht. Solche Fundstücke werden gesucht, Fundstücke, die eine Geschichte erzählen. Denn: „Erzähl mir von der Seele…“ heißt ein Projekt der Arbeitsstelle Inklusive Seelsorge.

Seele

Fotos bzw. Fotoüberreste erzählen oft tief aus der Vergangenheit.

Erinnerungsstück Kassette

Es ist ein Projekt, an dem alle Interessierten teilnehmen können – gleich welchen Alters, welcher Sprache, sozialer Herkunft, religiöser Prägung oder Kultur. Sie sind eingeladen, ein Fundstück einzuschicken.

Zugleich ist das Projekt als Gesamtkunstwerk angelegt: Vom 28. April bis 1. Mai findet im Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) in Bonn die Kunstwerkstatt „Erzähl mir von der Seele…“ statt. Begleitet von Künstlerinnen und Künstlern werden die Teilnehmenden dann mit den eingesandten Fundstücken, Fotos und Worten arbeiten.

Das sind schon einmal zwei Abschnitte. Geplant ist eine dritte Etappe: Aus der Kunstwerkstatt soll dann ein weiteres Projekt erwachsen, denkbar ist beispielsweise ein Buch, ein Film oder eine Aktion.

Jede und jeder „ist Expertin der Seele, alle haben etwas zu erzählen“. So erläutert Gundula Schmidt das Projekt, Referentin für Inklusive Seelsorge. So sollen die „verschiedenen Erzählungen von Seele“ sichtbar werden. Wobei jedes einzelne Fundstück „anders von der Seele erzählt“.

Gundula Schmidt sagt: Je unterschiedlicher und verschiedener die Teilnehmenden, umso besser. Martin Luthers inklusiver Gedanke der wechselseitigen Tröstung, die allen anvertraut und zugetraut wird, solle in diesem offenen Kunstprojekt  konkret werden.

Wer ein Fundstück beisteuert, ist gebeten, den Fundort anzugeben. Eine Erläuterung wird nicht verlangt, ist  aber natürlich auch willkommen. „Die Fundstücke erzählen – manchmal anders als wir denken“, sagt Gundula Schmidt.  

In der Kunstwerkstatt werden sich die Erzählungen zusammenfügen, so Schmidt. Und: „All das wird im dritten Schritt zum Ausgangspunkt für weitere partizipatorische Projekte in den Gemeinden, Einrichtungen, Kirchenkreise oder anderen Kontexten, die daraus entstehen.“

Zum Praktischen: Einsendungen werden bis 24. Februar erbeten an die Arbeitsstelle Inklusive Seelsorge, Missionsstraße 9a/b, 42285 Wuppertal. Das gilt für Briefe oder Päckchen. Digitale Objekte können gemailt werden: inklusiveseelsorge@ekir.de  Der Kontakt gilt auch für die Anmeldung zur Kunstwerkstatt im PTI in Bonn.

ekir.de / neu, Fotos: Gundula Schmidt / 19.01.2018



Infokarte "Erzähl mir von der Seele"

www.inklusiveseelsorge.ekir.de


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